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Terrorverdacht auf dem Pariser Flughafen Orly: Getöteter Angreifer ein vorbestrafter Islamist?

Ein französischer Polizist steht am Samstag vor dem Flughafen Orly in Paris. Foto: dpa

Nach einem Angriff auf eine Soldatin ist am Pariser Flughafen Orly ein Mann erschossen worden. Innenminister Bruno Le Roux sagte am Samstag, der Angreifer habe es nicht geschafft, der Frau das Gewehr zu entreißen.

Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen.

Der Angreifer habe kurz vor dem Vorfall am Flughafen im Pariser Vorort Vitry-sur-Seine ein Fahrzeug in seine Gewalt gebracht und in einer Bar die Anwesenden bedroht. Zuvor habe er bei einer Identitätskontrolle in Garges-lès-Gonesse das Feuer auf einen Polizisten eröffnet. Dieser sei verletzt worden und werde im Krankenhaus behandelt, sagte Le Roux. Die Verletzungen seien aber anscheinend nicht sehr schwer.

Der Luftverkehr an dem Airport wurde komplett gestoppt. Der Verkehr sei an beiden Terminals eingestellt, teilte der Flughafenbetreiber mit. Er rief Passagiere auf, nicht zum Flughafen zu kommen. Eine Sprecherin sagte, das Gebäude werde evakuiert.

Der Pariser Flughafen Orly. Foto: Shutterstock

Rund um den Flughafen staute sich laut Augenzeugenberichten der Verkehr. Auf Fernsehbildern waren zahlreiche Passagiere zu sehen, die mit schwerem Gepäck zu Fuß den Bereich um den Flughafen verließen.

Die Flugaufsicht teilte mit, dass manche ankommende Flüge zum Flughafen Charles de Gaulle umgeleitet würden. Orly liegt südlich von Paris und ist der zweite große Airport der französischen Hauptstadt nach Charles-de-Gaulle.

Der getötete Angreifer war laut Innenministerium als Islamist bekannt. Er habe auf den Beobachtungslisten gestanden. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.

Es handelt sich laut Nachrichtenagentur AFP um einen mehrfach vorbestraften Mann mit französischer Staatsbürgerschaft, der von der Kriminalpolizei gesucht wurde. Der Mann war wegen einer Reihe von Straftaten wie bewaffnetem Raubüberfall und Drogenhandel mehrfach vorbestraft. Inzwischen seien der Vater und der Bruder des erschossenen Angreifers festgenommen worden. Solche Festnahmen im „Umfeld eines Verdächtigen“ seien üblich, berichtet AFP mit Verweis auf Ermittlerkreise.

Die französische Tageszeitung „Le Figaro“ berichtet, der 39-Jährige habe sich während eines Gefängnisaufenthalts radikalisiert. Für diese Informationen gibt es bislang keine offizielle Bestätigung. (dpa/spiegel.de)

  1. Islamist? Wer weiß, aber bestimmt eins gewiss nicht: Ein gläubiger Islamist.
    Wie könnte man sich sonst die Mixtur aus Kokain, Cannabiz und Alkohol in seinen Blutwerten erklären?

      • @ Euro Bürger

        Diejenigen die gegen elementare Vorschriften der Religion verstossen sind aber in der Regel keine Fanatiker.
        Wer im Suff Straftaten verübt ist kein Islamist sondern ein gewöhnlicher Verbrecher und gehört auch so behandelt.

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