Leserbrief

Edwin Kreitz: ICE Bucket Challenge

Liebe Freunde der ICE Bucket Challenge,

dass viele unbekannte Menschen an dieser Aktion teilnehmen, dabei Ihren Spaß haben und eine gute Sache unterstützen wollen, kann ich noch nachvollziehen. Dass aber Abgeordnete, Minister, also Entscheidungsträger an dieser Aktion teilnehmen, zeigt, welche Strategie sie verfolgen: Publicity um jeden Preis und die Jagd nach Beliebtheit und Wählerstimmen.

Es gibt jede Menge politische Herausforderungen u.a. im Bereich von Krankheiten wie ALS, aber auch im Klima- und Naturschutz. Herausforderungen, die diese Politiker selbst beeinflussen können.

Sie können ENTSCHEIDUNGEN treffen und brauchen keine EISWASSERDUSCHE.

Ich bitte euch, als Wähler, diese Politiker in den nächsten fünf Jahren daran zu erinnern und zu fragen, ob ihre politische Arbeit irgendwas an der Situation ändert: ob bspw. Pflegeberufe aufgewertet werden, ob es eine anständige finanzielle Absicherung für Menschen gibt, die an ALS leiden oder die ALS-Patienten zu Hause betreuen. Ob Geld für die Forschung ausgeben wird. Welche politischen Maßnahmen überhaupt noch möglich sind, wenn dauernd gespart wird, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.

Das, weil man immer noch an einem veralteten Geld- und Wirtschaftssystem festhält. (Belgien muss bspw. 17 Milliarden Euro einsparen)

Mal gespannt, wer von diesen Politikern, dann mit den Antworten auf eure Fragen, so schnell wie bei der Icebucketchallenge, hier auf Facebook ein Video veröffentlichen wird. Oder welcher Politiker überhaupt Antworten hat.

Alles sehr seltsam, es gibt mehr Geld als je zuvor auf dieser Welt, doch wir sind auf Spenden angewiesen um eine Krankheit zu erforschen.

Dient die Politik eigentlich noch den Menschen? Tragen diese Politiker überhaupt noch Verantwortung? Oder ist das hier eine Art Puppentheater?

29.8.2014 Edwin Kreitz, Hillesheim

8 Antworten auf “Edwin Kreitz: ICE Bucket Challenge”

    • gerhards

      Hallo Realität,

      morgen fall ich bestimmt auch auf. Allerdings ist es keine Effekthascherei, sondern zwei drei Köpi (leider kein Bit) op dr Maat enn Öpe ;-)
      Komm vorbei dann stoßen wir auf ed Klimbing an.

  1. Challenge

    Es ist wie bei sovielen Dingen. Es gibt eine positive und eine negative Seite. Es hängt immer davon ab, welche man sehen möchte. Sicherlich stört es verschiedene Politiker nicht, durch die Challenge, in einem besseren Licht zu stehen. Auf der anderen Seite kommen Spendengelder zusammen und es wird auf eine seltene Krankheit aufmerksam gemacht, die wegen ihrer Seltenheit nicht lohnenswert von der Pharmaindustrie erforscht wird. Als Spender, musst du einfach hoffen dass etwas sinnvolles mit dem Geld passiert. Ich bin mir sicher, dass eine Grosszahl der Menschen einfach nur etwas gutes tun möchten. Dass sich unter den Spendern auch „Profiteure“ befinden , kann man nicht ausschliessen. Am Ende zählt das Resultat. Spenden für die ALS Organisation.

  2. Réalité

    @ Challenge

    Ja,sicher sind bei den Spendern auch Profiteure!
    Aber sicherlich auch bei den Aufrufern!
    Diese meinen es zumindest!?
    Ob es in Wirklichkeit denn auch so ist,das fragt man sich!?
    Denn so beliebt sind viele Politiker ganz sicherlich nicht!
    Auch viele Spendenbegünstigte fallen immer wieder negativ auf,sei es so wie es der Herr Berens obenan beschreibt,oder noch ein Beispiel,dass der Frau des kürzlich verstorbenen Schauspielers K.H.Böhm,sowie viele andere Organisationen,u a auch sehr bekannte dazu!
    Derjenige der gerne spendet,der tut das auch ohne Eiswasser……und ohne grossen Medienrummel….!!

  3. naja laut der Regel ist es ja so das der der sich den Eiskübel über den Kopf schüttet NICHT spenden muss und der verweigert dann spenden soll quasi sich freikauft.
    Wenn unsere Politiker lieber nicht spenden und sich das Eiswasser über den Kopf schütten ,..ist das ja eher eine negative Aktion oder Spenden diese dann trotzdem?

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