Leserbriefe

Johann Klos: Wer hilft mit?

Eigentlich wollte ich wieder mal irgendetwas mehr oder weniger Geistreiches unter die Leute bringen, bis mich meine Tochter bat, doch auch einem krebskranken Jungen, der sich zu seinen wohl letzten Weihnachten nichts anderes wünscht als Grüße aus aller Welt, eine Karte zu schreiben.

Bedenkt man, dass der kleine Kerl mit gerade mal 5 Lenzen wohl schon einige Zeit seines kleinen Lebens in Krankenhäusern verbracht hat, so wird schnell klar, wie sehr wohl sein kleines Ich darunter gelitten haben muss.

Jeder, der schon einmal das „Glück“ hatte, sein Inneres nach außen, zu tragen nach jeder Chemo, der weiß, wovon ich spreche.

Somit bitte ich euch alle, die mich ertragen, und auch die, welche mich am liebsten zum Teufel wünschen, dem kleinen Bradley, stellvertretend für alle Kinder in vergleichbarer Situation, eine Karte zu schreiben.

Auch wenn Weihnachten sich schon am Horizont abzeichnet, ist es nie zu spät.

Unmenge an Sonnenaufgängen wird der Kleine wohl nicht mehr erleben. Genauso, wie wir uns hier fast täglich „anpflaumen“, genauso denke ich, hat der Ostbelgier oder der DGler für andere Herz genug, um auch kundzutun, wie einfühlsam wir doch auch sein können.

Gebt Eurem Herzen einen Ruck und schreibt Bradley bitte Eure Weihnachts- und Neujahrsgrüße.

Danke und frohe, insbesondere besinnliche OD-Festtage.

Hier die Anschrift:
Bradley Lowery
5 Attlee Avenue
Blackhall Rocks
Hartlepool TS27 4BY
England

22.12.2016 Johann Klos, Eupen

        • Die Spendenaktion betraf ausschließlich GB dem Heimatland des Jungen. die Hintergründe dieses Aufruf sind uns allen hier nicht bekannt und tun auch nichts zu Sache

          Der hiesige Leserbriefschreiber bittet die Leser ausschließlich dem Jungen seinen Wunsch nach Weihnachtskarten zu erfüllen. Was ist denn daran bitte verwerflich.

          Anzunehmen das ihre Antwort auf meine Bemerkung aus der Verlegenheit erfunden wurde.

          Auch wenn Weihnachten in der heutigen Zeit nicht mehr das Ursprüngliche repräsentiert so sollte doch ein wenig Kontenance auch bei Ihnen noch in irgendeiner Gehirnregion zu finden sein.

          Selbst ewige Nörgler sollten sich einen Ruck geben. Mehr als das Porto brauchen sie nicht zu investieren.

          Dieser Leserbrief ist wohl der ungeeigneste Ort um in gewohnte Ausfälligkeiten ein Votum abzugeben.

          Lesen, sich eine Meinung bilden, schreiben oder auch nicht und darüber ein wenig Nachdenken wievielen kleinen Menschen auf der Welt von Anfang das hiesige nur für Kurze Zeit vergönnt ist.

          Danke wenn Sie dies für einmal so stehen lassen.

          • @ Observer,

            Sehr gut geschrieben! Den Zeitgenossen, die auch noch in solchen Fällen, wie bei dem krebskranken Jungen , nur dämliches Gelaber wiedergeben, ist eben nicht zu helfen. Die outen idT ihren wahren Charakter

        • Kerstges Angela

          @EdiG, punkto Seriösitat, habe kürzlich nur am Rande mitbekommen, da konnte irgendwo nachgewiesen werden, dass Schindluder getrieben worden sei mit Spendengelder. Mehr schreibe ich nicht dazu, man ist, denke ich, alt genug, um selbst zu entscheiden.

    • Johann Klos

      Zynische Fragestellung oder besorgt untermauert?

