Politik

CSP bedauert Fällen von Bäumen im Friedenspark: „Es gab sehr wohl Alternativen“

Der Friedenspark nach dem Fällen der drei Bäume. Foto: Gerd Comouth

Die CSP-Opposition im Eupener Stadtrat hat am Freitag eine Stellungnahme zur Abholzung von drei Bäumen im Friedenspark veröffentlicht. Die Fraktion der Eupener Christlich-Sozialen bedauert die Entscheidung des Gemeindekollegiums, genauso wie die Vorgehensweise.

Die CSP weist zunächst darauf hin, dass die diesbezügliche Entscheidung aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen einzig und allein durch das Gemeindekollegium und keineswegs durch den Stadtrat getroffen worden sei. Bereits vor einem Jahr habe die CSP auf die Wichtigkeit eines koordinierten Vorgehens unter Einbeziehung aller Betroffenen und aller Fraktionen bei der Erneuerung der Herbesthaler Straße hingewiesen. „Bedauerlicherweise war das einmal mehr nicht der Fall, zumindest nicht zeitig genug.“

Man hätte den

Man hätte den „Bypass“ nach Meinung der CSP auch an den Bäumen vorbei anlegen können. Foto: Gerd Comouth

Die CSP bekundet außerdem ihren Respekt vor dem „engagierten und dennoch gemäßigten Auftreten der Aktionsgruppe für den Erhalt der Bäume“. ​Auch Mitglieder der Fraktion der Christlich-Sozialen hätten die Initiative und die Petition unterstützt, heißt es in der Stellungnahme. „Vollkommen überzogen und unangepasst fanden auch wir das Polizeiaufgebot!“

​Energisch möchte die CSP-Fraktion der Behauptung des Gemeindekollegiums widersprechen, es hätte keine Alternativen zum Fällen der Bäume gegeben: „Wir sind der Meinung, dass dieser ‚Bypass‘ auch neben den Bäumen hätte vorbeiführen können. Die Verkehrsbeeinträchtigungen und die Auswirkungen auf die Bauarbeiten hätten sich in Grenzen gehalten, insbesondere wenn man über weiträumige Umleitungen möglichst viel Verkehr über andere Straßen geleitet hätte.“

Foto: OD

Die CSP bekundet ihren Respekt vor dem „engagierten und dennoch gemäßigten Auftreten der Aktionsgruppe für den Erhalt der Bäume“. Foto: OD

Schließlich moniert die CSP, dass die von Vertretern der Ecolo-Fraktion im Eupener Stadtrat geäußerte Behauptung, die Wallonische Region sei im Endeffekt für das Fällen der Bäume verantwortlich, nicht korrekt sei. Der Vereinbarung einer Verkehrsführung über einen „Bypass“ durch den Friedenspark mit Fällen der Bäume sei entgegen anderslautender Behauptungen im Einvernehmen zwischen Stadt und Wallonischer Region getroffen worden. Es sei daher unredlich, die Verantwortung nun auf andere abzuschieben.

Fazit der CSP-Opposition: „Einmal mehr hat es die neue Mehrheit verpasst, ihre Ankündigungen von Bürgernähe und Transparenz in die Tat umzusetzen.“ (cre)

Siehe auch Artikel „Friedenspark: Bäume gefällt – Großaufgebot der Polizei – Aktivisten enttäuscht“

  1. ich hab da noch was!

    das Sprichwort „tot geglaubte leben oft länger“ wird wohl ein Wunschtraum sein. die gefällten bäume sind tot, und wenn man tot ist, steht man meistens nicht mehr auf, oder doch?

  2. „​Auch Mitglieder der Fraktion der Christlich-Sozialen hätten die Initiative und die Petition unterstützt“
    ….?
    Die Petition, das mag ja durchaus sein, aber wie hat die CSP denn die Initiative unterstützt? Wir haben weder Unterstützung gesehen, gehört oder gelesen. Die CSP hat während unserer ganzen Aktion der Länge nach geschwiegen und sie sind somit meines Erachtens nicht in einer besseren Position als die Mehrheit.

    • Ich hab zufällig die ganze Pressemitteilung gesehen, Nicole, daher weiß ich, dass man ganz bewusst eure Aktion nicht hat vereinnahmen wollen, ich weiß jedenfalls, dass man euer Vorgehen geschätzt hat. Dies stand auch sehr deutlich in der Presseerklärung, vielleicht kann Herr Cremer den Abschnitt noch als Post einbringen. Wie hättet ihr denn reagiert , wenn man sich parteipolitisch daran gehängt hätte?

