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Patricia Creutz: „Man wollte OIKOS loswerden“

Patricia Creutz (rechts) im Gespräch mit dem Team von OIKOS.

Nach 25-jähriger Tätigkeit soll – so will es DG-Minister Antonios Antoniadis (SP) – das Projekt OIKOS auslaufen. Die CSP-Fraktion traf sich mit den Verantwortlichen von OIKOS, um weitere Hintergründe der Maßnahme der DG-Regierung zu erfahren.

Die durch das Team um Johannes Funk geleistete Arbeit in den Bereichen Integration von Jugendlichen, Begleitung von Wohngemeinschaften und Familienbetreuung soll nur noch bis Juni 2017 fortgeführt werden.

„Es ist bemerkenswert, wie die Öffentlichkeit und das Parlament völlig im Unklaren gelassen wurden. In sämtlichen Aussprachen der vergangenen Jahre wurde seitens der Regierung der Eindruck hinterlassen, dass alles in bester Ordnung sei“, wunderte sich Patricia Creutz (CSP).

„OIKOS hat sich als aktiver Bestandteil der Zivilgesellschaft stets um Unabhängigkeit bemüht und sich trotz des öffentlichen Auftrags eine gewisse Autonomie bewahren können. Genau das scheint der DG-Regierung allerdings nicht zu schmecken. Statt nachvollziehbarer Fakten werden zum Teil widersprüchliche Thesen vorgeschoben, die die Beendigung der Arbeit einer sozialen Organisation rechtfertigen sollen. In meinen Augen ist klar, dass man OIKOS aus politischem Kalkül loswerden wollte“, so Creutz abschließend.

Als Reaktion auf die Entscheidungen der DG-Regierung fordert die CSP-Fraktion „die unbedingte Weiterführung dieser sozialpolitisch sehr wichtigen Arbeit“ und macht sich für einen neuen Geschäftsführungsvertrag für OIKOS stark.

Siehe auch Artikel „Ecolo empört über Minister Antoniadis: Die Schließung von OIKOS ist ein Skandal“

Patricia Creutz, Abgeordnete der CSP im PDG, vor dem Büro von OIKOS.

Patricia Creutz, Abgeordnete der CSP im PDG, vor dem Büro von OIKOS.

 

27 Antworten auf “Patricia Creutz: „Man wollte OIKOS loswerden“”

  1. Pressekonfekt

    Mit Oikos ist es wie mit vielem in der DG. Da wird überall rein gepulvert, immer neue Abteilungen usw, mit Personal in Massen usw. All dies kostet viel Geld. Und das sprudelt nicht mehr so wie frûher. Und jetzt muss sortiert und gespart werden. Dann kommen unweigerlich solche Entscheidungen. Warum fangen die Minister alle nicht mal bei sich selber an. Die hohen Diäten und alle die anderen Gebühren, alleine dafür könnte man vieles im Sozialen Bereich tun. Aber keine Angst, die Leute fangen schon nicht bei sich an, da ginge die Welt zuerst mal unter drüber!

      • R.A. Punzel

        @Mega Mindy: Sollten (allem Anschein nach bald) „Röhrende Hirsche“-Darstellungen im Ikob ausgestellt werden, und Heino im Agora auftreten – was passiert dann? Genau: Ganz Ostbelgien brüllt: Weiter so – Zugabe.

        Mein Gott, lass Hirn regnen, war schon mal meine Bitte. Gott ließ Hirn regnen, aber alle hatten ihre Schirme aufgespannt.

  2. Keiner will der verlieren sein …. logisch.
    Als normaler Bürger müssen wir immer bluten, leider ohne amlternative !
    Die Volksvertreter machen Ihre Arbeit nicht, wann gibt es alternativen, gute alternativen ???

  3. @Pressekonfekt: Da wurde sehr wenig im Verhältnis zur Eigeninitiative und privater Mittel reingepulvert und überhaupt Nichts ausgebaut. Im Kosten – Nutzen Verhältnis schneidet sich die öffentliche Hand da ganz klar in s eigene Fleisch! Aber man freut sich dann wohl endlich allein unter Opportunisten zu sein….

  4. Wie bitte?

    Genau, Martin, mit Beendigung der Kooperation mit Oikos tut sich nämlich eine Lücke auf, die keine offizielle ,Institution‘ je schließen wird. Gerade die unbürokratische, sofortige Hilfe von Oikos in dringlichen Fällen oder in Härtefällen, zeichnet diese Organisation aus. Dort wird zuerst nach Lösungen gesucht ehe gefragt wird, ob der Jugendliche ordnungsgemäß krankenversichert ist und ehe Vermittlungsversuche zwischen Jugendlichem und Eltern gestartet werden, wird abgeklärt WAS noch möglich ist und was nicht…und dies in Zusammenarbeit mit dem sttaatlichen Jugenhilfedienst, der eben auch die Verbindung zum Elternhaus der Jugendlichen darstellt. Dass Antoniadis nun so tut, als ob diese Zusammenarbeit nie stattgefunden hat ist entweder auf seine Unwissenheit zurückzuführen oder auf seinen unausgewogenen und unfähigen Beraterkreis, die ihn da eben schlecht beraten haben. Komisch auch, dass sich gerade in diesen Wochen in Raeren eine Organisation aus Deutschland formiert, die Jugendliche betreuen will…
    Eine gleichwertige , Rund um die Uhrr-Betreuung‘, wie die Funk’s den Jugendlichen bieten, erfordert sehr viel Engagement oder eben sehr viel Geld…das scheint die Regierung ja in genügender Menge zu haben…

    • vor knapp 10 Jahren

      war ich in einer prekären Situation und suchte abends noch fachliche Gesprächshilfe , bekam diese bei J. Funk. Obwohl er noch Termine hatte, nahm er sich meiner doch an, etwa so ca.21 h war das der Fall. Bestimmt packt „Otto Normalverbraucher“ um solche Uhrzeit ein und macht „in Familie“ anders, sprich sehr positiv bei J. Funk. Danke Herr Funk!

