Politik

Behandlung durch Facharzt im Ausland: CSP fordert IZOM 2.0

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Am Montag steht die Resolution der CSP-Fraktion zum IZOM-Abkommen bei der Plenarsitzung des DG-Parlaments auf der Tagesordnung. Die CSP fordert u.a. eine Nachfolgeregelung des zum 30. Juni 2017 auslaufenden Abkommens, damit die ostbelgische Bevölkerung weiterhin fachärztliche Behandlung im deutschsprachigen Grenzraum in Anspruch nehmen kann.

Die IZOM-Regelung ermöglicht den Versicherten im Grenzgebiet bestimmte fachärztliche Leistungen in den jeweils anderen Ländern in Anspruch zu nehmen. In rund 16.000 Fällen machen ostbelgische Patienten von dieser Regelung jährlich Gebrauch.

Im Herbst 2016 wurde deutlich, dass die IZOM-Regelung seitens der belgischen Föderalregierung beendet wird.

Die CSP-Fraktion reichte daher im Dezember eine Resolution im Parlament ein, die die Regierung beauftragte, sich für den Erhalt der medizinischen Versorgung im benachbarten Ausland einzusetzen.

Robert Nelles, gesundheitspolitischer Sprecher der CSP-Fraktion. Foto: OD

Weiterhin lancierte die CSP eine Petition, die von 2.300 ostbelgischen Bürgern unterzeichnet wurde. Das beweise, dass das IZOM-Projekt „eine unersetzliche Säule in der medizinischen Versorgung der ostbelgischen Bürgerinnen und Bürger darstellt“, so die Christlich-Sozialen.

„In der Folge gab es Anhörungen im Gesundheitsausschuss des Parlaments. Dabei haben wir uns von allen beteiligten Akteuren, wie den Krankenhäusern, dem LIKIV und den Krankenkassen die nötigen Informationen geholt, um weiter vorgehen zu können“, erklärte CSP-Fraktionsmitglied und Ausschussleiter Robert Nelles: „Jetzt gilt es, mit den gesammelten Erkenntnissen das Beste für unsere Bevölkerung zu fordern. Und das ist eine Nachfolgeregelung für das bisherige Abkommen. Wir fordern ein IZOM 2.0.“

Stichwort: IZOM

IZOM steht für „Integratie zorg op maat“ (dt.: „Integrierte ärztliche Versorgung nach Maß“) und bot Versicherten bisher die Möglichkeit, sich von einem Facharzt ihrer Wahl in den jeweiligen Grenzgebieten behandeln zu lassen.

Um von dem Prinzip profitieren zu können, musste lediglich ein Anspruchsschein bei der eigenen Krankenkasse (E112+) beantragt und der Krankenkasse im Behandlungsland vorgelegt werden. Diese Kasse stellte dem Patienten einen Behandlungsschein zur Vorlage beim gewünschten Facharzt aus.

Das System wurde aber Ende 2016 in seiner bisherigen Form für beendet erklärt. Zurzeit läuft eine Übergangsfrist, die Ende Juni ausläuft.

Antoniadis übt Kritik an der CSP

Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP) zeigte sich enttäuscht über die Vorgehensweise der CSP in Sachen IZOM. Diese diene der Selbstdarstellung der CSP, aber nicht der Sache selbst, so seine Kritik.

Nach Einschätzung des Ministers plädieren alle Fraktionen im Parlament einschließlich der Regierung für eine Nachfolgeregelung. Außerdem werde dank der Krankenkassen und der DG seit Dezember 2016 an einem neuen System gearbeitet.

Gesundheitsminister Antonios Antoniadis hält die Vorgehensweise der CSP in Sachen IZOM für falsch und kontraproduktiv.

In der Frage der Nachfolgeregelung für das IZOM-Abkommen werde das Parlament am Montag eine Resolution verabschieden, die von allen Fraktionen gemeinsam erstellt wurde, betonte Antoniadis am Freitag in einer Pressemitteilung.

„Die Deutschsprachige Gemeinschaft sollte mit einer Stimme sprechen und sich für eine grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung einsetzen“, ist der Gesundheitsminister überzeugt: „Für mich persönlich wäre eine einstimmig verabschiedete Resolution des Parlamentes ein klares Signal nach Brüssel und eine Rückendeckung für die Arbeit der Krankenkassen und der ostbelgischen Regierung. Daher können wir es uns nicht erlauben, dass einzelne Fraktionen aus Gründen der Effekthascherei Alleingänge machen“, so der Minister, der sich über die Vorgehensweise der CSP enttäuscht zeigt.

Im zuständigen Ausschuss habe sich die Mehrheit für die Verabschiedung einer gemeinsamen Resolution stark gemacht und gemeinsam mit der Opposition eine Lösung gesucht, hieß es in der Pressemitteilung des DG-Ministers.

Antoniadis: „Schließlich war die Resolution der CSP zum IZOM unbrauchbar. Sie plädierte für die Weiterführung des IZOM, obschon zum Zeitpunkt der Hinterlegung bereits klar war, dass das IZOM nicht weitergeführt wird. Erst durch das Engagement der regionalen Krankenkassen und der DG wird seit Dezember 2016 überhaupt an einer Nachfolgeregelung gearbeitet. Mitte Mai wird diese Nachfolgeregelung verabschiedet. Die Regierung ist nur beratend dabei, da sie nicht zuständig ist. