Gesellschaft

Werden in den Schulen der DG die sehr starken Schüler vernachlässigt?

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Eine Erkenntnis aus den am Dienstag vorgelegten Ergebnissen der neuen PISA-Studie (siehe dazu Bericht an anderer Stelle) ist, dass die in der DG schon seit Jahren intensiv praktizierte Förderung von schwachen Schülern fruchtet. Die DG hat inzwischen relativ wenige leistungsschwache Schüler. Das Problem: Die DG hat auch relativ wenige leistungstarke Schüler.

Die Flämische Gemeinschaft hat viel mehr leistungsstarke Schüler, was einer der Gründe dafür ist, dass Flandern im jüngsten PISA-Test viel besser abschneidet als die DG, ja sogar zur Weltspitze gehört.

In der DG gibt es 14,3% Schüler mit schwachen Leistungen, in Flandern hingegen 17,2%. Die DG hat 6,1% leistungsstarke Schüler, Flandern 12%, also fast doppelt so viele (in Prozenten).

Der Fall der Französischen Gemeinschaft ist noch ganz anders: Im französischsprachigen Landesteil gibt es sehr viele schwache Schüler (23,1%) und wenige starke (5,3%).

Die Verteilung der Kompetenzstufen in der Französischen (oben), Deutschsprachigen (Mitte) und Flämischen Gemeinschaft (unten). Links der Anteil der leistungsschwachen Schüler (<1, 1B, 1A), rechts der Anteil der leistungsstarken Schüler (5,6). Quelle: OECD

Die Verteilung der Kompetenzstufen in der Französischen (oben), Deutschsprachigen (Mitte) und Flämischen Gemeinschaft (unten). Links der Anteil der leistungsschwachen Schüler (<1, 1B, 1A), rechts der Anteil der leistungsstarken Schüler (5,6). Quelle: OECD (Zum Vergrößern Grafik anklicken)

Unter den OECD-Staaten haben nur Estland, Japan, Kanada und Finnland noch weniger schwache Schüler (prozentual) als die DG. Ganz anders sieht es aus, wenn man die Spitzenleistungen in Naturwissenschaften unter die Lupe nimmt. Die DG nimmt da einen Platz im unteren Mittelfeld ein, sie ist nur unwesentlich besser als die Französische Gemeinschaft, aber im Vergleich zu Flandern fast schon ein Entwicklungsland.

Werden in der DG die sehr starken Schüler vernachlässigt?

„Erfreulich aus Sicht der Bildungsgerechtigkeit ist, dass wir weniger leistungsschwache Schüler als beispielsweise Flandern und die Französische Gemeinschaft haben“, unterstrich Bildungsminister Harald Mollers (ProDG) in einem Interview mit dem Grenz-Echo. Gleichwohl fügte Mollers hinzu: „Wo wir noch einen Zahn zulegen müssen, ist bei der Förderung der begabten Schüler. Wir müssen uns überlegen, wie wir im Bereich der Förderpädagogik, aber auch im Regelschulwesen diese leistungsstarken Schüler noch gezielter fördern können, um diesen Schülern einen Energieschub zu geben. Das ist ausbaufähig.“

Um dieses Ziel zu erreichen, will Mollers künftig noch häufiger als bisher „nach Flandern schauen“. (cre)

Siehe auch Artikel „Weltweite PISA-Studie: Schüler aus der DG im oberen Mittelfeld“

 

  1. Das ist die Folge der politisch verordneten Gleichmacherei. Die Direktion hält die Lehrer dazu an möglichst viele Schüler „erfolgreich“ bestehen zu lassen. Schulen mit hohen Durchfall- oder Abbruchquoten sind politisch nicht erwünscht. So kommt es dass Abiturienten %-Rechnen nicht beherrschen und, obwohl theoretisch mehrsprachig, einem Universitätsstudium auf Französisch nicht folgen können. Die potentiell starken Schüler sehen mit wie wenig Anstrengung man zum Abitur kommt und tendieren dann auch zum Mittelmaß.

    • Alemannia4ever

      Aha. Als nächster Schritt dann Elite-Schulen, oder was stellen Sie sich vor, Dax?
      Es steht und fällt mit einer guten Schulleitung und motivierten Lehrern und Lehrerinnen. Man kann auch Starke fördern ohne Schwächere zu vernachlässigen oder gar das gesamte Niveau zu senken.

