Politik

Bürgermeister: Klinkenberg kassiert von allen am meisten, Maraite am wenigsten

Eupens Bürgermeister Karl-Heinz Klinkenberg. Foto: Gerd Comouth

Die morgendliche Lektüre des Grenz-Echo dürfte dem Eupener Bürgermeister Karl-Heinz Klinkenberg (PFF) an diesem Samstag wohl wenig Freude bereitet haben, wurde er doch in der Tageszeitung als „Topverdiener in der DG“ bezeichnet.

Das Internetportal Cumuleo hatte am Freitag die Gehälter der Bürgermeister und Schöffen des Landes veröffentlicht. Demnach erhält Karl-Heinz Klinkenberg 63.172 Euro brutto pro Jahr (2015).

Klinkenberg verdient von allen neun Bürgermeistern in der DG am meisten, weil Eupen die Gemeinde der DG mit der höchsten Einwohnerzahl ist. Herausragend ist die Summe jedoch nicht unbedingt. Im Vergleich dazu gibt es in der DG noch ganz andere „Topverdiener“.

Joseph Maraite, Bürgermeister von Burg-Reuland. Foto: Gerd Comouth

Joseph Maraite, Bürgermeister von Burg-Reuland. Foto: Gerd Comouth

Der Kelmiser Bürgermeister Louis Goebbels und dessen Raerener Kollege Hans-Dieter Laschet beziehen 58.969 Euro im Jahr, während es Alfred Lecerf (Lontzen) im Jahre 2015 auf 45.196 Euro brachte.

In der Eifel ist Christian Krings (St.Vith) mit 51.442 Euro das Gemeindeoberhaupt mit dem höchsten Gehalt. Es folgen Klaus Schumacher (Amel), Friedhelm Wirtz (Büllingen) und Emil Dannemark (Bütgenbach) mit jeweils 45.196 Euro. Joseph Maraite kommt als Bürgermeister von Burg-Reuland auf „nur“ 39.443 Euro.

Im Vergleich zu dem, was die Bürgermeister von belgischen Großstädten kassieren, könnte sich Klinkenberg wie ein Minderbemittelter fühlen. Bart De Wever (N-VA/Antwerpen) und Daniël Termont (SP.A/Gent) etwa kassierten im vergangenen Jahr 130.000 Euro brutto. (cre)

Weitere Infos unter www.cumuleo.be

  1. Pressekonfekt

    Typische Antwort eines Politikers, Alemannia! Wenn man bedenkt das die Leute vor Jahren das alles ömesös machten. Kein Wunder das die sich da um diese Posten alle reissen, und sich dran fest klammern.
    Reell müsste in der Politik ja nach dem Leistungsprinzip bezahlt werden, genau so wie in der Wirtschaft.
    Da wären denn schon mal des Öfteren andere Zahlen an der Reihe.
    Jedenfalls würden sehr viele jetzigen Empfänger glatt entlassen, und lägen dem Steuerzahler nicht mehr auf dem Geldbeutel. Die Anzahl unserer aller Politiker in Belgien ist sowieso verglichen mit den Einwohnern erheblich viel zu hoch.
    Da müsste es gelten: Klasse statt Masse.

  2. Hat Klinkenberg das verdient? Gönnen wir es ihm von Herzen.
    Trotz seiner Krankheitsausfälle hat er sich in den Bürgermeistersessel „zurückgekämpft“. Bravo.
    Sein Führungsstil ist indes weniger diplomatisch und glücklich. Überhaupt ist die Mannschaft um ihn recht blass, ständig jammernd („Die Kassen sind leer“) und sparend.
    Er wird über diese 6 Jahre hinaus wohl nicht im Amt bleiben.
    Dann schlägt vielleicht die Stunde für Claudia Niessen oder (wer weiß) für Patrick Meyer (sein Comeback wäre durchaus möglich, nicht zuletzt durch seinen „populistischen Go-Pass“)

    • Annchen, dessen Frau

      Na Gertude, zu früh gefreut! Ich bin seine Frau. Mein Mann hat schon recht wenn er den Politikern die Leviten liest. Gerade Linie und Tatsachen hoch drei. Es stimmt sogar sehr vieles was er schreibt. Und die Betroffenen meinen dann es wäre Hass. Nein, so war und ist es niemals gemeint. Lediglich ansprechen und Meinung, so und nicht anders ist der Sinn, liebe Gertrud. Hass!? Niemals. Also zurück auf den Boden der Tatsachen meine Liebe, denn so dürfen sie es nicht sehen. Offene, ehrliche und wahre Kritik müssen diese Leute schon ertragen können, sonst sollten Sie sich nicht zur Wahl stellen und solche Posten annehmen!
      Schönen und sonnigen Sonntag, Gertud!
      Morgen zieh ich den Bikini an und lege mich mit Männe Réalité in die Sonne, ist das nicht herrlich!?
      Und Sie?

