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Hohe Auszeichnung für ehemaligen BRF-Redakteur Luc Walpot, heute Korrespondent des ZDF in Istanbul

Der aus Ostbelgien stammende Journalist Luc Walpot. Foto:ZDF

Der seit vielen Jahren fürs Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) als Korrespondent arbeitende und aus Ostbelgien stammende Journalist Luc Walpot wird mit dem renommierten Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis ausgezeichnet.

Luc Walpot, seit 2012 Leiter des ZDF-Studios in Istanbul (Türkei), erhält die hohe Auszeichnung zusammen mit Uli Gack, Leiter des ZDF-Studios in Kairo (Ägypten).

Die Jury verleihe den Preis an zwei Journalisten, „deren Berichte aus den Krisengebieten des Nahen Ostens und der Türkei die Nachrichtensendungen ihres Senders seit vielen Monaten prägen“, so das ZDF.

ZDF-Chefredakteur Peter Frey erklärte: „Ich freue mich sehr, dass mit Hans-Ulrich Gack und Luc Walpot zwei herausragende ZDF-Korrespondenten ausgezeichnet werden. Sie zeigen die Wirklichkeit von Krieg und Krisen mit unverstelltem Blick. Mit großem persönlichem Einsatz halten sie auch widrigen Arbeitsbedingungen stand. Ihre Berichte helfen in diesen unübersichtlichen Zeiten, die Ursachen, zum Beispiel der Flüchtlingskrise oder der Konflikte um Wahlkampfauftritte türkischer Politiker, besser zu verstehen.“

Seit 1997 fürs ZDF tätig

Luc Walpot, geboren 1959, begann seine Laufbahn als Journalist 1983 beim Belgischen Rundfunk (BRF), wo er bis 1996 tätig war.

1996 und 1997 arbeitete er als Freier Journalist für den WDR, bevor er zum ZDF wechselte.

Luc Walpot (rechts) als BRF-Redakteur beim Interview anlässlich der Gemeinderatswahl 1994 in Lontzen. Foto: 60 Jahre BRF

Beim Mainzer TV-Sender war Walpot zunächst Redakteur und Reporter beim ZDF-Morgenmagazin. Anschließend berichtete er für  die Redaktion „Aktuelles“ aus den Studios in Washington, Paris, Brüssel, Moskau, Tel Aviv und aus dem ehemaligen Jugoslawien.

Luc Walpot (rechts) als BRF-Redakteur beim Interview anlässlich der Gemeinderatswahl 1994 in Lontzen. Foto: 60 Jahre BRFWalpot hatte Reportereinsätze in zahlreichen Krisengebieten. 2001 bis 2008 war er Leiter des ZDF-Studios in Kairo, 2009 bis 2011 der ZDF-Redaktion „heute“, bevor er 2012 nach Istanbul übersiedelte.

Mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Fernsehjournalismus werden jährlich einmal Fernsehjournalisten ausgezeichnet, die in ihrer Arbeit Herausragendes geleistet haben.

Der Preis wurde nach dem Tod des „Tagesthemen“-Moderators Hanns Joachim Friedrichs im Jahre 1995 von einem 15-köpfigen Freundeskreis des Moderators ins Leben gerufen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Ausgezeichnet wurden bisher so ziemlich alle Frauen und Männer, die im deutschen Fernsehjournalismus Rang und Namen hatten oder noch haben – von Thomas Roth über Maybritt Illner, Sandra Maischberger, Anne Will und Frank Plasberg bis Marietta Slomka. (cre/ZDF)

  1. Réalité

    Glückwunsch! Herr Walpot! Sie haben es verdient! Schade fûr den BRF den Sie damals verliessen! Solche Kräfte wie Sie, der Reinhard Becker, Guy Jansens, Guido Arimont, ein jeder in seinem Bereich, fehlen diesem Sender besonders!