    • Nicht nur ihr habt überall „mächtige“ Gegner – hätten sich CSP-Mitglieder aktiv neben euch gestellt, hätte man doch nur aus allen erdenklichen und unerdenklichen Ecken mit Fingern auf sie gezeigt und laut Opportunismus! gerufen.
      Ich bin übrigens in keiner Partei aktiv, bevor hier darüber spekuliert wird, hege aber eine klare Verbundenheit.

      • Linda Nix

        Wie kommen sie darauf?
        Meine Parteiverbundenheit ist kein geheimnis, und dennoch hat niemand mit dem finder auf mich gezeigt.

        Liegt vielleicht daran, dass ich als Privatperson vor Ort war, und nicht etwa, um mir (und schon gar nicht im Nachhinein) einen politischen Vorteil zu verschaffen ;)

  3. Populismus pur, mehr auch nicht. Die größte öffentliche Hundetoilette Eupen’s wird endlich aufgewertet. Was soll’s, ein paar Bäume werden gefällt, zwei Eschen und ’ne Pappel, nicht besonders wertvoll. Die haben eine normale Lebensdauer von rund 100 Jahren. An einem Tag wächst mehr nach im Eupener Wald. Es kommt ganz darauf an, wie der Friedenspark und die Insel nach der Fertigstellung der Straße hergerichtet werden. Und die Unterschriften, aus Eupen sicherlich, aber auch aus Welkenraedt und vielen anderen Gemeinden aus nah und fern, wovon eine ganze Reihe bestimmt noch nie vor Ort waren. Und keiner, auch nicht diejenigen die jetzt auf den Populismuszug aufspringen, hat eine echte Alternative aufgezeigt. Hätte ihre damalige Mehrheit getaugt, dann wäre die Herbesthaler Straße schon längst fertiggestellt. Hätten die jetzigen Stadtmütter und Stadtväter eine andere Umgehung ausgesucht, wäre das Gezetter dort losgegangen. In einem Jahr sieht die Welt wieder anders auf und die ganze Aufregung war sinnlos. Schönes Wochenende und entspannt euch.

  4. Jetzt kommen mir aber wirklich die Tränen!
    Wo war die CSP, als die Bäume noch standen? Warum hat sie sich nicht VOR der klammheimlichen, hinterhältigen Baumfällaktion geäußert?
    An Scheinheiligkeit kaum zu überbieten!

  5. Propaganda

    Das ist ja nicht zu glauben, diese Heuchler sind kein bisschen besser als die Mehrheit. Die Politiker kotzen einen so was von an. Hoffe auch das die Volksbefragung ein Flop wird ihr Heuchler.

  6. Jetzt kommen die mit so einer schmierigen Aussage und man erkennt deutlich die Schleimspur.

    Nee ich kann ueber unsere Politiker und Verantwortlichen nur noch den Kopf schuetteln, teils fremdschaemen. Keiner von denen kriegt meine Stimme. Egal wen man waehlt, besser wirds eh nicht. Sind alles die selben da oben.

    Von den ganzen Politikern halte ich NICHTS

  7. urban compass - eupen

    Ja ja, die csp spricht nach dem alles passiert ist der Bevölkerung aus dem Mund. „Wir (scp) sind unschuldig an allem – ihr (Bürger) könnt uns deshalb bei den nächsten Wahlen wieder wählen. DAS IST SOWAS VON SCHLEIMIG UND WIEDERLICH. Es ist Typisch CSP Propaganda! Überall wo dieses „C“ für christlich mit drin steht, das taugt nichts, das steht mal fest! Wenn diese Penner wieder das Sagen haben, dann wird der mickrige Rest der Stadt auch noch zur BEJECHNUNGSZOHNE verschlimmbessert! Oder noch was Schlimmeres wo man jetzt noch gar nicht dran denkt. Nein Danke CSP!

  8. Im Fussball nennt man das Nachtreten, und dafür gibt es die rote Karte. Die CSP ist nur noch ein Schatten ihrer selbst; dass die einmal über 40 Jahre Ostbelgien regierten ist kaum noch zu glauben….

