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1:2 – AS Eupen kassiert (vermeidbare) Niederlage

D'Margio Wright-Philips (l) von Beerschot und Eupens Igor Plastun (r) kämpfen um den Ball. Foto: Belga

Die AS Eupen hat im Spitzenspiel der Challenger Pro League gegen Tabellenführer Beerschot eine vermeidbare Niederlage kassiert. Wegen mangelnder Torausbeute verloren die Schwarz-Weißen 1:2.

Nach Siegen gegen den FC Lüttich in der Challenger Pro League und erst recht nach dem Erfolg im Croky Cup gegen Rekordmeister RSC Anderlecht war Beerschot mit Selbstbewusstsein nach Ostbelgien gereist. Die Gastgeber hingegen hatten unter der Woche die deutliche Pokalniederlage beim KV Mechelen zu verkraften.

Bei der AS Eupen nahm Trainer Mazzu zwei Änderungen vor: Für Keita und Nuhu standen Nadje und Caliskan in der Startelf, die sich wie folgt präsentierte: Lejoly – Van Genechten, Paeshuyse, Plastun, Gavory – Fixelles, Delaurier-Chaubet, Müller, Nadje, Caliskan – Simakala.

AS-Trainer Felice Mazzu. Foto: Patrick von Staufenberg

Obwohl Hiller wieder fit war, stand nach wie vor Lejoly bei der AS zwischen den Pfosten. Paeshuyse war zum 67. Mal ohne Unterbrechung in der Anfangsformation der Schwarz-Weißen.

In der Startelf von Beerschot stand mit Haraguchi ein ehemaliger japanischer Nationalspieler, der bei der WM 2018 in Russland im turbulenten Achtelfinale gegen Belgien, das die Roten Teufel nach einem Rückstand von 0:2 durch einen Treffer von Chadli in letzter Minute mit 3:2 gewannen, die Asiaten in Führung gebracht hatte.

Müller sah nach gerade mal fünf Minuten die Gelbe Karte. Nach einem eher vorsichtigen Auftakt kam Eupen besser ins Spiel und hatte in der 13. Minute die erste echte Torchance bei einem Distanzschuss von Delaurier-Chaubet, der dem Antwerpener Torhüter Popp einige Probleme bereitete. Der Franzose hatte in der 23. Minute eine weitere Möglichkeit, jedoch ging der Ball weit übers Tor von Beerschot. Die Antwerpener hatten ihrerseits in den ersten 20 Minuten nichts zu bieten, was AS-Keeper Lejoly in Gefahr hätte bringen können.

Beerschot musste bis zur 36. Minute warten, um Eupen erstmals in Probleme zu bringen, aber Lejoly war bei einem Schuss von Van Eenoo nach einer Flanke von Van Den Eynden auf dem Posten. In der 39. Minute fragte Beerschots Trainer nach einem Zweikampf zwischen Plastun und Wright-Philips einen Videobeweis an, der aber nichts einbrachte.

Eupen Kapitän Nicolas Gavory. Foto: Belga

In der 44. Minute beging Fixelles ein eher unnötiges Foul, wodurch der Spieler der AS die Gelbe Karte sah und Beerschot einen Freistoß erhielt, der zum Tor zum 0:1 durch Haj führte, den die AS-Abwehr völlig aus den Augen verloren hatte. Nach längerer Videoüberprüfung wurde der Treffer anerkannt. Verdient war die Führung für die Gäste nicht.

Zum Wiederbeginn brachte AS-Coach Mazzu im Sturm Nuhu für den enttäuschenden Caliskan. Die zweite Halbzeit begann mit zwei Großchancen für Eupen durch Nuhu, der das fast leere Tor nicht traf, und Delaurier-Chaubet, bei dessen Schuss der Ball weit über das Tor von Popp flog.

Eupen beherrschte jetzt seinen Gegner. Es folgten weitere Torchancen durch Paeshuyse und Nadje. Jedoch wurden die Schwarz-Weißen für ihre fehlende Torausbeute hart bestraft, denn in der 60. Minute gelang Beerschot beim ersten Angriff in der zweiten Halbzeit der Treffer zum 0:2 durch Vula.

