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Wer wird Spitzenkandidat(in) der PFF bei der Wahl von 2018 in Eupen?

Die Kandidaten der Eupener PFF bei der Stadtratswahl 2012.

Nachdem die ProDG angekündigt hat, dass sie im Gegensatz zu ursprünglichen Absichten bei den Kommunalwahlen 2018 in Eupen und Kelmis nicht mit einer eigenen Liste antreten werde (siehe Artikel an anderer Stelle), haben sich die Rahmenbedingungen für die anderen Parteien schlagartig geändert.

Wäre die ProDG mit einer eigenen Liste angetreten, hätte dies quasi die gesamte Parteienlandschaft aufgemischt, denn in Eupen hätte die Bewegung von Ministerpräsident Oliver Paasch – mit dem „Volksbefrager“ Serge Heinen als Spitzenkandidaten – wahrscheinlich allen etablierten  Parteien Wählerstimmen abgeknöpft und somit für alle gänzlich andere Voraussetzungen geschaffen.

Jetzt läuft alles auf einen Lagerwahlkampf zwischen der amtierenden Mehrheit von PFF, Grünen und SPplus einerseits und der CSP andererseits hinaus.

Bei den Grünen und bei der SPplus stehen die Spitzenkandidaten wohl bereits fest. Ecolo wird mit der Ersten Schöffin Claudia Niessen als Listenführerin antreten, während bei der SPplus alles darauf hinausläuft, dass wieder Werner Baumgarten die „Lokomotive“ sein wird.

Bürgermeister Karl-Heinz Klinkenberg beim Interview mit Radio Contact: Tritt er noch einmal als Spitzenkandidat der PFF an? Foto: OD

Bleibt noch zu klären, wen die PFF und die CSP als Frontmann oder Frontfrau ins Rennen schicken werden.

Bei den Christlich-Sozialen steht inzwischen fest, dass es kein Comeback des ehemaligen Schöffen Patrick Meyer geben wird. Und bei den Liberalen hat mittlerweile Bauschöffe Michael Scholl erklärt, dass er nicht die Ambition habe, Bürgermeisterkandidat zu werden.

Damit spricht bei der PFF viel dafür, dass der amtierende Bürgermeister Karl-Heinz Klinkenberg, die Kammerabgeordnete Kattrin Jadin oder der amtierende Finanzschöffe Philippe Hunger die Liste anführen wird, sofern die „Blauen“ nicht wieder ein ganz neues Gesicht aus dem Hut zaubern, so wie dies 2006 mit Dr. Christa Mockel-Kocks der Fall war.

Erst ist Karl-Heinz Klinkenberg am Zug. Ob das amtierende Stadtoberhaupt noch einmal als Bürgermeisterkandidat zur  Verfügung stehen wird, hängt von seiner gesundheitlichen Verfassung ab. Vor dem kommenden Sommer will Klinkenberg eine Entscheidung treffen.

Erst wenn Klinkenberg seinen Verzicht erklärt, stellt sich die Frage: Jadin, Hunger oder wer? (cre)

Siehe auch Artikel „ProDG verzichtet auf eigene Liste bei Wahlen in Eupen und Kelmis 2018“

HINWEIS – Wer bei der CSP für die Spitzenkandidatur bei der Stadtratswahl im Oktober 2018 in Eupen infrage kommt, wird „Ostbelgien Direkt“ zu einem späteren Zeitpunkt näher beleuchten.

  1. Jadin wird überschätzt. Sie ist nur Abgeordnete dank ihrer Connection zur MR. Ein Bürgermeisteramt stellt ganz andere Anforderungen. Klinkenberg hat eine fragile Gesundheit. Hunger eignet sich überhaupt nicht. Karnevalsprinz ok, aber Bürgermeister geht nicht. Die PFF sollte einen kompetenten Außenstehenden suchen.

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