  3. Als ob diese Zahlen stimmen würden. Politik lässt sich doch nicht in die Karten. schauen. Auf so was fährt das GrenzEcho wieder voll ab und gibt sich als Meinungsvertreter seiner Leserschar. Lügenpresse hoch zwei.

  4. Das ist doch allesamt Augenwischerei… hinzu kommen doch die zahlreichen Zusatzhonorare und -Abfindungen in den verschiedenen Gremien sowie ein üppiges Spesenkonto.
    Außerdem erachte ich die ganze Anpassung der Gehälter an Bevölkerungszahlen für Humbug. Hat denn ein Politiker mehr Arbeit, wenn mehr Menschen in seiner Gemeinde leben? Die einzigen die Mehrarbeit haben dürften, ist wohl oder übel die Verwaltung.
    Schauen Sie sich doch mal die Zahlen in anderen Berufssparten an, die mitunter mehr Verantwortung tragen… Pflegepersonal, Lehrer, Erzieher … aber das ist nicht so chic um darüber zu schreiben! Diese Sparten haben keine Lobby und können sich die Diäten nicht selbst festlegen.

  5. Marcel Scholzen

    Man sollte bei dieser Diskussion nicht vergessen, dass auch ein Teil des Gehaltes an die Partei geht. Wieviel ist von Partei zu Partei verschieden. Diese Gehaltsliste sagt aber nicht viel aus. Nur mittels der Steuererklärung könnte man sich ein wirkliches Bild über die Nettoeinkünfte unserer Politiker machen. Wäre vielleicht eine Idee, wenn unsere Mandatsträger diese freiwillig veröffentlichen wurden. Dann würde man auch sehen, dass Politiker nicht die „Topverdiener“ sind. Dies sind eher Manager von grossen Betrieben wie Belgacom. Und es wäre ein Versuch, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und mit Gerüchten und Märchen aufzuräumen. Es gibt Länder wie die USA, wo der Präsident seine Einkünfte offen legen muss. Donald Trump, der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, ist vor wenigen Tagen scharf kritisiert worden, weil er sich weigert seine Einkünfte zu veröffentlichen.

  6. Die Topverdiener in den Gemeinden sind die Gemeindedirektoren (die alten Gemeindesekretäre). In den Gemeinden bis 5000 Einwohner kassieren die Bürgemeister 75 %, bis 10000 Einwohner 80% und bis 20000 Einwohner 85% des Gehalts der Gemeindedirektoren. Erst ab 50000 Einwohner verdienen die Bürgermeister mehr als die Gemeindedirektoren.

    • Da wir nun wissen wie viel die Bürgermeister verdienen, bleibt noch die Frage offen, wie es mit den Gehältern der Schöffen aussieht? Und wie sieht es aus, wenn ein Schöffe noch einen anderen Job hat, z.B. Angestellter im Öffentlichen Dienst ist? Muss er dann Stunden abgeben? Nehmen wir ein Beispiel von vielen: der Generaldirektor der Gemeinschaftszentren W. Baumgarten. Bezieht er jetzt zwei volle Gehälter (und macht nur einen Job?) Schließlich hat er ja in jedes Gemeinschaftszentrum einen Geschäftsführer gesetzt. Übernehmen nun diese die Arbeit des Herrn Baumgarten, oder wie sieht die Sache aus? Sollte letzteres der fall sein, so müsste man logischerweise erkennen, dass der Posten des Generaldirektors überflüssig ist. Und die DG könnte ein dickes Gehalt einsparen. Wohlgemerkt, K.H. Klinkenberg ist selbstständig und war dies auch vor seinem Amtsantritt. Da ist es auch normal, wenn er seine Firma weiter betreibt und Angestellte – von seinem privaten Geld – bezahlt, die ihn nun in seiner Firma vertreten. Im Falle von Baumgarten sieht es aber anders aus: er wird von öffentlichen Geldern bezahlt, sein Job geht zu Lasten des Steuerzahlers. Wenn es dann einen Vertreter für ihn gibt, muss dieser ja ebenfalls aus öffentlichen Kassen finanziert werden.

  7. Ich denke auch dass diese Leute sehr viel unterwegs sind und das was sie dafür bekommen auch verdient haben.
    Die sind jeden Abend unterwegs, jedes Wochenende auf irgendwelchen Veranstaltungen Geburtstagen oder Jubiläen ….
    Jeder Direktor eines größeren Geschäftes oder einer größeren Filiale verdient deutlich mehr wie die und hat nicht unbedingt so viel Verantwortung wie diese Herren.

    All die, die hier so motzen sind doch nur neidisch weil sie es selber nicht dazu gebracht haben.

