Politik

Für Medienministerin Weykmans ist beim BRF alles in bester Ordnung

DG-Ministerin Isabelle Weykmans. Foto: OD

Fast schon im Stil der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die im Laufe der Jahre das Herunterspielen von Problemen zu einer politischen Kunstform entwickelt hat, hat die ostbelgische Medienministerin Isabelle Weykmans (PFF) am Dienstag im Ausschuss II des DG-Parlaments auf eine Frage des CSP-Abgeordneten Mirko Braem über die personellen Veränderungen beim BRF sehr ausweichend geantwortet.

„In der letzten Woche bestätigten sich eine Vielzahl von einschneidenden Personalveränderungen beim Belgischen Rundfunk“, hatte Braem eingangs seiner Frage bemerkt.

Laut den Berichten diverser ostbelgischer Medien gebe es „strukturelle Unstimmigkeiten beim BRF“, die zu den ungewöhnlich zahlreichen Abgängen geführt hätten, so der CSP-Politiker.

Chefredakteur Rudi Schroeder hat um Entbindung von seinem Amt gebeten, Brüssel-Korrespondent Alain Kniebs und Kathrin Margraff lassen sich freistellen, und Heike Verheggen wechselt zu Radio Contact.

Der CSP-Abgeordnete Mirko Braem (auf diesem Archivbild mit Marion Dhur, die nicht mehr dem Parlament angehört). Foto: Gerd Comouth

Es herrsche „seit geraumer Zeit Unzufriedenheit in der BRF-Redaktion“, zitierte Braem das Grenz-Echo. Falls sich diese Aussage bestätige, wäre dies „ein besorgniserregender Zustand“.

Mirko Braem wollte deshalb von Isabelle Weykmans u.a. wissen:

– Wie schätzen Sie die aktuellen Personalveränderungen beim Belgischen Rundfunk ein?

– Welche Gründe sehen Sie in den zahlreichen Abgängen der Mitarbeiter?

– Welche Folgen hat dies für den öffentlichen Auftrag des Belgischen Rundfunks?

Obwohl letzte Woche nicht nur auf „Ostbelgien Direkt“, wenngleich vor allem dort, sondern auch in den Foren von Grenz-Echo und BRF zum Teil herbe Kritik am öffentlich-rechtlichen Sender geübt wurde, dessen Ausrichtung und Programm nach Meinung vieler nicht mehr den heutigen Ansprüchen genügen, der Sender die DG aber jährlich über 5,5 Millionen Euro kostet, scheint für Isabelle Weykmans die Lage beim BRF nach wie vor in bester Ordnung zu sein.

„Es ist nicht ungewöhnlich…“

In einer kurzen Erklärung betonte die Medienministerin: „Den beim BRF aktuell stattfindenden Personalveränderungen liegen die verschiedensten Beweggründe zu Grunde. 
Es ist nicht ungewöhnlich, dass in einem Betrieb dieser Größenordnung über einen kurzen Zeitraum mehrere Personalmitglieder ihre Berufslaufbahn neu orientieren.“

Ministerpräsident Oliver Paasch (rechts) im Gespräch mit BRF-Chefredakteur Rudi Schroeder, der darum gebeten hat, von seinen Aufgaben als Chefredakteur entbunden zu werden. Foto: OD

Weiter sagte sie: „
Dass jüngere Mitarbeiter einen etwas längeren Urlaub beantragen, um andere Horizonte zu erkunden, andere ihre berufliche Zukunft an anderer Stelle fortführen oder sich ganz neuen Herausforderungen in einem anderem Job stellen möchten, ist durchaus gängige Praxis.“

Im Übrigen, so die Ministerin, sei es auch nicht ungewöhnlich, dass Mitarbeiter mit einem höheren Dienstalter um eine betriebsinterne Versetzung bitten. Diese einzelnen persönlichen Bewegründe sind an dieser Stelle nicht von mir zu bewerten. Ich sehe durch diese personelle Veränderungen keine direkten Folgen auf die korrekte Ausführung des öffentlichen Auftrags durch den BRF.“ (cre)

Siehe auch Artikel „Liebe Heike Verheggen, lieber Olivier Krickel!“

Siehe auch Artikel „Moderatorin Heike Verheggen wechselt vom BRF zu Radio Contact“

  1. Ihr Vergleich der Frauen Weykmans und Merkel scheint mir gelinde gesagt etwas übertrieben!? Dazwischen liegen wohl Welten. Die Frau Weykmans war, ist und bleibt schwach. Was soll auch hier eine Ministerin von deren vieren insgesamt wohl alles rum reis(s)en können. Eine(r) Ja, aber für alles, das wäre die Norm, aber nicht deren Vier für so eine Kleinigkeit!? Der helle und verschwenderische, aber besonders sehr teure Wahnsinn! Verkleinern drastisch oder ganz abschaffen!

