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Pro League kündigt Rauchverbot an: Noch weniger Besucher bei Spielen der Play-offs 2?

Ein Rauchverbotsschild klärt die Zuschauer darüber auf, dass in diesem Stadion (hier der Borussia-Park in Mönchengladbach) nicht geraucht werden darf. Foto: dpa

Die belgische Pro League hat am Dienstag angekündigt, dass an den beiden kommenden Spieltagen der Play-offs in der Division 1A und der Play-downs in der Division 1B in allen Stadien ein striktes Rauchverbot gilt.

Es stellt sich zumindest in Bezug auf die Play-offs 2 die Frage, ob durch diese drakonische Maßnahme womöglich noch weniger Zuschauer die Spiele besuchen werden als an den ersten beiden Spieltagen.

In dem Kommuniqué der Pro League wurde betont: „Die Pro League und ihre Klubs räumen ein, dass das aktive und passive Rauchen schädlich für die Gesundheit ist, insbesondere für die Gesundheit der Kinder.“

Immer mehr Familien mit Kindern

Weiter hieß es: „Da wir immer mehr Familien in unseren Fuballstadien empfangen, möchten wir erreichen, dass es uns mit dieser Aktion gelingt, auf die Bedeutung der Gesundheit in den Stadien und drumherum hinzuweisen. Der Sport setzt unweigerlich eine gesunde Lebensweise voraus.“

In den belgischen Fußballstadien soll es künftig weniger Qualm geben. Foto: Shutterstock

„Somit ist es vom 14. bis 17. April sowie vom 21. bis 23. April untersagt, seine Mannschaft anzufeuern und gleichzeitig Zigarren, Zigaretten oder elektronische Zigaretten in den Tribünen oder in den überdachten Teilen des jeweiligen Stadions zu rauchen. Gemeinsam wollen wir einen Nicht-Raucher-Spieltag“, so die Pro League.

Zugleich wurde in dem Kommuniqué klargestellt, dass es gegen die, die das Rauchverbot missachten, keine Sanktion erhoben werde, auch kein Stadionverbot.

„Wir wollen nur eine Bewusstseinsbildung und eine Sensibilisierung bewirken. Schon seit einiger Zeit diskutieren wir darüber mit Sportorganisationen und Klubs. Der RSC Anderlecht, der FC Brügge und der RC Genk haben bereits ein vollständiges Rauchverbot in ihrem Stadion beschlossen, AA Gent ein Teil-Verbot. Auch jetzt entscheidet jeder Klub selbst, die Pro League kann nichts anordnen“, so die Pro League.

Auch für Rote Teufel und Pokalfinale

Auch der belgische Fußballverband hatte kürzlich für die Heimspiele der Roten Teufel sowie für das Endspiel im Landespokal ein Rauchverbot beschlossen.

All diese Aktionen erfolgen in Zusammenarbeit zwischen der Pro League und der Vereinigung „Kom op tegen Kanker“, der Stiftung gegen den Krebs und dem Flämischen Institut für die Gesundheitsförderung und die Prävention von Krankheiten. (cre)

  1. Was soll jetzt der Schwachsinn wieder.
    Vorweg, ich bin Nichtraucher, aber das geht doch wohl zu weit. Muss denn alles von Oben entschieden werden was wir noch machen dürfen. Rauchen, Trinken, Auto fahren, Essen, Spazieren gehen, usw. usw. alles wird von irgendjemand verboten der in irgendeiner Sache eine Gefahr sieht.
    Wird den Bier auch verboten oder Hamburger, ist auch nicht Gesund; Diejenigen sie mit dem Wagen kommen, Verbot wegen der Umwelt. Also wenn wir keine anderen Probleme haben wie dies hier, dann gute Nacht Europa.
    Was droht denn wenn einer raucht, € 200,00 Protokoll, Zwangsabschiebung, Lebenslanges Stadionverbot.

  2. Ich bin schon lange Nichtraucher, was mich aber an diesem Rauchverbot stört, sind zwei Dinge: einerseits diese Bevormundung durch das Gutmenschentum, andererseits die Verlogenheit desselben Gutmenschentums, weil zwar das Rauchen in den Stadien verboten wird, aber Jupiler Bier als Hauptsponsor weiter hofiert wird. Was ist schlimmer, ein Raucher oder ein Alkoholiker? Für mich ist ein Alkoholiker viel schlimmer.