    • @Öpe, Sie sind sicher einer der Partizipierenden? Da wir der Politiker noch viel zu viele haben, und nun leider nicht alle da rein kommen können, geschwiegen dazu aus erwählt bzw dazu geeignet sind, so ist es nun mal so wie es ist. Wenn man in BRF Online von heute rein schaut und da Politiker sieht, u a im Provinzialrat, welche an die ZWANZIG bezahlte Mandate haben!?
      Tja, Öpe, nun sind Sie dran! Da fehlen dem Steuerzahler der die alle durch füttern muss ganz einfach die Worte.
      Das ist ganz einfach der Gipfel von Volksverdummung, welche voll auf Politikverdrossenheit hin steuert.
      Ganz klar! Politik, und Politiker, alles OK, auch gut bezahlte, jedoch erheblich vermindern.
      Damit mehr Qualität-schnellere Wege-viel billiger- mehr effizienter, und zufriedene und interessierte Bürger!
      Wenn Sie viel unterwegs sind, wie Sie schreiben, dass wussten sie ja vorher bereits wie sie sich zur Wahl stellten. Das ist kein Motiv. Das manche Führungs Person im Privat Bereich mehr verdient, ist auch klar. Jedoch und sehr wahrscheinlich wird dessen Verantwortung auch dem gemäss hoch sein, ebenso ein +- 10 und mehr Stundentag, ganz gewiss in den heutigen schwierigen Zeiten.

      • Zur ihrer Frage, NEIN gehöre ich nicht!

        In den Artikel redet man von den Bürgermeistern im Norden der DG.

        Ob ein Provinzialrat noch sinnvoll ist oder nicht, ob es Zuviele Politiker gibt oder auch nicht ist doch nicht Inhalt dieses Artikel, oder habe ich mich verlesen?
        Klar muss man drüber nachdenken ob das noch alles so nötig ist!

        Das unsere BM’s wussten worauf sie sich einließen?
        Auch klar dass sie worauf sie sich einlassen und ich denke das ihnen das zusteht was sie bekommen!

    • Sollen die Herren erstmal etwas LEISTEN, bevor sie so abkassieren!!

      Bis auf viel Gerede und noch mehr Wahlversprecher..ups…versprechen kommt da doch nix. Ich schufte 7 Tage 10 Stunden um meiner Familie, sprich meinen Kindern eine Zukunft bieten zu können. Mit tun abends Rücken und Arme weh, und dass nicht vom rumsitzen, quatschen, Händeschütteln und Kaffee trinken.

      Wenn diese Herren und Damen aus der Politik nach Leistung, ich meine körperlicher Leistung bezahlt werden müssten, von mit bekämen sie keine 20€!

      Ich selber kenne BGM und Politiker, und im aussitzen sind sie Weltmeister oder im Schuld auf andere schieben. Sie sind weltfremd, manipulieren, und regeln „vieles“ für wichtige und wohlhabene Freunde und über den kleinen Mann von der Strasse lachen sie sich schlapp. Besonders über die, die deren Nichstun auch noch verteidigen.

      Dicke Autos, Chaffeur, Riesenhäuser, toller Urlaub,… aber es nicht einmal schaffen auf eine Frage mit JA oder NEIN zu antworten.Testet es selber mal aus.

      Verantwortung übernehmen ist den Meisten fremd, zu Fehlern stehen auch. Selber noch nie hart gearbeitet haben, aber der arbeitenden Klasse vorschreiben, wie man zu leben hat, und über deren Geld enstscheiden, dass können sie.

      Sich selber im Internet und auch auf Facebook, für jede noch so unnütze oder auch „gute“ Tat, die für andere selbstverständich ist, feiern lassen und sich auf die Schulter klopfen oder sich selber lustige Orden verleihen.
      Ich warte auf den Tag, wo einer dieser Herren, auch auch eine der Damen, im Beisein von dutzenden Fotografen, jemandem über die Strasse hilft und das GE daraus eine 2 Seiten lange Titelstory macht.

  8. Etwas wichtiges wurde vergessen!

    Die Ämterhäufung wurde vergessen so sind viele Politiker auch noch Berufstätig bzw. haben andere politisch bezahlte Mandatare?
    Aber es stimmt neidisch bin ich schon aber auch leider nicht so trinkfest!