  2. Hat denn jemand von Weykmans was anders erwartet? Eine flammende Rede, in der Tacheles geredet wird, hat die noch nie gehalten. Insofern ist der Vergleich mit Merkel gar nicht so falsch.

    • Genau. Die Weidmanns lebt nach dem Motto: viel Geld für wenig Leistung. Vergleichsweise müsste Frau Merkel monatlich 10 Millionen Euro verdienen. Das kann sich das reiche Deutschland nicht mal leisten. Ostbelgistan aber wohl. Besser wäre jedoch die Weidmanns erhält leistungsgerecht 10 Euro monatlich

  3. „der Sender die DG aber jährlich über 5,5 Millionen Euro kostet, scheint für Isabelle Weykmans die Lage beim BRF nach wie vor in bester Ordnung zu sein“
    So viel zur Luftpumpe Weykmans!

    • Verschwender

      Realist, wenn man auch noch bedenkt das man für das Geld jedes Jahr ein Dutzend neue Häuser bauen kann? Für die Qualität? Steht in keinster Relation das ganze. Verschwendung höchsten Grades!

      • „das man für das Geld jedes Jahr ein Dutzend neue Häuser bauen kann“
        Das würde für mich Sinn machen, anstatt diesem, von der Politik gesteuertem Sender das Geld in den Popo zu stecken!

  4. Aktion Cremerhilfe

    Wie stehen Sie dazu, EdiG?

    Je mehr Kommentare, desto mehr Aufmerksamkeit!

    Spendet Herr Francois noch ein paar Postszur allgemeinen Belustigung?

    Das Volk will Brot und Spiele. …und wir sind das Volk!

  5. ?_?_?_?_?_?_?

    … … Wenn ich mir die ganzen Berichte über diese Sache anschaue,
    dann erweckt sich in mir der Verdacht,
    dass die Gebrüder Grimm von den Toten auferstanden sind !

  6. Ausser langweilige Texte ablesen ;kann die nicht viel.
    Jede Sache aussitzen für einen Haufen Steuergelder.
    Die hat doch noch nie in einem Betrieb gearbeitet. Gibt eine ganz schwache “ Ministerin „ab.

  7. LosKotzos

    Ich weiß nicht was die Leute hier haben, dabei machen unsere Minister ihre Arbeit hervorragend.
    Sie schaffen Autonomie ohne Verantwortung zu übernehmen.
    Kosten spielen keine Rolle.
    Solange andere beziehungsweise Brüssel zahlen kämpft man hier für Zuständigkeiten.Da gehört ein eigener Radiosender einfach dazu.
    Mit jedem Arbeitsplatz den man hier schafft sichert man seinen eigenen Job.
    Hier kann doch kein Mensch daran glauben das man vorhat etwas zu ändern oder etwas negatives
    von sich gibt.
    Echt schlau unsere Minister.

    • Réalité

      Das ist typische Edi Meinung. Bei Ihm, und nur bei Ihm ist alles Top was unsere Regierenden tun. Sie sollen sich mal die allermeisten andern Kommentare hier zu Herzen nehmen. Da spricht reine Tatsache heraus, und gegeben Fakten. Genau so wie die Lage ist. Der Bürger ist es satt verzerrte Realitäten zu hören und zu lesen. Einzig die Fakten zählen.

      • @ Réalité

        Ich habe zwqar keine Ahnung worauf Sie jetzt anspielen? Der einzige Beitrag den ich zu diesem Thema geschrieben habe betraf „Der 7. Sinn“ und seine Aussage zu Stefan Raab und Herrn Kohl. Aber wenn es um Fakten geht sind Sie ja ohnehin weit hinter dem Mond.

        • Réalité

          @EdiG, Ihre schlauen Sprüche und Predigten können Sie anderswo rausposaunen!?_? Hier bei OD kommen die sowieso nicht mehr an! Einfach nur die Kommentare lesen, mehr nicht! Ihre Lobhudeleien auf ein total überzogenes Gerüst an viel zu vielen Leuten, damit überteuert und überflüssig sind genau so überzählig wie dieses! Schon anhand unserer so bescheidenen Grösse, einer gerade mal mittelgrösseren Kreissstadt. Der Tatsachen und Normalität dermassen entrückt das es ein einziger Führungsmensch glattweg als Solist bearbeiten könnte. Es dient nur den Erfindern und den Ausübenden. Einzig und allein! Das sind die Fakten EdiG! Sie übersehen das sachliche und reale, nur wollen Sie es nicht einsehen!? Weil selber daran beteiligt!?_?

  8. Vorschlag : Macht den Laden dicht, hat sowieso keine Zukunft. Täglich werden es weniger Hörer. Die heranwachsende Jugend hört kein Radio und liest auch keine Zeitung. Musik kommt aus dem Internet, Informationen und Nachrichte auch.
    Bei den Medien ist ein Riesenwandel im Anmarsch, auch Fernsehen wird es in der alten Form schwer haben. Die Zukunft heißt „Streaming“ und „on demand“ , Netflix und Co..

