Nach dem plötzlichen Tod des stellvertretenden Ministerpräsidenten des deutschen Bundeslandes Bayern, Hubert Aiwanger, steht die Frage der Todesursache im Mittelpunkt.
Der 55-Jährige war am Mittwoch leblos in einem Hotel in Berlin gefunden worden, nachdem er tagsüber wegen gesundheitlicher Probleme nicht bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Partei Freie Wähler, deren Vorsitzender er war, eine Rede halten konnte.
Die Polizei ermittelt; die Leiche wird voraussichtlich obduziert, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Die Ermittler waren nach dem Fund des Politikers mit Mitarbeitern der Spurensicherung in dem Hotel unterwegs, die Gerichtsmedizin wurde gerufen.

05.11.2026, Berlin: Das Hotel „Neuer Fritz“ in der Friedrichstraße am Morgen, nachdem dort Hubert Aiwanger, Chef der Freien Wähler und bayerischer Wirtschaftsminister, tot aufgefunden worden war. Foto: Sebastian Gollnow/dpa
Die Mordkommission ermittelt wegen der Bedeutung des Falls – und um ein mögliches Fremdverschulden auszuschließen. Das Todesermittlungsverfahren war noch am Mittwoch eingeleitet worden.
Wer Aiwanger gefunden hat, ist derzeit nicht öffentlich bekannt. Der Wirtschaftsminister des süddeutschen Bundeslandes war in der deutschen Hauptstadt unter anderem von Beamten des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) begleitet worden, wie ein LKA-Sprecher mitteilte. Zur Auffindesituation Aiwangers konnte der Sprecher allerdings nichts sagen.
Der 55-Jährige war nach der Absage seines Termins später nicht mehr erreichbar gewesen und schließlich am frühen Abend leblos in seinem Zimmer im Hotel Neuer Fritz im Berliner Bezirk Mitte entdeckt worden. „Die konkrete Auffindesituation kann aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit noch nicht preisgegeben werden“, hatte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Abend gesagt. (dpa)