      Jedes Kind hat das Anrecht auf eine angemessene Kindheit. Da wir hier alle keinen direkten Einfluss auf die kriegtreiben Parteien ausüben können und es noch keinen Erdgas und Erdöl Cent gibt um wenigstens diese Kinder mit dem notwendigsten zu versorge, bleibt ihnen und allen die sich noch Gedanken machen nur durch die Spende das Leid zu lindern. Ein ganz anders Thema.
      Mir ging es nur darum einem Jungen der wohl begriffen hat das er nur noch kurz hier verweilen wird seinen Wunsch zu erfüllen. Ich möchte durch diesen Aufruf aus dieser Seite keine Diskussion ausnehmen in welcher wir wie immer in gegenseitige Platidüden verfallen.

      Der Mensch ist und bleibt nun mal das grausamste aller Säugetiere.

      • Nein Herr Klos, kein Zynismus.
        Das Schicksal des Jungen berührt. Aber es gibt unzählige Kinder, die ein ähnliches Schicksal trifft. Wenn in diesem Forum von denjenigen, die jetzt Karten schreiben über Flüchtlinge aus Kriegsgebieten hergezogen wird, betrifft dies auch Kinder, die traumatisiert wurden und durch das Schüren von Ressentiments weiter traumatisiert werden. Die Zukunft dieser Kinder wird von Hetzern in „sozialen“ Netzwerken mit Füßen getreten. Vielleicht beruhigen diese dann mit Karten schreiben ihr sonst nicht vorhandenes Gewissen.

        • Johann Klos

          Nun ja zum einen vergessen Sie die überwiegende Anzahl von OD lesern welche nie einen Kommentar hier abgeben würden. Auf diese Leute lag meine Hoffnung.
          Ich gaube kaum das durch und durch Zyniker sich die Mühe machen werden und dem Aufruf folgen werden. Die 0,02 % Ostbelgier und Eurotouristen von denen Sie reden mal ehrlich kommt es darauf an?

    • Blödsinn à la EdiG, verehrte(r) Aleppo Deplaziert Ihre Bemerkung. Leid gegen Leid soll man nicht aufwiegen! Die Kinder, die den Krieg überlebt haben, haben irgendwann, so hoffe ich jedenfalls, noch eine Zukunft vor sich. Das besagte Kind jedoch nicht mehr!

  1. Linda Klos

    Danke Papa! Ich bin stolz auf dich und dafür deine Tochter sein zu dürfen! Und an diese ganzen streitsüchtigen verbitterten Seelen hier…Ihr tut mir leid und ich wünsche euch Gesundheit und die Kraft mit eurem unterkühlten Herz den Rest eures Lebens zu bestreite!

    • Réalité

      Ja Linda, Du darfst stolz auf Deinen Papa sein!
      Er hat ein gutes Herz! Dies fehlt heute leider vielen Menschen auf der Welt. Denen ist es schnuppe, Hauptsache mein Konto ist gefüllt, wie es Dir geht ist mir doch egal! Hauptsache mir regnet es nicht ins Bett.
      Wünsche Dir ein frohes Weihnachtsfest, und ein gute neues Jahr!
      Bleibe so wie Du bist. Du wirst Deinen Weg machen, ganz sicher!

    • Genau, Linda, viele streitsüchtige verbitterte Seelen gibt es hier, da stimme ich dir zu.

      Meine Hoffnung sind die jungen Leute, die all die Probleme der Welt jetzt oder eines Tages auszubaden haben. Hoffentlich gehen die in Scharen zu den Wahlen, anstatt sich wie z.B. nach dem Brexit-Votum übergangen zu fühlen. Denn Demokratie bedeutet: Da mitmischen, wo viele Leute anderer Meinung sind und wo es wirklich um die Schaltstellen der Macht geht, und nicht nur auf Facebook und Konsorten dabei sein. Andernfalls hat man gegenüber dem „anderen“ Teil des Volks schon verloren.

      Meinen Gruß schicke ich Bradley erst morgen und hoffe, er möge mir eine leichte Verspätung verzeihen.

  2. Ich wünsche Linda Klos einen guten Rutsch, une bonne année and a happy New Year!

    Kein anderer Kommentar hier hat mich dieses Jahr mehr zum Nachdenken gebracht und hat mir besser gefallen als deiner. Du setzt belanglosen Worten und Hass bedeutungsvolle Taten und Liebe entgegen. Pass gut und stets auf dein warmes Herz auf. Und auf dich selbst.

    Ganz liebe Grüße auch an deinen großartigen Papa. Ihr scheint viel voneinander gelernt zu haben.

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