Gesellschaft

Weltweite PISA-Studie: Schüler aus der DG im oberen Mittelfeld

Sabrina Sereni von der Autonomen Hochschule erläuterte am Dienstag die Ergebnisse der DG beim PISA-Test. Foto: OD

Die vier Großbuchstaben PISA stehen für die weltweit wichtigste Schulvergleichsstudie. Dafür nehmen Bildungsforscher alle drei Jahre die Kompetenz von 15- und 16-Jährigen in Naturwissenschaften, Mathematik und Leseverständnis unter die Lupe. An diesem Dienstag stellte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre sechste PISA-Studie seit dem Jahr 2000 vor.

PISA hat nichts mit der gleichnamigen Stadt in Italien zu tun, sondern ist die Abkürzung für „Programme for International Student Assessment“. Weltweit nahmen im Mai vergangenen Jahres eine gute halbe Million Mädchen und Jungen an „PISA 2015“ teil.

Bei der ersten PISA-Untersuchung vor 15 Jahren fiel vor allem das schlechte Abschneiden Deutschlands auf, weswegen die Studie von 2000 im deutschsprachigen Raum sehr viele Diskussionen auslöste.

Im Frühjahr 2015 nahmen auch Sekundarschüler aus der DG an der jüngsten PISA-Studie teil. Auch sie wurden mit Aufgaben aus den Bereichen Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik konfrontiert.

An der Vorstellung der ersten Ergebnisse der DG beim PISA-Test nahm auch Bildungsminister Harald Mollers (Bildmitte) teil. Foto: OD

An der Vorstellung der ersten Ergebnisse der DG beim PISA-Test nahm auch Bildungsminister Harald Mollers (Bildmitte) teil. Foto: OD

PISA-Testsieger wurde mit klarem Abstand wieder Singapur: Im Bereich der Wissenschaften liegt der südostasiatische Insel- und Stadtstaat mit 556 Punkten vor Japan (538) und Estland (534) als bestem europäischen Land. In Mathematik rangiert Singapur mit 564 Punkten vor den chinesischen Großregionen Hongkong (548) und Macao (544), in Lesekompetenz mit 535 Punkten vor Kanada und Hongkong (jeweils 527) sowie dem langjährigen europäischen PISA-Champion Finnland (526).

Berücksichtigt man nur die OECD-Staaten, dann sind Japan (Wissenschaften und Mathematik) und Kanada (Lesen) die Testsieger.

Die ersten Ergebnisse der Untersuchung in den Schulen der DG wurden am Dienstagnachmittag in Anwesenheit von Bildungsminister Harald Mollers (ProDG) in den Räumlichkeiten der Autonomen Hochschule in Eupen vorgestellt (alle Details unter dem Link am Ende dieses Berichts).

Die 382 Schüler aus der DG, die für die Studie ausgewählt wurden (von 779 insgesamt), schnitten relativ gut ab.

Die DG belegt bei den Naturwissenschaften, die diesmal den Schwerpunkt bildeten, mit 505 Punkten einen Platz im oberen Mittelfeld, jedenfalls über dem Belgien-Durchschnitt (502) und dem OECD-Durchschnitt (493).

Spitze und oberes Mittelfeld bei den Naturwissenschaften. Die DG liegt über dem Belgien- und dem OECD-Durchschnitt. (Zum Vergrößern Grafik anklicken). Foto: OD

Spitze und oberes Mittelfeld bei den Naturwissenschaften. Die DG liegt über dem Belgien- und dem OECD-Durchschnitt. (Zum Vergrößern Grafik anklicken). Foto: OD

Flandern nimmt im Ranking der OECD-Länder bei den Naturwissenschaften einen hervorragenden 6. Platz mit 515 Punkten ein. Die Französische Gemeinschaft liegt mit 485 Punkten sowohl unter dem OECD- als auch unter dem Belgien-Durchschnitt.