    • @Dax
      Entschuldigung.
      Niemand bremst starke Schüler aufgrund deren Wissbegierde,Neugierde usw.
      Die Genialsten sind ohnehin Autodidakten und könnten vom Schulbetrieb befreit werden.
      Soziale Mathematik,Algorhytmen usw.sind um vieles interessanter als arithmetische Mathematik.
      Sprachen lernen?Westhalb?Jeder Analphabet spricht mindest eine.Hat er Familie im Ausland und verbringt dort 1 Jahr spricht er sehr schnell mehrere Sprachen.Sprachen sollen gesprochen und nicht primär geschrieben werden?Letzteres schafft jede durchschnittl.Sekretärin.
      Unser Schulsystem müsste dringendst überdacht werden.Von Wem?Politiker?Ich fange an zu lachen.
      Die Ausnahme wäre aufgrund seiner überdurchschnittl.Intelligenz Herr Lambertz und zugegeben einige wenige mehr..

  2. Réalité

    Hallo Herr Minister,
    es ist nun wieder an der Zeit eine kleine Reise zu unternehmen. Fliegen oder fahren Sie mal nach Finnland, dort nach Lappland, und kommen zurück über Estland. Dort können Sie noch was lernen in der Richtung. Von da kommen ja die schlauesten Pisa Absolventen her. Es wäre natürlich viel billiger mal zuerst hier bei uns zu schaun, was kann man verbessern, sollte man den Lehrern nicht zuerst mal Anreize geben, und vieles andere!? An den Schulen kann es ja nicht mehr liegen, die wurden zum Teil ja schon von Grund erneuert!? Jedenfalls, und das ist Fakt, wären gerade die Schwächeren eher zu unterstützen, anstatt die Eliten!? Also, Ihre Idee, nicht Förderungswürdig.

  3. Es hat schon mit Gleichmacherei zu tun. Niemand hat etwas dagegen, dass schwachen Schülern geholfen wird. Im Gegenteil. Aber in der DG herrscht eine Mentalität, auch in der Politik, dass man nur dann gefördert wird, wenn man irgendeine Schwäche hat. Nach den Stärken fragt niemand, die sind sogar verpönt.

  4. mehrschichtig

    Das Problem ist deutlich mehrschichtiger als hier angerissen. Der Lehrer befindet sich aber in allen Situationen in einem Dilemma und muss es jedem der Akteure recht machen:
    Politik: große Klassenstärken, ein straffer Unterrichtsplan und die Vorgabe, dass jeder Schüler das Ziel erreichen muss (vor allem in der Grundschule, wo ein Wiederholen einer Klasse praktisch unmöglich geworden ist – das ist aber falsch, da dort der Grundstein gelegt werden muss).
    Direktion/Schulleiter: aufgrund notwendiger Schülerzahlen wird den Lehrern ans Herz gelegt „alle mit ins Boot“ zu nehmen. Dass hierbei vor allem starke Schüler der Wind aus den Segeln genommen wird ist selbstredend.
    Eltern: „Mein Kind hatte Integration und genießt daher einen Sonderstatus und Punktebonus“ – das ist die Aussage einer Mutter im Gymnasium! Was soll das denn? Wenn ich die Ziele nicht erreiche, habe ich das Ziel verfehlt! Schluss, aus, basta! Oder geht die Mutter auch mit ihrem Anliegen zu einem Lehrmeister, einem Hochschulprofessor oder einem Fahrschulprüfer?? In diesen Bereichen gesteht man sich Schwächen ein – in der Schule allerdings darf es diese nicht geben. Dadurch geht das Niveau seit Jahren den Bach runter. Man braucht nur einige Abiturvarianten zu betrachten – die halten noch nicht einmal den Mittelschuldiplomen von vor 20 Jahren Stand!

    Daher mein Wunsch: honoriert die Lehrer endlich (finanziell und vor allem auch im Bereich ihrer Kompetenz), denn sie sind die Fachleute, die durch ein Studium „Wissensvermittlung“ gelernt haben.