  9. Die Mehrheit mußte handeln insbesondere die Grünen und all diejenigen die so grün sprechen.
    Wenn hier einer versagt hat dann die Mehrheit . Der Rest hier ist parteipolitisches Geplänkel.

  10. Wie blöd kann man denn sein…

    Was der CSP vergeworfen wird ist, dass sie während dem ganzen Zirkus – der immerhin mehrere Wochen gedauert hat – nicht ein mal kommuniziert hat, geschweige denn ihren politischen Standpunkt kundgetan zu haben ! Pro oder Kontra, keiner wusste bescheid…

    Jetzt da die Bäume gefällt sind (was mir persönlich übrigens relativ egal ist) so zu tun als hätte man eine klare Position in dem Anliegen ist einfach lächerlich…

    Auch konnten ihre 8 Stimmchen dieses „Massaker ?“ (ich glaube bei einigen hier im Forum brennen so langsam alle Sicherungen durch), so wäre es doch äusserst interressant gewesen, dass sie ihren Standpunkt vertreten hätte…

    Aber wahrscheinlich hatte dieser Saftladen ohne jedliche Führung wahrscheinlich weder Zeit noch Lust eine gemeinsame Position zu besprechen…

    Hinterher ist alles einfacher, zählt aber nicht !!!

  11. Öppe Alaaf

    …prompt wird der taktische Fehler von der CSP abgeliefert. Hätte man mal lieber geschwiegen und den Kopf nicht SO aus dem Schützengraben gesteckt.

    Aber wer sich eine Zielscheibe auf die Uniform malt, fordert den Gegner heraus.

    Bleiben wir beim Prager Fenstersturz und kommen zum Westfälischen Frieden:

    „Als abzusehen war, dass keine der beteiligten Parteien sich noch einen eindeutigen Sieg über die anderen ausrechnen konnte, wurde daher seit 1644 über den Zeitraum von vier Jahren in Münster und Osnabrück über einen künftigen Frieden verhandelt…
    …Das Reich war damit faktisch in souveräne Einzelstaaten zerfallen und bildete bis zum Ende des alten Reiches 1806 ein Machtvakuum.“

    Eupen wird irgendwann wieder schöner werden.

  12. Baudimont

    Die Frage ist wieso wollte die Stadt Eupen unbedingt die Bäume fällen und die Aktivisten kein Zeit geben um konkretere Vorschläge für ein Alternativ anzubieten ? Was steckt dahinter ?

    Von Herbesthalerstrasse 1 ein Spionage-Turm machen für die Steuernamt oder die Finanzamt ?

  13. späte Einsicht

    Ich hätte nie gedacht, dass ich ihm in diesem Punkt einmal zustimmen würde, aber als Freddy Derwahl vor einiger Zeit schrieb, dass man nur intelligente Leute wählen lassen sollte, hielt ich ihn damals für übergeschnappt. Wenn ich aber lese, was so manche Leute (anonym, versteht sich) hier von sich geben, ist Derwahls Idee gar nicht so falsch.
    Und wenn ich glauben könnte, nicht persönlich angefeindet zu werden, würde ich meine Anonymität ohne Umschweife aufgeben. Junge, Junge – was für eine Meute…

      • Wenn man keine anderen Argumente mehr hat, argumentiert man mit zu früh, zu spät, zu dick oder zu dünn aufgetragen. Was ist denn verwerflich daran, es hier und heute zu machen? Glaubt denn wirklich jemand daran, dass die Kritik der Opposition an der Entscheidung auch nur das Geringste geändert hätte.

        • Sicher glaubt das keiner und ich ganz bestimmt nicht…

          Sich aber einfachheitshalber nicht äussern und dann hinterher ne Pressemitteilung raushauen in der alles (!) kritisiert wird ist jawohl eindeudig zu einfach…

          Die CSP hätte ja auch vor 2 Wochen reagieren können, ihren Unmut aüssern und zusammen mit ihrem wallonischen cdH-Minister nen Alternativvorschlag darlegen können, wenn ihr an diesen Bäumchen und der (Verkehrs-)Planung im algemeinen echt was lag !

    • ich bezeichne mich weder als dumm, noch als intelligent, denke aber, dass ich intelligent genug bin und „Derwahl“ nie wählen würde, sollte er sich zu irgend einer Wahl stellen! Warum? Kann ich wohl hier nicht erwähnen, da die Deontologie das nicht zulassen würde!