Das Schülervolk in der DG ist relativ ausgeglichen. Zum einen gibt es fast keine Leistungsunterschiede zwischen Jungen und Mädchen, und zum anderen hat die DG relativ wenig leistungsschwache, aber auch wenig leistungsstarke Schüler. Flandern zählt hingegen prozentual viel mehr leistungsstarke Schüler, die auch die Resultate für die Flämische Gemeinschaft stark nach oben beeinflussen.

Arg zu wünschen übrig lässt das Interesse der DG-Schüler für Naturwissenschaften im Allgemeinen. Allerdings beruft sich die Studie hierzu auf subjektive Angaben der Schüler selbst. Vielleicht waren die DG-Schüler einfach nur ehrlicher als die Schüler in der Französischen Gemeinschaft, wenn sie nach ihrem Interesse an Naturwissenschaften gefragt wurden. (cre)

Alle Ergebnisse der DG finden Sie unter folgendem Link:

http://www.ahs-dg.be/PortalData/13/Resources//PISA2015DG.pdf

 

  1. Wie ist die DG jetzt auch schon Weltweit bekannt??? Fahr mal bis nach Köln da weis kein Mensch das wir in unserer Ecke Deutsch sprechen, geschweige denn das wir eine DG haben. Dann sollen wir in der Pisa Studie erwähnt werden Ha, Ha, Ha, das ich nicht lache.

  2. grosse tête!

    War ja zu erwarten das Herr Mollers noch mal auf das Parkett trat. Die DG ist nach Worten unseres Senior Senators ein Kleingliedstaat. Also völlig normal das wir dann auch gerne beim schiefen Turm von Pisa präsent müssen sein. Wir rangieren da zusammen mit so genannten Klein- und Kreisstädten am vorderen Ende der Tabelle. Hinter uns kommen dann alle Gemeinden die es in der EU gibt! Aber nur bis über 5.000 Einwohnern. Alles wird noch besser sein wenn wir und mal Ostbelgien umtaufen. Wenn die „Made“ vordran kommt. Dann werden wir sicher bald in die UNO auf genommen werden. So oder so, werden- und sind wir nicht wahr genommen über unsere Grenzen hinaus. Das ist auch gut so! Einzig nur unsere Politiker sind auf diesen Grössenwahn hinaus. Allein um sich selber zu profilieren!

  3. @ Pasi, richtig liegt nicht falsch, erliegt richtig….man braucht nicht nach Köln fahren, um die Unbekanntheit der DG festzustellen….da reicht schon Dolhain, oder Stembert, oder sogar Verviers….von Lüttich ganz zu schweigen….

  4. Naja, eine Studie halt. Wie immer. Hätte man mir damals ne Studie zukommen lassen, dann hätte ich da auch mal paar nette Sachen reingeschrieben. Ihr könnt doch nicht erwarten, das jeder so etwas korrekt und aufrichtig ausfüllt?
    Ausserdem, ich glaube gelesen zu haben, das ca. 36% der Schüler schwierigkeiten haben, versetzt zu werden, bzw doppeln.. Wenn die DG diesen Prozentsatz gut heisst, dann verstehe ich gar nichts mehr.

    • „Naja, eine Studie halt. Wie immer. Hätte man mir damals ne Studie zukommen lassen, dann hätte ich da auch mal paar nette Sachen reingeschrieben. Ihr könnt doch nicht erwarten, das jeder so etwas korrekt und aufrichtig ausfüllt?“

      Informieren Sie sich mal, was in einer PISA-Studie gemacht wird, bevor sie wieder total sinnbefreite Beiträge rein hauen.

  5. Schülerlotse

    Hier wird über Schüler gesprochen.
    Warum nicht mal über die Verantwortlichen in Eupen die ständig mit Neuerungen aus den neuen Bunderländer antanzen und immer wieder Änderungen im Schulwesen einbringen !!
    Der Fisch stinkt immer am Kopf .
    Hinterfragt euch mal selber in Eupen .

  6. Constantin von Heereman hat Guido Westerwelle erklärt,
    wie die Regierung mit Statistiken arbeitet.
    Statistik ist:
    Wenn der Jäger am Hasen einmal links und einmal rechts vorbeischießt,
    dann ist der Hase im Durchschnitt tot.

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