    • Stimmt. Heute ist es möglich ein Abitur mit Mathe 3 (d.h. kein Matheverständnis sondern nur den Stoff aus dem Unterricht wiedergeben können) zu absolvieren und sich damit in MINT Fächer als Student einzuschreiben. Ergebnis: komplette Bauchlandung im Studium! Heute wird jedes Abitur gleich behandelt, man kann sich damit zu jedem Studium einschreiben. Das sieht aber nur vordergründig nach einem Gleichheitsgebot aus, denn schon beim ersten Leistungskurs auf den das Schmalspurabitur nicht vorbereitet hat, fällt das Kartenhaus zusammen. Aber das interessiert die Politik nicht mehr, Hauptsache die Abiturientenquote wurde erreicht….

      • Ich sehe darin kein Problem, denn nicht alles muss die Politik regeln.
        Es werden zu dem Zweck von den Universitäten und Fachhochschule sogenannte „Vorbereitungsjahre“ organisiert – im Gegensatz zu früher. Wer die Chance nicht wahr nimmt und denkt, es schaffe es aus eigener Kraft, soll es doch versuchen dürfen. Wen juckt es, ob ein Student mehr oder weniger sein „Jahr“ nicht schafft? Die entsprechenden finanziellen Mittel müssen sowieso durch den Studierenden oder von dessen Eltern finanziert werden.
        Es fehlt aber der Druck, und das Durchhaltevermögen und die Bereitschaft viel zu büffeln
        Nur durch Fleiß kann man Defizite wieder wett machen. Zugang zur Bildung soll es denjenigen ermöglichen, die es aus eigenem Antrieb schaffen möchten. Im Unterschied zu vor einigen Jahren geht aber genau diese Bereitschaft verloren.
        Das Problem, dass viele an der Uni versagen, hat sehr vielschichtige Gründe, mitunter auch die steigende Zahl von Schülern in den Klassen, wo letztendlich auch der klassische Frontalunterricht schnell an seine Grenzen stößt. Eigene Erfahrung: Punkto Mathematik hatte ich viele Lehrer, aber manche darunter waren nicht wirklich motiviert, Mathematik zu unterrichten.

      • Josef Stoffels

        Auch zu meiner Zeit (Abiturjahrgang 1973) war es schon möglich, sich mit gleich welchem Abitur für gleich welche Studienrichtung einzuschreiben. In meiner Latein-Griechisch- Abteilung hatten wir 3 Stunden Mathematik und 3 Stunden Naturwissenschaften. 2 von den 6 Schülern der Abteilung sind Ärzte geworden, einer wurde Apotheker und einer hat ein Doktorat in Biologie gemacht. Ich selbst habe meinen Abschluss in klassischer Philologie und Germanistik gemacht. Was ich damit sagen will: Es hängt nicht unbedingt von der schulischen Vorbildung, sondern (neben einem Quentchen Begabung) vor allem von der Motivation und vom persönlichen Einsatz ab, ob man im Studium erfolgreich ist oder nicht.

      • Josef Stoffels

        Wir reden über die Förderung starker Schüler und vergessen darüber das wichtigste Problem: Wir haben viel zu wenig fachlich und pädagogisch ausgebildete Lehrer! Kaum einer beginnt noch ein Lehrerstudium, denn Lehrer werden kann man immer noch! In der Not schmeckt die Wurst auch ohne Brot! Gewiss, und viele haben die Not erkannt und essen nur noch Wurst, denn inzwischen werden schon Leute ohne jegliches Diplom und ohne irgendeinen Studienabschluss als Lehrpersonen eingesetzt. So weit sind wir bereits! Dieses von der Politik lange vernachlässigte und auch jetzt noch verharmoste Problem ist eine Hypothek, welche die Zukunftsperspektiven unserer Jugend noch lange schwer belasten wird.

    • Réalité

      Ganz richtig, @ mehrsichtig! Einer der Hauptgründe der Probleme. Die Lehrer bekamen sogar noch vom Lohn ab gezogen vor einiger Zeit. Und das soll motivieren?
      Aber das können wir ruhig so durch ziehen, sagte sich die Politik.
      Sich selber aber dicke Mehrdiäten genehmigen so neben bei. Und das bei grundschlechter Arbeit, und sehr schlechten Ergebnissen sprich, immer höheren Schuldenberge!? Ein Unikum der dreisten Art!
      Auch das führte logischer Weise zum PISA Ergebnis.
      Aber ansprechen, nein, dass wird nicht getan.

