Interview, Leute von heute

54% befürworten das Veto der Wallonischen Region zu CETA [Online-Umfrage]

Ein Anti-CETA-Aktivist Anfang Oktober 2016 bei einer Demo vor dem Parlament der DG in Eupen. Foto: OD

Das kategorische Nein der Wallonen gegen das CETA-Abkommen über eine Ausweitung des Freihandels zwischen der EU und Kanada wird von den einen mit Begeisterung und von anderen mit Empörung zur Kenntnis genommen.

Dieser Gegensatz wird auch bei der Online-Umfrage deutlich, die „Ostbelgien Direkt“ zum Thema CETA durchgeführt hat. Die Frage lautete: „Ist das NEIN der Frankophonen zu CETA mutig oder lächerlich?“

Eine Mehrheit der knapp 500 Teilnehmer, nämlich 54%, fand die Haltung der Frankophonen „mutig“, 44% meinten hingegen, sie sei „lächerlich“.

Im Detail: 25% befanden, die Entscheiduung des Parlaments der Wallonischen Region und des Parlaments der Föderation Brüssel-Wallonie sei mutig, denn: „Wenn schon in Belgien Regionen und Gemeinschaften ein Mitspracherecht haben, sollten sie dieses auch nutzen.“

Foto: ShutterstockFür weitere 29% ist die Entscheidung mutig, „insofern es den Frankophonen auch ehrlich gemeint ist und sie sich jetzt nicht mit marginalen Zugeständnissen ‚kleinkriegen‘ lassen“.

30% halten das Veto der Frankophonen für „lächerlich“, weil die Welt still stehen würde, wenn jeder Teilstaat, so klein er auch ist, bei internationalen Verträgen ein Mitspracherecht hätte.

Belgien sollte das Mitspracherecht der Teilstaaten bei internationalen Verträgen schnellstmöglich abschaffen, so die Meinung von 14% der Teilnehmer. 2% hatten dazu keine Meinung.

Die Online-Umfrage zu CETA ist damit beendet. In Kürze folgt eine neue Umfrage zu einem anderen Thema.

Vielen Dank für Ihre Abstimmung.
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  1. Niederländer

    „insofern es den Frankophonen ehrlich gemeint ist“. Genau das ist der Punkt. Darum ist es auch lächerlich (und langfristig kontraproduktiv). Es geht nur darum, der verhassten Föderalregierung, in der die seit Jahrzehnten machtverwöhnten wallonischen Rotschwarzen (und ach ja auch die ecos) nicht vertreten sind, Stöcke zwischen die Speichen zu werfen. Kleinkarierte Parteipolitik unterster Kategorie

      • Pseudo-Freund

        Träumen Sie schön weiter, wo sehen Sie denn bitte einen „Kampf um die Demokratie“ ?
        Die Entscheidung der Wallonen ist ausschließlich politisch motiviert :
        1) siehe Kommentar vom Niederländer
        2) der „linksextremen“ PTB (Parti du Travail de Belgique) das Wasser abgraben, aus Angst dass den Pseudo-Linken von der SP Wählerstimmen verloren gehen

  2. Harie's Kommentar

    Das ganze Gehabe der Wallonie und der Mehrheitsfraktionen im dortigen Parlament ist doch, dass sie die Regierung in Brüssel (wo sie nicht in der Mehrheit sind) blockieren. Das ist das vorrangige Interesse. Ihnen geht es überhaupt nicht um die Inhalte des Abkommens. Deshalb ist das lächerlich.

  3. Herr Niederländer, wie können Sie den Wallonen Unehrlichkeit vorwerfen? Sind Sie ehrlich? Ich bezweifle, ob die liberale rechtsgerichtete Regierung ehrlich mit den Bürgern umgeht!
    Kleinkarierter Kommentar unterster Kategorie!

  4. Freiheit im Handel zwischen den Kontinenten ist zu ihrem Wohl, vom Freihandel profitieren alle … Aber Freiheit braucht KEIN Abkommen und KEIN Regeln festzulegen.! Freiheit ist die Regeln des unkontrollierten oder Natur angehörigen Regeln !

  5. Wir zerstören durch Globalisierung unsere Erde und Ihr findet das lächerlich?
    Es dreht sich bei CETA (nachfolgend TTIP) doch letztendlich nur um Öl & Gas. Deshalb ist die EU scharf darauf zu unterschreiben. Denn dann könnte man ja anschließend, mit Clintons Hilfe, beruhigt die bisherigen Lieferanten zerbomben und die Natur schön „zerfracken“
    Ach ja stimmt! Das Öl braucht Ihr Schick-Micki-Liberalen ja um mit Euer Jeep Brötchen kaufen zu fahren.

  6. Volkes Stimme

    Es wäre nicht verwunderlich, wenn bei einer Volksabstimmung ein ähnliches Ergebnis herauskommt. Las auf De Morgen: http://www.demorgen.be/opinie/het-is-niet-de-eerste-keer-en-het-zal-niet-de-laatste-keer-zijn-dat-een-deelstaat-no-durft-zeggen-b847cad6/.
    einen interessanten Satz: die Regierung eines kleinen europäischen Teilstaates ist scheinbar der einzige wahrlich politische Vertreter des mündigen europäischen Bürperprotest. Dabei ist diese Regierung ja nicht mal so links, es gibt dort auch die CDH. Ich finde dass Herr Magnette sehr glaubwürdig die Wallonie vertritt. PS: habe jetzt Jahrzehnte nicht mehr CSP SP gewählt.

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