    • Pensionierter Bauer

      Weder der Raucher noch der Trinker ist für mich ein Problem. Als Alkohohl trinkender aber nicht rauchender Mann geht mir diese Bevormundung einfach nur noch auf’m Sack. Ich erinnere mich noch gut, als der ehem. Priester E.Servas hier bei uns in Eupen einen Feldzug gegen den Fettdonnerstag startete. Leider hat er sich auch noch bei der Politik damit durchgesetzt. Vom Altweibertag der Anfagszeit ist leider nicht mehr viel übriggeblieben. Die eupener Wirte können ein Lied davon singen. Das der Fussballverband diesen Blödsinn jetzt auch noch mitmacht, entsetzt mich nur noch.

  3. Graf Ortho

    „Oft traurig zu sehen wenn die Männer (ohne Eier ) vor der Haustüre stehen um sich eine Zigarette zu rauchen “

    Ich würde hinzufügen: Auch Frauen (ebenfalls – schon von der Natur her – ohne …) stehen oft vor der Wirtshaustür, um „sich“ eine zu rauchen.
    Aber nur in Eupen. Anderswo rauchen die einfach eine…

    • Graf Ortho schrieb:
      „… Eier … Frauen schon von der Natur her – ohne …“

      Frauen haben in ihren Eierstöcken weitaus mehr Eier als Männer in ihrem Hodensäckchen.

      • Graf Ortho

        Sie haben natürlich Recht, Lionne, wenn Sie das weibliche Geschlecht mit Klauen und Zähnen verteidigen. Allerdings hat der Ex-Eupener wohl kaum an diese Art von Eierchen gedacht.

        Wie dem auch sei, Raucher, die im Freien allen Unbilden der Witterung trotzen, um ihrem Körper freiwillig Nikotin und allerelei andere Schadstoffe zuzuführen, verdienen Bewunderung. Denn dazu gehört Mut, ist es doch ein Harakiri auf Raten.. In diesem Sinne kann ich die Aussage, Raucher hätten keine in der Hose, nicht verstehen.

        Was nun das Rauchen in Stadien oder anderen öffentlichen Orten wie etwa Terrassen von Restaurants angeht, wo viele Menschen zusammenkommen, so müsste es selbstverständlich sein, dass man seine Platznachbarn nicht mit Qualm behelligt. Aber Raucher zeigen da selten Rücksichtnahme.

        • Graf Ortho

          Na ja, das Problem mit „den vielen Menschen, die zusammenkommen“, dürfte sich im Stadion der KAS wohl nicht so stellen, ist die Zuschauerkulisse doch eher ziemlich dünn.

          Nun könnte man die Zuschauer so verteilen, dass um jeden Raucher ein Sicherheitsradius von 4 Metern gezogen wird.

          Oder aber, bei besonders gut besuchten Begegnungen, also ein oder zwei Mal im Jahr, die Zuschauer in Raucher und Nichtraucher trennen und je nach Windrichtung die Raucher so platzieren, dass der Qualm nicht zu den Nichtrauchern hinüberweht.

          Wenn die Qualmer denn schon nicht zwei Stunden ohne ihre Sargnägel auskommen können…

        • Ex-Eupener

          Ich glaube sie haben den Sinn des Satzes gar nicht verstanden , die Männer stehen draußen weil sie von ihren Frauen diskriminiert werden und gezwungen sind vor der Haustüre zu Rauchen und nicht gemütlich im Sessel mit einem guten Gläschen Bier oder Wein verweilen können .

          • Graf Ortho

            Aha, danke für die Erläuterung. Das ging aber aus Ihrem Satz in keiner Weise hervor, und Ihre Gedanken kann ich noch nicht lesen.

            Und wo stehen die rauchenden Frauen? Davon soll es auch welche geben.
            Oder müssen die bei einem Nichtraucher als Mann komplett auf den blauen Dunst verzichten?

            Zum Glück scheinen die Raucher mehr und mehr in die Defensive zu geraten, was deren wütende Ausfälle erklären würde.

            In meiner näheren und weiteren Familie raucht zum Glück niemand. Auch meine Freunde, manche früher arge Paffer, haben bis auf einen komplett damit aufgehörtbzw. haben nie geraucht.

            Ich habe nie verstehen können, wie man derart einer Sucht verfallen kann, dass man nicht mal für die Dauer eines Fussballspiels aufs Rauchen verzichten kann. Oder im Restaurant zwischen Vorspeise, Hauptgang und Nachtisch noch nach draußen muss.

  4. schlechtmensch

    Kann man keine Religion gründen in der Rauchen und Alkohol trinken zur Pflicht wird? Dann müsste man gegenüber den Gutmenschen und Gesetzen Narrenfreiheit besitzen.

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