      • Die Lohnkürzung war ein Tritt in die Nieren, aber ein motivierter Lehrer kann das weg stecken (wenn es das nur wäre)! Wenn aber ein Ministerium eine Inklusion von schwachen Schülern verlangt und den Eltern sogar ermöglicht die Lehrer unter Druck zu setzen, DAS sind die politischen Einmischungen die bei den Lehrern die Motivation und die Anreize zerstören einen Unterricht auf hohem Niveau zu machen. Je höher er das Niveau hält, umso mehr wird er unter Druck geraten. Also senkt er das Niveau!

  5. Wie kann man denn eine Gemeinschaft mit 9 Sekundarschulen mit den anderen Gemeinschaften so vergleichen? Sobald nur eine Institution schlechtere Resultate hat, dann hat dies Einfluss auf der ganzen Statistik, was bei den zwei anderen Gemeinschaften viel Kohärenter aussieht.

    In der DG bedeutet das Diplom eh wenig:
    Meine Tochter war tüchtig und hat ihre Punkte verdient. Die Kinder einer Freundin gehen zur Gegner-Schule und haben ein LRS-Papier und somit „Notenschutz“. Alle bekommen am Ende ein gleichwertiges Diplom.
    Nur merkt diese andere Schule nicht, dass die Kinder in der Zukunft nicht mehr geschützt werden und dann von Universitäten und Betriebe blockiert werden.

    • Alemannia4ever

      Sollen Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche denn schon in der Schule „blockiert“ werden, Emilia? Soll jemand aufgrund der Tatsache, dass er Orthographie nicht beherrschen kann, im Fach Deutsch kein Abitur machen können obschon er intellektuell in allen anderen Bereichen gut ist?

      • Natürlich sollte einem Schüler mit LRS nicht das Abitur verweigert werden. Aber mittlerweile werden die Fehler ja nicht einmal mehr aufgezeigt, nein, DER LEHRER (oder die Lehrerin) muss seinen Unterricht so anpassen das jeder mitkommt! Die Eltern können sogar darauf bestehen! Er muss Videos einbauen, er muss mit „bewegten“ Diagrammen arbeiten, Rechtschreibung wird gar nicht bewertet usw. Wo ist denn da der Anreiz an dieser Schwäche zu „arbeiten“. Nur wenn dieser Anreiz auch gegeben ist wird das Kind sich auch bemühen! Wenn diese Kinder nicht lernen bzw ihre eigene Methode finden mit ihren Schwächen zu arbeiten (einen schweren Text zu lesen, zu versteh, zusammen zu fassen oder selber zu schreiben), wie sollen die dann im Leben weiter kommen? Die brauchen dann ihr Leben lang einen an der Hand (und wenn es „nur“ die Eltern sind) der ihnen hilft. Man macht den gleichen Fehler wie bei der Entwicklungshilfe in Dritte-Welt Ländern: Man lässt die Kinder auf Krücken laufen statt ihnen Laufen zu lernen!
        Wenn ein Lehrer seine Zeit an der Tafel mit „Bastelarbeiten“ verbringt und auf Videos zurückgreifen muss, die aber gar nicht an den Unterricht und die Altersstufe angepasst sind (weil es diese meistens gar nicht gibt), wo soll er denn da die Zeit finden um seinen Unterricht bis zum Ende zu erklären? Er muss die Theorie auf 2-3 verschiedene Weisen erklären und hat dann keine Zeit mehr für praktische Übungen. Und dann wundert man sich wenn das Niveau sinkt?

    • Réalité

      Emilia, hier wird so verglichen als wenn wir ein grosser Staat wie die anderen wären!? Wir haben ja eine „richtige Regierung“! Was denken Sie wohl? Wenn wie aber dann nicht grösser sind wie eine Kreisstadt wie Düren, ja dann lachen sich die Dürener kaputt, wenn sie das lesen!
      Aber unsere Eliten nicht! Die lachen sich ins Fäustchen! Und schieben eine gute Nummer!