  9. parteiloser Beobachter

    Man sollte nicht vergessen, dass die genannten Beträge BRUTTO Löhne darstellen. Wenn man von dem Betrag die Hälfte abzieht, bleibt nicht mehr so viel nur für das reine Bürgermeisteramt. Als BM ist man ja auch automatisch in verschiedenen Kommissionen bzw. Verwaltungsräten, die zum Teil weitere Einkünfte für den BM bringen. Meiner Meinung nach ist die Bezahlung der BM nicht unbedingt über dem, was solch eine Verantwortung mit sich bringt. In der Privatwirtschaft ist das Gehalt für ein gleichwertige Verantwortung um ein Vielfaches höher. Die Bürgermeister sind sowieso eher unten in der politischen Hierarchie angesiedelt ist und trotzdem am meisten in der Schusslinie…..Wenn man das beispielsweise mit der Bezahlung eines wallonischen Abgeordneten vergleicht (der/die sich schön in Namür „verstecken“ gehen kann und als „Tätigkeitsnachweis“ hier und da eine Frage stellt…)….. Ich denke die Entlohnung der Bürgermeister ist ok. Es sind eher die Entlohnungen der übergeordneten Einheiten (Provinz, Region/Gemeinschaft, Föderalstaat, EU!!!!) wo gnadenlos gegen relativ bescheidene Leistung Steuergeld in die eigene Tasche gewirtschaftet wird, dies aber mit einer bemerkenswerten Nachhaltigkeit für den Geldbeutel der Politiker (Abschiedsprämie, Rentenansprüche, etc.).

  10. Also, ich finde es unmoralisch. Besonders den sozial Schwachen gegenüber.
    Ich kenne die Herren Baumgarten und Antoniadis sehr gut. Ich bin überzeugt davon, dass die Politiker der SP sich nicht auf diese Art und Weise beim Bürger bedienen würden.

    • Ich kenne Sie auch gut Ursel. Beide sind schon auf vielen Feldern aktiv. Der Baumgarten leitet ja gleich 2 Zentren, dabei auch noch Schöffe! Hat der Mann 4 Beine und 4 Arme? Ich hab die Hose so voll auf der Arbeit, da kann ich nicht auch noch gleich auf 2 Stellen sein, geschweige auch noch Schöffe dabei! Er bezahlt sicher gerne viel Steuern das er soviele Posten annimmt? Und der Antonius, der hat als Minister nicht viel zu tun. Den Posten könnte man gut und gerne einsparen! Und noch ein paar dazu.
      Kein Wunder das er sich als Koch versucht bei der Küchenschlacht. Und jetzt auch bei Geia oder Heia? Weiss nicht wie das Ding wohl heisst? Jedenfalls sind die beiden auf vielen Stellen aktiv. Das gibt es nur bei der Politik. Hörte heut morgen beim BRF, da wären welche auf 20 Stellen unterwegs! Und dabei haben wir soviele Arbeitslose! Da sind sogar Bürgermeister auf zig Stellen beschäftigt! Unglaublich. Und die Leute wollen Vorbilder und zum Wählen sein!? Ich versteh das nicht!?

      • Nein…,der Baumgarten leitet keine 2 Zentren sondern die Gemeinschaftszentren der DG.
        1) Sport und Freizeitzentrum Worriken ( Bütgenbach )
        2) Kultur und Begegnungszentrum KUZ (Burg-Reuland)
        3) Naturzentrum Ternell /Regionales Zentrum für Natur und Umweltschutz CRIE ( Eupen )
        4) Besucherzentrum Wesertalsperre Eupen ( Eupen )
        5 )Staatliche Hotel Kloster-Heidberg mit 38 Zimmer ( Eupen ).
        Also müßte der Baumgarten mindestens 10 Beine und 10 Arme haben plus 2 Beine und 2 Arme für den Schöffenposten und weitere viele viele Beine und Arme für andere Pöstchen.
        Aber der Baumgarten schafft das, auch wenn man ihn nirgend wo sieht.

  11. Der lustige Bürger

    Der Bürgermeister in der Stadt,
    ist der der was zu sagen hat,
    doch was er sagt, das ist nicht wichtig,
    es ist nicht falsch und auch nicht richtig.

    Am besten wär’s er würde schweigen,
    und dafür mehr in Praxis zeigen,
    dann sind die Bürger auch zu frieden,
    sonst denken sie es gäb nur Nieten.

    Am schlimmsten doch sind die Parteien,
    Schwarze, Rote, Grüne und die Freien,
    was die so alles uns erzählen,
    damit wir sie auch alle wählen.

    Und wenn sie dann am Ruder sind,
    sie immer eine Ausred find,
    selber rudern wollen sie dann nicht,
    jetzt zeigen sie ihr wahr Gesicht.

    Kein Wunder dass wir nichts mehr glauben,
    was die sich alles doch erlauben,
    doch gebet Acht, die uns regieren,
    wenn hier die Bürger reagieren.

    Dann könnt ihr eure Sachen packen,
    das Volk wird auf euch Große k…..,
    so, werden wir es euch beweisen,
    auch wir Kleinen können euch beschei….

Hinterlasse eine Antwort

Desktop Version anfordern