In der 67. Minute brachte Mazzu mit Kikas einen weiteren Stürmer. In der 73. Minute kamen Youndje, Sulejmani und Keita für Gavory, Simakala und Fixelles.

In der 78. Minute ging ein Kopfball des aufgerückten Plastun neben das Tor von Popp. Beerschot traf kurze Zeit später den Pfosten.

In der 88. Minute verkürzte Eupen bei strömendem Regen auf 1:2 durch Plastun, nachdem Schlussmann Popp den Ball bei einem Freistoß von Delaurier-Chaubet nicht hatte festhalten können.

Es blieb bei der 1:2-Niederlage. Nach dem Schlusspfiff lagen bei der AS die Nerven blank. In der Tabelle hat die AS jetzt als Dritter sechs Punkte Rückstand auf Beerschot, hat aber eine Begegnung weniger bestritten. Am Sonntag, dem 1. November, hat Eupen ein weiteres Heimspiel, diesmal um 19.15 Uhr gegen Excelsior Virton. (cre)

13 Antworten auf “1:2 – AS Eupen kassiert (vermeidbare) Niederlage”

    • Es war ein normaler Kick unserer 2. Liga, um ehrlich zu sein. Taktisch waren beide ebenbürtig, aber die individuelle Klasse, die die Antwerpener nunmal im Kader hat, war nunmal ausschlaggebend. War vermeidbar zu verlieren aber….. So ist es eben. Die Playoffs waren immer das Ziel und dieses ist realistisch.

  1. Jetzt kommen wieder die nörgeler schlechtes Spiel…! War ein spannendes Spiel ja leider brauchen wir immer viele Torchancen eh wir einen nutzen und die nur 2-3 Torchancen 2 nutzen ! Das fehlt bei uns

  2. Ronny Godesar

    Beerschot reifer als wir. Die waren nicht unbedingt besser, aber konsequenter als wir und haben am Ende dagegen gehalten. Mit Nuhu steigst du nicht auf. Es liegt noch viel Arbeit vor Eupen Ehe wir so auftreten können wie Beerschot….

  3. M der Block

    Das Manko bei der AS war die Chancenverwertung .
    Nuhu trifft aus 3 Meter Entfernung das leere Tor nicht.
    Die Gäste dagegen nutzen jede Gelegenheit zum Tor .
    So spielt eine Meistermannschaft wo Eupen noch weit entfernt von ist .

  4. Nuhu und auch Kikas sind keine effizienten Stürmer.
    Die brauchen in der Regel 20 Chancen um ein Tor zu machen, die gegnerischen Stürmer hingegen benötigen max. 2 Chancen um ein Tor zu erzielen. Eupen verballert zuviele gute Gelegenheiten

  5. Siehe Text oben, „Nach dem Schlusspfiff lagen bei der AS die Nerven blank“.
    Was soll dieser Satz, ohne zusätzliche Erklärung?
    Als Anwesender ist mir nichts entsprechendes aufgefallen.
    Wozu also diese Aussage Herr Cremer?

  6. Natürlich lagen bei unseren Jungs die Nerven blank, hatten sie doch neunzig Minuten lang den Bären gejagt. Sie konnten leider nicht das Fell einstreichen, aber sie haben sich teuer verkauft und dies zum höchsten Preis.

    • M der Block

      Stimmt nicht Dender ist mittlerweile höher eingestuft als Eupen. Die Mannschaft verliert an Wert .
      Alleine Vidigal war vor der Saison scheinbar 3 Millionen wert jetzt nur noch 1,5 Millionen.
      Transfermarkt ist sowieso Überbewertet .

  7. Das grosse Manko ist effektiv die Chancenverwertung. Nach einem Rückstand 30 Minuten vor Spielende wuerde ich Plastun in Sturmmitte einsetzen. Man kann nicht verlangen dass er 20 Meter hinter einem Pass läuft. Wenn er jedoch den Ball im Strafraum vor die Füße bekommt ist er torgefaehrlicher als dia anderen Offensivspieler..Die grosse Torchance von Nuhu haette er ganz sicher verwertet. Viele werden nicht meiner Meinung sein.Falls der Trainer jedoch das Ziel erreichen will dann muss er eine Lösung finden oder/ und etwas riskieren.

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