  14. In Eupen muss es nicht leicht sein Opposition zu sein, die Mehrheit baut soviel Sch… und erzählt egal was, wenn die Opposition dann reagiert, wird gleich von 3 Seiten massiv auf sie geschossen.

    • Die Opposition hätt ja reagieren können als ihre Reaktion von Belang gewesen wäre…

      Jetzt verschallt ihre Reaktion wie ein leerer Pfurz im weiten Venn…

      Wieder ne Chance vertan ne andere Meinung als die Mehrheit zu vertreten… Aber jetzt damit kommen: viel zu spät !!!

    • urban compass - eupen

      Sie verstehen oder verdrehen da was. Die jetzige Mehrheit muss den Sch… ausbaden den die damalige Mehrheit jetzt Opposition angerichtet hat. Unter Anderem hat sie klamme Kassen hinterlassen! Geschweige von den anderen fauligen Fürzen der Vorgängermehrheit zu reden. Aber ein „Trost“ bleibt ja, die Clowns die jetzt dran sind, sind um keinen Deut besser.

  15. Fakten und Tatsachen

    Fakten: die Mehrheit hat auch dieses Dossier wieder in den Sand gesetzt. Es wird immer deutlicher: die Damen und Herren passen einfach nicht zusammen und werden im Fall von Ecolo auch noch von der eigenen Basis zurecht ausgebremst.

    Dass die CSP sich von diesem Chaos distanziert, scheint mir nicht mehr als legitim.

    Alternative wäre gewesen sich mit den Grünen an die Bäume ketten lassen und sich vom Einsatzkommando abführen lassen. Man wäre sich sicher näher gekommen.

    Wirklich lächerlich wie manche Leute hier versuchen von diesen Pleiten, Pech und Pannen abzulenken.

  16. Heul doch !

    Wenn man als Laie sieht, was ihr für Probleme habt in der Politik , dann wundere ich mich nicht, dass Sachen ,die wichtig sind, nicht diskutiert werden können, weil keine Zeit mehr bleibt, da man die letzte Entscheidung wieder aufwärmt.
    Ich denke, da wird abgestimmt und die Entscheidung der Mehrheit getroffen ?
    Dann lebt mit der Entscheidung.Die Bäume sind ab,was mir reichlich egal ist, wie gefühlt auch 90 % der Bevölkerung,ausgenommen den paar Wichtigtuern und Gutmenschen .

      • diese 450 Namen würden mich echt interressieren.

        Wetten die halbe CSP-Wählerschaft steht dadrin, ein paar ökos und noch ne handvoll Vivantwähler.

        heutzutage wird einfach alles politisiert. da kommt man dann schnell auf 450 unterschriften, bei denen wahrscheinlich 3/4 keine Meinung zum Thema haben oder denen diese 3 Pflänzchen relativ egal sind.

          • Was ist das denn jetzt für ein argument ?

            Der vorgelegte Plan (von der WR) sah vor dass die Arbeiten das Fällen der 3 Bäumchen vorsieht… Es war doch keiner aufgefordert ne Petition zum Fällen der Bäume zu unterschreiben !

            Sagen Sie sich einfach dass alle die nicht dagegen waren und die Petition nicht unterschrieben haben, dafür gewesen sind ;-)

  17. Standpunkt

    Mir ist es auch nicht egal das die Bäume weg sind aber MAN KANN JETZT NICHTS MEHR ÄNDERN.

    Aber jetzt das Nachkarten der CSP ist einfach nur lächerlich. Sorry aber das ist so billig , etwas mehr Niveau hätte ich denen wohl zugetraut.

  18. Von der Nix kommt nix.

    Sehr geehrte Fr. Nix, Sie hatten die Möglichkeit politische Verantwortung zu übernehmen, als Sie als Vivant-Kandidatin auf dem 2 ten Listenplatz bei der letzten DG-Wahl ins Parlament gewählt wurden. Sie haben ihren Wählerauftrag aber nicht angenommen und machen jetzt so einen Populismus um ein paar Bäumchen. Wer nicht bereit ist Verantwortung zu übernehmen sollte sich erstens nicht zur Wahl stellen und hat zweitens bestimmt nicht das Recht Mandatsträger die Verantwortung übernehmen zu kritisieren.

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