  2. Vox Calaminae

    Nur zur Info für unsere Eupener Freunde! Luc ist Kelmiser, in Hergenrath aufgewachsen und Belgier! Sein aus dem Voergebiet stammende Vater führte in Hergenrath ein Transportunternehmen. Seine Schwester ist die ehemalige Lokalpolitikerin und Gemeinderätin Erna Walpot. Bravo Luc. Die Kelmiser sind stolz auf dich!

      • Sockenschuss

        Stimmt!
        Es wird ja nirgendwo in Ostbelgien so fehlerfreies und akzentfreies Deutsch gesprochen wie in Eupen.
        Fragen wir mal Frau Völl :-)
        Und das eupener Französisch ist noch viel schlimmer.

        Ihr seid die Sachsen Ostbelgiens

    • Zappel B.

      Danke für die „Aufklärung“, Vox Calaminae.
      @kein Eupener : meine Frage nach der Nationalität war ausschl. meiner ewigen Neugier geschuldet, für die ich im Familien- und Bekanntenkreis auch schon mal belächelt werde… Weit weg von jeglicher Kritik. Also Keep cool !!! Übrigens, Deutscher zu sein ist doch auch keine Schande, oder?
      Ich glaube (habe nicht überprüft) dass es hier im Thread keine weiteren „Meckerer“ gibt. Und ich bin hier der falsche „Beschuldigte“, was nicht heißt dass ich nicht auch meckern kann. Und wie schätzen Sie, ‚kein Eupener‘, Ihr eigenes Posting überhaupt ein? Man ist und bleibt immer ein Eupener, egal wo … ;)

  3. Vox Calaminae

    An die GE-Redaktion: Kelmis gehört zwar zu Ostbelgien aber auf gar keinen Fall zum sogenannten „Eupener Land“. Wann kapieren Sie das endlich? Es grüßt freundlich Ihre Vox Calaminae

  4. Kein Eupener

    Schon lustig, der Ostbelgier sucht immer das Haar in der Suppe bzw. jemanden über den man herziehen kann. Selbst bei den trivialsten Themen findet sich jemand den man kritisieren kann. Obwohl, das wäre zu pauschal, die Gruppe sollte man dann doch spezifizieren. Ca. die Hälfte der durchschnittlichen Ostbelgiendirekt-Leser, die ihren Senf abgeben „müssen“ finden immer was zu motzen. Sind es nicht die Deutschen oder der gemeine Politik über die man lamentieren kann, dann nimmt man den Eupener, den Eifler, den Kelmiser,… Sehr unterhaltsam und besser als jede Soap!
    Dann höre ich nun auch mal auf meinen Senf von mir zu geben und sage:

    Herzlichen Glückwunsch Luc Walpot, wo auch immer Sie herkommen mögen, danke für die tollen und fundierten Berichte im abendlichen ZDF-Programm aus den Krisenregionen dieser Welt.

    • Réalité

      Nun ja, Kein Eupener!? Wer weiss denn ob Sie überhaupt den richtigen Namen hier schreiben!? Vielleicht sind Sie sogar ein wasch echter Eupener? Wenn Sie sich schon alleine die „Kaskaden“ an Kommentaren von heute Morgen hier ansehn….ich zumindest habe schon verstanden!?
      Zu motzen, ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen bei vielem.
      Etwas kritisieren was schief und blöd läuft, dass ist nun mal die logische Suite von Fakten, Realitäten und Ergebnissen, welche zum teil, ob gewollt oder nicht, nun mal da sind!
      So z Bspl bei unserer Politik! Da ist es doch folglich logisch das der gebeutelte Steuerzahler aufmüpft.
      Er muss den ganzen Klimbim doch bezahlen, ob Senf oder nicht! Den bekommt er dann noch gratis drauf!
      Sehen Sie lieber Eupener! Man muss ja auch nicht immer einer Meinung sein!?
      Nur bei dem: was Recht ist das ist Recht!
      Ihnen bereits jetzt ein frohes und „Motzfreies“ Osterfest, mit vielen lächelnden Häschen im Neste! (wohl die nur aus Schokolade!?_?)

