Politik

Die PFF als glückliche Familie am Tannenbaum

Die PFF-Grußwerbung. (Zum Vergrößern Bild anklicken).

In der Ausgabe des Grenz-Echo von diesem Donnerstag ist aufmerksamen Lesern eine Grußanzeige der PFF aufgefallen. Auf dem Umschlag eines Flugbriefs präsentieren sich die Mandatare der Liberalen als glückliche Familie und wünschen frohe Weihnachten und alles Gute im neuen Jahr.

Alexander Miesen und Kattrin Jadin sitzen auf dem blauen Sofa, als wären sie Papa und Mama in der großen liberalen Familie. Christoph Gentges und Gregor Freches stehen dahinter, so als würden sie schon bald als Juniorchefs das Familienunternehmen PFF übernehmen.

Derweil quasseln Jenny Baltus-Möres und Isabelle Weykmans wie zwei unaufmerksame Töchter, die ignorieren, dass ein Fotograf gekommen ist, um die Familie zu fotografieren. Währenddessen schmücken Bernard Zacharias und Evelyn Jadin den Weihnachtsbaum – mit blauen Kugeln.

 

  1. Komisch, dass hier bisher keiner den Fotografen oder die Werbeagentur für diesen „Marketing-Unfall“ verantwortlich gemacht hat…!

    Ich hoffe nur stark, dass es nicht eine eigene Idee unserer PFFler war, sich so darzustellen… Das ist ja einfach nur grausam und in Zeiten, wo in Aleppo im wahrsten Sinne des Wortes „die Welt untergeht“, einfach nur naiv, dumm und verstörend.

    Wie kann man sich zum Abschluss eines solchen Jahres, wie es 2016 war, nur so ablichten lassen? Diese „Heile Welt-Familie“ und „Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung“ ist ja nicht zum Aushalten und macht mich echt wütend. Angebracht wären hier wohl wirklich eher andere Botschaften als diese, die das Foto vermittelt:

    – wir schmücken gemütlich zusammen den Weihnachtsbaum und blenden aus, was in der Welt passiert
    – sehen wir nicht alle toll aus?
    – das Blau steht uns gut!
    – …

    Eine wahre Botschaft wäre gewesen, das Budget für diesen Werbe-Faux-Pas den Leuten zukommen zu lassen, die in den heutigen Zeiten des Kriegs und Terrorismus weder an Weihnachten denken, geschweige denn es feiern können. Die weder eine Familie, noch ein Dach über dem Kopf haben und nicht wissen, ob sie lebend ins Jahr 2017 starten können.

    • Abgesehen davon, dass niemand eine“ Familie über dem Kopf“ haben möchte, verstehe ich nicht was diese Werbung mit Krieg und Terrorismus zu tun hat. Natürlich könnten wir hier auf jeden Luxus verzichten, weil sich anderswo auf der Welt Idioten die Köpfe einhauen oder abschneiden. Würden Sie denn auf Ihren Weihnachtsbraten verzichten und das Geld spenden, Geld von dem man nicht mal weiß, ob nicht doch Waffen damit gekauft werden. Mir tun auch die Menschen leid, die unschuldig zwischen die Fronten geraten und Opfer sind von geostrategischen Interessen Russlands, der Türkei und des Irans, aber ich gebe zu, dass ich den Überblick verloren habe. Was passiert in Aleppo? Was würde meine Spende dort bewirken? Würde einem Kind dort geholfen? Feiern die überhaupt Weihnachten?

    • Auch hier bei uns in der DG gibt es Menschen, denen es richtig schlecht geht. Weihnachten steht vor der Tür und die PFF und ihre Politiker haben nichts besseres zu tuen, als sich über die nicht so Betuchten lustig zu machen.
      Hiermit stellt Ihr Euch ein Armutszeugnis aus.
      Frohe Weihnachten.

    • Ostbelgien Direkt

      @Zappel B.: Ihre Aussage erinnert mich an ein Zitat des früheren Ratspräsidenten Manfred Betsch, der immer dann, wenn er in der Kritik stand, zu sagen pflegte: „Hauptsache, die Glatze ist drin!“ (NB. Manfred Betsch meinte natürlich seine eigene Glatze…)

  2. Einfach nur lächerlich

    Eine Selbstverherrlichung, die aber so was von peinlich und deplatziert ist ! Dieses Foto fasst klischeeartig zusammen worauf es diesen Leuten ankommt: Ich Ich und noch mal Ich. Das suggerierte Familiäre stellt sich eher dar als Ausdruck von Arroganz und Überheblichkeit. Es ist entweder so gewollt oder aber ein kompletter Fehlgriff. Allen „Normalsterblichen“ Frohe Weihnachten und ein glückliches Neues Jahr.

  3. Diejenigen, die sich hier das Maul zerreißen, sind offenbar recht humorlose „Wutbürger“…

    Versuchen Sie doch mal, diese Weihnachtskarte als fröhliches und lockeres Augenzwinkern aufzufassen. Im Grunde ist das vergleichbar mit den Familienfotos, auf denen alle Mitglieder einschließlich Hund und Kanarienvogel eine der komischen Weihnachtskappen aufhaben. Und warum sollen Volksvertreter nicht das Gleiche wie das „Volk“ tun dürfen?

    Wenn alle ein wenig lockerer durch die Hose atmen würden, könnte Weihnachten vielleicht doch noch ein friedvolles Fest werden. In diesem Sinne allen eine frohe Weihnacht!

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