      • Ich verstehe: wie kann ein so großer Staat wie unserer nicht Elite-Politiker, Elite-Uni-Professoren, Elite-Fußballer haben?
        Ich weiß, die Dürener könnten unsere Regierung „Bürgermeister Paasch und seine Schöffen“ nennen.

  6. Ekel Alfred

    @ systray, wir konnten früher aber im College Patronne sehr gut rechnen….besonders abrechnen….mit unseren Lehrern….
    @ Emilia, da dringt „NEID“ durch, aber Neid zerfrisst die Seele, wie Rost das Eisen….

  7. Gegenfrage?

    „Werden in den Schulen der DG die sehr starken Schüler vernachlässigt?“
    Folgende Gegenfrage : WERDEN im Parlament der DG die sehr schwachen Politiker vernachlässigt?

  8. Ekel Alfred

    @ Emilia, zu meiner Zeit brauchte man im College Patronne zum Erhalt des Abi nur zahlungskräftige Eltern….oder man hatte sehr viele Lose am Ende des Schuljahres verkauft…und natürlich gute Beziehungen zur Geistlichkeit….dann blieb man auch nicht sitzen….

  9. 4701Kettenis

    Schade das nicht auch das Thema MOBBING In Schulen behandelt wird.

    Da ist die DG nämlich noch in der Steinzeit…Und da nutzen auch keine teuren Austauschreisen unserer Bildungspolitik…

    Hier werden Täter geschützt und Opfer müssen damit klar kommen.

    In der Praxis heisst das, wenn man ein motiviertes Kind in der Schule hat, und es trifft auf NULL Bock Kinder – wird gemobbt und fertig gemacht – dann kann der Direktor oder die Lehrer da heutzutage Nichts mehr machen!!!

    Da kommt dann eine drittklassige Psychologin von KALEIDO und Dein Kind muss sich als Opfer noch rechtfertigen und an sich arbeiten…Obwohl es ja keinen Fehler gemacht hat.

    Das sich Kinder dann die Frage stellen OB und WARUM Sie sich in der Schule noch anstrengen sollen, wenn das ja zum sozialen Ausschluss führt…scheint erlaubt.

      • Es läuft etwas schief in ganz Belgien, nicht das es in anderen Ländern besser wäre. Es wird auf allen Ebenen gemobbt, bestochen, eingeschüchtert usw. Das gilt für Verwaltungen, Politiker sowieso, viele Betriebe, Schulen. Ekel Alfred hat recht wenn er sagt dass früher im Collège Patronné die Kinder der gut Betuchten oder Losverkäufer mit besseren Noten bestanden als die anderen. Das geht aber im Leben weiter so. Hier in der DG ist es besonders schlimm, weil in der Nanogemeinschaft jeder jeden kennt und die Leute deshalb aufpassen müssen, was sie sagen, weil das sonst Konsequenzen haben kann. Das kam schon unzählige Male in der Diskussion um die Anonymität vor.
        Die Schulen, und das finde ich ganz schlimm, bringen ihr Niveau ganz stark runter, und das ist von den Eliten gewollt. Anstatt in die Lehrer zu investieren baut und erweitert man neue Gebäude. Sieht schön aus und macht sich gut, bringt aber den Schülern außer Wohlbefinden kein nötiges Wissen. Dumme und ungebildete Leute lehnen sich nicht schnell auf. Die gut Betuchten können dann das nötige „Kleingeld“ in die Ausbildung ihrer Kinder investieren, die dann in Privatschulen gehen oder spezielle Zusatzförderungen bekommen. Somit wird der Kreis der Führungskräfter immer kleiner und elitärer. Man sieht das daran dass die Schere zwischen Reich und Arm immer größer wird. Mit dem jetzigen Abitur und auch mit vielen Universitätsabschlüssen kann man sich den A… abwaschen. Was nützt einem der Abschluss wenn man in dann im Beruf nicht mitkommt, weil die Kluft zwischen Theorie und Praxis zu groß ist?
        In Belgien kann man zwar sagen was man will, aber ändern tut sich nichts – im Gegenteil! Das ist eine tolle Demokratie!