    Repariert doch mit dem eingesparten Geld unsere Straßen. Die haben es bitter nötig.
    PS: Und wenn noch Geld übrig ist, räumt jemand bitte das Straßenschild mitten im Olengraben weg, das steht seit Monaten auf der Fahrbahn und sorgt täglich mehrfach für gefährliche Situationen. Das Loch wird eh nicht repariert, ist ja auch niemand für zuständig.

  9. Bürger II

    Wenn ich mir das knurige Gesicht dieser Frau schon ansehe , kann ich verstehen das da keine ordentliche Antwort raus kommt . Die Freundlichkeit und Aroganz dieser Frau ist einfach zum k…….

  10. Es ist also alles in Ordnung beim BRF !
    Dabei reicht es, sich einmal nur einen Tag lang das Programm des BRF anzutun, um festzustellen, dass die Mitarbeiter nicht nur die Hörer sondern sich offensichtlich selbst langweilen. Der BRF ist eine Geldvernichtungsmaschine … aus der medialen Steinzeit.

  11. Die Politik will doch keinen guten, leistungsfähigen und volksnahen BRF. Für die ist allein wichtig, dass der BRF seinen AUFTRAG erfüllt, auch wenn der die Hörer langweilt.

  12. Der 7. Sinn

    Ich sag mal so, als Stefan Raab im TV bissl Kram gemacht hat, kam auch nicht der Kanzler (ja da gabs noch nicht die Frau Merkel, Kohl und Schröder, die kam etwas später) hervor und hat alles verboten oder Pro Sieben bestraft. Klar ist der BRF veraltet und das BRF TV komplett überflüssig, genauso wie die DG Minister hat.

    • @ Der 7. Sinn

      Nein, die arme Frau musste Stefan Raab schon selbst verklagen weil ihr aus Politik und Aufsichtsbehörde niemand geholfen hat. Nicht einmal eine Rüge des Fernsehrates wegen fortgestzten Mobbings gab es. Erst nachdem Herr Raab rechtskräftig verurteilt war bemühte man sich bei seinen „Spässen“ etwas besser hinzuschauen.

  13. Frau Mahlzahn

    Ich wollte mir die Aufgabe zukommen lassen, das Thema des professionellen Journalismus des Heike/Oliver Thread, in die Breite zu tragen! Ich kann Edig ja nicht alles machen lassen.
    „Für Medienministerin Weykmans ist beim BRF alles in bester Ordnung“ So der Tite des „Journalisten“.
    Find ich im keinen Zitat. Sie schreibt es ist nicht ungewöhnlich. Ich glaube Sie ist fern von der Mitteilung, dass alles in Ordnung ist, wird Ihr aber in den Mund gelegt.
    Dies find ich nicht in Ordnung.
    Los geht’s.

    • Ostbelgien Direkt

      @Frau Mahlzahn: Der Titel ist kein Zitat, nirgendwo steht etwas zwischen Anführungszeichen. Die Kollegen vom GE titeln „Weykmans: Kein Kopfzerbrechen wegen Lage beim BRF“. Das hat Weykmans auch nicht so gesagt, der Titel gibt aber sinngemäß ihre Position wieder. Nichts anderes hat OD gemacht. Gtuß

  14. So kann der BRF etwas besser werden:
    – Moderatoren sollten ihre Sendungen vorbereiten und vor allem die Nachrichten vorher durchlesen.
    – Auch mal was Neues riskieren und nicht immer dieselben Floskeln.
    – Sich nicht an ein Durchschnittspublikum richten, weil es keine Durchschnittshörer gibt.
    – Sich nicht auf Forsas seltsame Umfragen verlassen.
    – Einige Journalisten müssten nochmal Grundsätzliches lernen: Fragen nicht zu lang, nachfragen, recherchieren.
    – Mehr Verlässlichkeit, vieles scheint von der Laune der redaktion abhängig.
    – Besser gutes Radio und kein TV als mittelmäßiges Radio und etwas TV.
    – Ein bisschen weniger Umgangston und mehr Akkusativ.
    – Mal was Lustiges einbauen.
    – Kniebs überreden zu bleiben.
    – …

  15. Keine Ordnung!

    Nichts ist in Ordnung in O.B. Auch wenn die Minister immer so tun als ob!? Alles viel zu teuer und in der ganzen Welt wohl einmalig in der Konstruktion. Und wir müssen es so hinnehmen? Hoffentlich nicht mehr lange?

    • Euro Bürger

      naja, alles in Ordnung beim BRF! Stelle ich nun doch in Frage, da ich heute über Antenne vernahm, dass H Verheghe am morgigen Samstag die BRF2 Frühsendungen moderieren soll. Kann mich beim besten Willen nicht erinnern, wann das mal geschehn wäre

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