  5. Es war einmal...

    Patricia Creutz im Anmarsch.

    Sie hat wohl den Knall nicht mehr gehört. Noch so jemand, der sich beliebt machen will. Anstatt Vorsicht zu walten.

    Vergessen sind wohl die stark pro deutschen Zeiten des Funkemännchen-Stammbaums. Und selbst der Junior spuckte in der Vergangenheit ganz andere Töne.

    Aber heute? Heute musst es sich ja von irgendwas leben. Und so eine Immobilienverwaltung wie der Funkemann sie betreibt, muss ein Schaufenster wie die Jugendhilfe haben oder Integration oder Ephata und wie sein ganzer Strunz heißt.

    • Kerstges Angela

      Ich greife mal Ihre Bewertung „Funkemännchen“ auf . Dass sich der Vater eventuell auch Mutter von Johannes Funk sehr stark für die Erhaltung unserer Kultur und unsere deutschen Muttersprache eingesetzt hatten, habe ich auch in meinen damals jungen Jahren am Rande mit bekommen (Stiftung usw.). Wird aber meinerseits keineswegs verurteilt, im Gegenteil: Was wäre aus unserer Kultur geworden, hätte es in den 50er Jahren nicht dieses starke Engagement unserer Vorfahren gegeben?! Es gäbe weder Minister noch sonstwas , keinen BRF sondern einen RTBF in unserem Gebiet. Ich gebe freimütig zu, habe mich auch zeitweise zur Erhaltung unserer deutschsprachige Kultur engagiert.

      • Warum vermischen sie Äpfel mit Birnen ? Wenn der Vater von J.Funk Wichtiges für Ostbelgien geleistet hat, was sicher niemand bestreitet, entbindet das den Sohn nicht davon, sich an Regeln der Buchhaltung, an den Geschäftsführungsvertrag und an finanzielle Transparenz zu halten.Schade, dass es so weit gekommen ist, aber es wäre Zeit genug da gewesen (mindestens fünf Jahre) auf Bemerkungen, Rügen und Audits zu reagieren.

  6. DER UNTERSTÄDTER

    Herr Funk ein kleiner Fantast
    Immer neue Projekte die er anschiebt und was soll an dem Ephata denn gut sein
    Kinderbetreuung und ausserschulische Hilfe , mal versucht ihr Kind dort anzumelden ( aussage der Frau am Telefon: Sicher können sie ihr Kind anmelden , jedoch haben Kinder mit migarationshintergrund vorrang ….)
    Er brach das Zölibat und war auch als Priester nicht ganz unumstritten.
    Ein Scheinheiliger der meint schon Mutter Theresa zu sein sorry
    Und was ist denn damit dass sein Dienst angeblich nicht alle Kriterien erfüllt die eine weitere Zusammenarbeit erlaubt.
    Hab ich eine Firma die noch so produktiv ist und erfülle die Bedingungen nicht so droht mir auch die Schliessung.
    Sicher fehlt eine Einrichtung die Jugendlichen hilft aber die Bedingungen müssen stimmen und da scheint wohl der Hase im Pfeffer zu liegen.

    • systray0

      „Hab ich eine Firma die noch so produktiv ist und erfülle die Bedingungen nicht so droht mir auch die Schliessung.“

      Wenn jegliche Kindertagesstätte, Schule oder sonstiges als „Firma“ fungieren müsste, wäre es vorbei mit preisgünstiger Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Alles eine Sache der Sichtweise.

    • Kerstges Angela

      @Unterstädter, können Sie Ihre hier aufgeworfenen Behauptungen beweisen? Ich finde diese nämlich ziemlich gefährlich! Wieso soll denn jetzt plötzlich nicht mehr alles den Bedingungen entsprechen, und falls neue Bedingungen verlangt worden sind, seit wann denn z;B.?

    • Kritiker

      Auch dieser Kommentar ist gehässig und niveaulos. Oikos und Ephata leisten eine sehr gute und wertvolle Jugend- und Sozialarbeit im Eupener Raum. Engagierte Idealisten wie Johannes Funk (+ seine Frau) und Luc Assent sind in unserer Gesellschaft sehr rar gesät. Oikos und Ephata sind wichtige soziale Eckpfeiler, die meines Erachtens nicht zu ersetzen sind.

    • Ich bitte OD solche gehässigen und persönlichen Kommentare wie diesen und zuletzt immer wieder zu unterbinden. Was hat der Zölibat mit dieser Diskussion zu tun, außer Herrn Funk zu diskreditieren.
      OD sollte seine Regeln überwachen und solche
      Kommentare löschen.

  7. Eupenmobil

    Antoniadis erweckt den Eindruck, ein Getriebener zu sein. Sein Verhalten in der Affäre Oikos ist sehr unglücklich. Wird er von Lambertz getrieben? Will er sich bei jemandem beliebt machen? Das kommt, wenn jemand zum Minister gemacht wird, der weder Berufserfahrung noch Lebenserfahrung hat. NB. Mit Oikos habe ich nichts zu tun!

    • De jure-De facto

      A.ist wohl ein ganz unglücklicher Minister, denn auch in der Wurst-Geschichte ist er einfach nur peinlich. Das kommt davon, wenn Kinder an die Macht gehisst werden; man merkt sehr schnell, daß sie nicht erfahren genug sind, um ordentlich mit solchen Situationen umzugehen.

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