        • Réalité

          Viel Zustimmung, Atheist! Belgien ist geradezu ein Beispiel von Ihren Beschriebenen! Massige Möchtegerne Verbesserer und Politiker sind vorhanden.
          Jedoch dermassen zu viele, dass der Topf überquillt und da die linke nicht mehr weiss was die rechte tun muss!
          Alle arrangieren sich köstlich unter einander, dass trotzdem für jeden noch irgendwo, irgendwann ein Ruheplätzchen gefunden wird.
          Der Bürger bezahlt es ja!
          Wie viele Unterichtsminister haben wir wohl in Belgien? Einer, aber ein richtiger wäre vollkommen genug!

  10. „wenn man ein motiviertes Kind in der Schule hat, und es trifft auf NULL Bock Kinder – wird gemobbt und fertig gemacht“
    Leider Tatsache. Aber trösten Sie sich. Diese „NULL Bock Kinder“ werden früher oder später, im Gegensatz zu den motivierten Kindern, beim ÖSHZ landen. Und wer darf dann dafür zahlen?

    • Da kann ich nur zustimmen.
      Bin in der Schule auch immer nur die blöde Streberin gewesen. Jetzt habe ich einen guten Job und verdiene viel Geld, und lache mir immer ins Fäustchen wenn ich meine ehemaligen Mitschüler als Kassierer in Supermärkten antreffe oder höre dass schon wieder jemand ungeplant ein Kind bekommen hat.

  11. Standpunkt

    @Streber
    vielleicht war es nicht dein Ehrgeiss oder Fleiss der dich zum Opfer werden liess, sondern eventuell deine Einstellung den Mitmenschen gegenüber.
    Wenn ich deinen Kommentar lese fällt mir sofort eine gewisse Arroganz auf. Du hast eine guten Job dafür gratuliere ich dir aber glaub mir Geld ist nicht alles. Was ich traurig finde ist die Tatsache , dass du deine damaligen Mitschüler (junge Menschen in der Entwicklung) verurteilst und und jetzt als Erwachsener das gleiche tust d.h. ebenfalls abwertig über andere Berufe urteilst.
    Schade , dass immer der materielle Aspekt hier in unserer Gesellschaft so überbewertet wird.

    • Es gibt aber immer noch einen Unterschied ob man einen solchen Beruf gerne macht, oder ob man ihn mangels Motivation zu einer besseren Ausbildung machen muss. Natürlich brauchen wir auch Kassierer, Putzfrauen, usw. Aber wer schon mehrere Ausbildungen oder ein Studium abgebrochen hat um dann dort zu landen kann mir nicht erzählen dass er schon immer von diesem Job geträumt hat.
      Ich rede also keinesfalls abwertend über diese Berufe.

      Fakt ist: Die Leute die sich damals in der Schule angestrengt haben, haben auch ihre Belohnung dafür bekommen (soweit ich das durch die Menschen zu denen ich noch Kontakt habe beurteilen kann). Egal ob sie den Lernstoff leicht aufnehmen konnten, oder Schwierigkeiten damit hatten. Diejenigen die aber immer wieder den Unterricht gestört haben, nie aufgepasst haben und durchgehend schlechte Noten hatten sind erfahrungsgemäß auch nicht weit gekommen.

  12. Ekel Alfred

    Standpunkt, Geld ist alles….ohne Geld geht nichts, für jeden….man muss nur jeden Tag sein Geld zählen können, jeden Tag, auf das es sich vermehrt….man braucht auch heute noch kein Abi, um es zu etwas zu bringen….nur viele Sprachen sprechen und stark im Handel sein (jedem etwas andrehen können, was er eigentlich gar nicht braucht)….alles andere ist mummpitz….wen interessiert denn noch, was Pipin der Kleine oder andere damals so veranstaltet haben?….

  13. Der starke Schüler kann aufgrund seiner autodidaktischen Fähigkeiten gar nicht
    vernachlässigt werden.
    Allenfalls nervt er die allesamt durchschnittl.begabten Lehrer durch Kundtun Ihrer Langeweile.
    Übergabte Lehrer gibt es nicht,sonst wären sie keine Lehrer.
    Viele Lebensversager trifft man unter Lehrern und sind somit überbezahlt.
    Den begabten findet man an einer Eliteuniversität als Professor mit Aussicht auf Nobel.
    Den überbegabten Schüler findet man in D mit der Genehmigung durch das Kultusministerium mit 15 Jahren Abitur zu machen.
    Der kognitive IQ liegt über 170.

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