Der ostbelgische Europaabgeordnete Pascal Arimont (CSP-EVP) hat gemeinsam mit dem Kammerabgeordneten Luc Frank (CSP) das Unternehmen NMC in Eynatten besucht. Operations Director David Kirschfink führte die beiden Abgeordneten zunächst durch das Werk und die neuen Produktionshallen.
Arimont und Frank sprachen mit CEO Florent Pouzet und Catherine Noël, Vize-Vorsitzende des Verwaltungsrats, darüber, was europäische Vorgaben ganz konkret für das Unternehmen bedeuten. An dem Gespräch nahmen auch Segment Manager Sascha Bocken und Nadège Herlet teil, die bei NMC für Produktverantwortung und Nachhaltigkeit zuständig ist.
NMC beschäftigt weltweit mehr als 1.650 Menschen, rund 500 davon am Standort Eynatten. Erst im vergangenen Jahr hat das Unternehmen dort rund 25 Millionen Euro in neue Produktionshallen investiert.
Im Gespräch ging es unter anderem um die EU-Verpackungsverordnung, Chemikalienregeln, Vorgaben gegen irreführende Umweltaussagen und die europäische Nachhaltigkeitsberichterstattung.
NMC wies dabei auf ganz konkrete Schwierigkeiten hin: Für bestimmte Nischenprodukte aus Schaumstoff passen allgemeine europäische Vorgaben nicht immer zur betrieblichen Realität. Hinzu kommen unterschiedliche Regeln und Rücknahmesysteme in den einzelnen Mitgliedstaaten sowie der Wettbewerbsdruck durch Anbieter aus China.
„NMC investiert hier in Ostbelgien, schafft Arbeitsplätze und entwickelt Produkte, die zu unseren europäischen Umweltzielen beitragen. Wer solche Investitionen will, muss aber auch dafür sorgen, dass die Regeln klar und in der Praxis umsetzbar sind. Gerade bei Nischenprodukten zeigt sich, dass allgemeine Vorgaben nicht immer zur Realität im Betrieb passen. Gleichzeitig müssen sich unsere Unternehmen im Wettbewerb mit Anbietern aus China behaupten können. Die konkreten Probleme, die uns heute geschildert wurden, nehmen wir deshalb mit nach Brüssel“, erklären Pascal Arimont und Luc Frank.
Arimont will die Hinweise aus Eynatten unter anderem in die anstehenden Beratungen über das geplante europäische Kreislaufwirtschaftsgesetz einbringen. Dabei geht es auch um ein Problem, das NMC konkret angesprochen hat: Unternehmen sollen nicht länger mit einem Flickenteppich unterschiedlicher nationaler Regeln und Rücknahmesysteme konfrontiert sein.
À propos Flickenteppich:
1. Was in Richtlinien steht kann unterscheidlich verstanden werden und zu verschiedenen Terminen in den Mitgliedsstaaten zu Regeln werden.
2. Regeln in Sachen Umwelt dürfen die Mitgliedstaaten strenger machen. Zusage an Schweden, als es beitreten wollte:
Hoffentlich haben die Verantwortlichen von NMC hinter verschlossenen Türen Klartext geredet! Die Regelwerke der EU sind der Mühlstein am Hals unserer Wirtschaft, jede EU-Verordnung wird in jedem Land anders ausgelegt, von wegen „einheitliche Regelungen…“. Beispiel Construction Products Regulation oder CPR, Verordnung EU 2024/3110. Diese wird in jedem EU Land anders ausgelegt, die Brandklassen B2ca bis Fca sind nirgendwo einheitlich geregelt, was in Belgien vorgeschrieben wird ist anders als in NL, oder D, FR…. „grand bordell“!
Dazu kommt dass im Exportgeschäft die grösste Volkswirtschaft der Welt, China, auf ALLE EU-Regeln 💩💩 so dass die auf „Nachhaltigkeit“ getrimmte EU-Industrie mit einer Kostenstruktur antritt bei der die Asiaten vor Lachen vom Stuhl fallen. Industriestrompreise in Europa 2 – 3 mal höher als in den USA oder China (Wind und Sonne schicken keine Rechnung… 🤦♂️🤦♂️) vertreiben auch noch den letzten Betrieb aus dem „klimaneutralen“ Europa. Ich weiss nicht ob Arimont und Frank den Ernst der Lage verstehen, ich befürchte aber sie verstehen es nicht…
Dax, du hast Recht.
Arimont und Frank praktizieren es genau wie ihre teutonischen Glaubensbrüder. Merz führt Deutschland und Europa in seinem egozentrischen Wahn in den Abgrund. Einerseits dem Wahlvolk nach dessen Maul reden, alles von Himmel und Paradies versprechen und andererseits eine Energie- und Regulationspolitik befürworten, die freies Unternehmertum erstickt. Sich des hohen C im Namen bemächtigen und dann sich als Pharisäer entpuppen.
@dax
yepp….ordentliche Auslegung der stattgefundenen Veranstaltung.
nicht desto Trotz können solche Besuche durchaus dazu beitragen, der Legislative einen Einblick in wirtschaftlich erfolgreiche Strukturen zu demonstrieren. EU ?… jemand die Rede von Rubio vor der Akropolis mal gehört? Sehr empfehlenswert!!!
Ist doch sowieso nur Geld sache ob Sache die machen sich die Tasche voll aif fie Knochen und Gesundheit von andere
Die beiden wollten sicher noch mal sehen wie es ist, wenn echte Menschen in einem Betrieb arbeiten, bevor die menschenähnlichen Blechbüchsen der Zukunft, die Arbeit übernehmen werden.
Was die beiden mit nach Brüssel nehmen interessiert zukünftig kein Mensch, der einen Betrieb leitet.
Man sollte sich in Brüssel besser Gedanken machen, wie man das bedingungslose Grundeinkommen zusammenkratzen will, welches man dem Großteil der Bevölkerung auszahlen werden muss ! durch das Verhalten der gleichen, die alles genehmigen was zur arbeitslosigkeit beiträgt.
HINWEIS – Frank bei NATO-Übung der belgischen Streitkräfte https://ostbelgiendirekt.be/luc-frank-bei-nato-uebung-442743