      • Kein Eupener

        Nö, wohne nicht in Eupen, in der Stadt lebt es sich freier. Da interessiert es keinen ob man aus Eupen, Kelmis, Sankt Vith oder Amel kommt. Zumal mein Beitrag nicht die Aussage trifft, dass man die Politik nicht kritisch hinterfragen soll. Gut, hat dann in den Augen mancher den Nachteil, dass es auf den ersten Blick unpersönlicher wirkt. Hat wohl beides sein Für und Wider. Es ging mir mehr darum, dass hier viele Griesgrame rumlungern, die selten über den heimischen Gartenzaun schauen.
        Ihnen auch ein ernst gemeintes, frohes Ostern!
        P.S.: Die aus Schokolade haben zu viele Kalorien.

  5. War mit Luc in der Schule. Ein richtiger Kelmiser, bescheiden. Und wie viele aus dem Norden sprachengewandt. Einer der besseren Journalisten, die mit Zurückhaltung kommentieren.
    Bravo und weiter so !

    • Pensionierter Bauer

      Luc Walpot hat mich zu seinen BRF Zeiten einige Male befragt und interviewt. Er war immer sehr wissbegierig, interessiert und,ganz wichtig, korrekt und fair in der Fragestellung und Wiedergabe.
      Herzlichen Glückwunsch zu diesem wohlverdienten Preis.

      • Réalité

        Nun, Herr Bauer, soviel mir bekannt ist, war der Luc Walpot wohl nicht für die Landwirte zuständig! Auch, und schon gar nicht in der Zeit!? Oder waren Sie schon damals, oder sind Sie sogar noch heute in der Politik zugegen!?_?_? Was ich ja seit langem schon vermute?_?_?

        • Pensionierter Bauer

          Doch doch Herr Rèalité, der Luc Walpot war auch hin und wieder bei Bauernveranstaltungen als BRF Journalist dabei. Aber er hat mich auch schon in politischen Kreisen interviewt. Ja ich war auch in der Kommunalpolitik viele viele Jahre tätig. Glauben sie mir, ich habe in vielen Bereichen den Durchblick und kenne viele aus dem gesellschaftlichen Leben.

  6. Ich denke, hier und heute ist der richtige Zeitpunkt, um weitere ethnologische Studien, diesmal über die Kelmisser, hier preiszugeben. Bei meiner letzten Abhandlung bin ich auf die klimatischbedingte Humorlosigkeit der Eifler eingegangen und habe viel Zuspruch erhalten.
    Also; der gemeine, autochtone Kelmisser hat in der Regel eine zwielichtige Vergangenheit. Das heutige Kelmis hieß von 1816 bis 1919 Neutral-Moresnet und war von 1816 bis 1919 ein 3,4 km² großes neutrales Territorium, das als Mikronation zwischen dem Vereinigten Königreich der Niederlande, Belgien und Preußen bzw. (ab 1871) dem Deutschen Reich gelegen war. Hierhin flüchtete jeder, der in einem dieser drei Länder etwas verbrochen hatte, um sich dem Zugriff der Polizei zu entziehen. Die Vorfahren unserer lieben Kelmisser Freunde sind also Gesetzlose oder Outlaws, Betrüger und Tagediebe. Mit dem Humor der Kelmisser ist es auch nicht weit her, aber aus ganz anderen Gründen verglichen mit dem Eifler.
    Dazu muss man wissen dass Neutral-Moresnet aufgrund seiner günstigen Lage zwischen den drei Nationen von den Esperanto-Gründern als Domizil auserkoren wurde. An der Sprache der Kelmisser merkt man heute noch, dass sie ein Idiom ist, die aus vielen anderen Sprachen entstanden ist, ähnlich dem Esperanto. Hier liegt der Grund für den mangelnden Sinn für Humor des gemeinen Kelmissers. Aufgrund seines Sprachenamalgams ist er oft einfach nicht fähig eine der drei anerkannten Sprachen zu verstehen. Zu seiner Verteidigung muss man also feststellen, dass er wahrscheinlich schon so etwas wie Humor besitzt, er aber sprachlich an Grenzen stösst. In meinem nächsten Essai widme ich mich den Raerenern.

  7. die Wahrheit

    Gratulation an Luc, freut mich sehr, wenn er auf Sendung ist. weiter so!!!

    Man muss doch festhalten, dass wir auch die Arbeit unserer Journalisten, Reporter in Ostbelgien, ob frei oder angestellt, ob für BRF, Grenzecho, Ostbelgien Direkt, Radio Contact, KurierJournal, Wochenspiegel, etc loben sollen. Sie berichten für uns. Viele sind für uns unterwegs. Sie haben es auch nicht einfach. Ihnen werden die Hände seitens der Behörde auch oft gebunden. Würden sie alles bringen, was sie wüßten, dann ginge es in Ostbelgien rund. Da bin ich mir sicher. Schlecht für die ostbelgische Presse ist es, dass die Presseorgane Fördergelder erhalten. Das sind Fesseln der Demokratie. Aber man muss auch ehrlich bleiben, ohne Fördergelder ist in unserer Region Pressearbeit unmöglich. Es ist nicht zu bezahlen.

  8. Hiermit schlage ich Herrn Luc Walpot frühzeitig für die Wahl zum Ostbelgier des Jahres 2018 vor.

    PS: Auf dem obersten Foto ist auch Herr Alfred Lecerf zu erkennen, damals allerdings noch um 64.000 € ärmer.

  9. Atomicblue

    Scuola, ich habe sehr wohl nachgedacht, bevor ich meinen Beitrag gepostet habe. Wenn man die Berichte zuvor gelesen hat (WER LESEN KANN IST KLAR IM VORTEIL), weiß man, wieso ich dies gemacht habe. Durchschnittlich intelligente Menschen haben das mit Sicherheit verstanden.

    Nicht ich, sondern SIE sollten sich besser informieren und nachdenken, bevor Sie etwas schreiben.

  10. Vox Calaminae

    @romuH: Quelle misère! Ihr sogenanntes Essai steht auf wackeligen Beinen. Sie verdrehen die geschichtlichen Tatsachen wie es ihnen in den Kram passt. Zu behaupten, dass die Vorfahren der alochtonen Kelmiser alles Gesetzesbrecher waren, grenzt an eine Beleidigung! Über hundert Jahre lang stand dieses kleine neutrale Gebiet unter gemeinsamer preußisch-niederländischer, nach 1830 unter preußisch-belgischer Verwaltung. Richtig ist, dass sich während der neutralen Zeit viele Vorfahren der alochtonen Kelmiser hier niederliessen. Das hatte aber überwiegend mit der Tatsache zu tun, dass es hier Arbeit gab. In 1900 beschäftigte die Vieille Montagne in Kelmis und Umgebung um die 450 Arbeiterinnen und Arbeiter! Die Einwohnerschaft dieser „am Kreu­zungspunkt der Völker“ gelegenen Gemeinde war bunt gemischt. „Nach dem Er­gebnis der Volkszählung vom 10. Juni 1901 setzte sie sich wie folgt zusammen: 1470 Preußen (42,82 %), 1169 Belgier (34,05 %), 438 »Neutrale« (12,76 %) und
    353 Niederländer (10,28 %)und 3 Angehörige anderer Nationalitäten“ (Quelle: Dr. Herbert Ruland, Grenzgeschichte). Ich verkneife mir eine Anmerkung zur Herkunft der größten Bevölkerungsgruppe, der sie sehr wahrscheinlich angehören…

    • Sockenschuss

      Dann verhielt sich die Zusammensetzung der Volksgruppen damals in Neutral-Moresnet ja in etwa so, wie im heutigen Raeren. Schock.

      Dann dürfen wir ja mit „Freude“ der angekündigten Essai über die Raerener mit verdrehtem Humor – romuH’s erwarten.

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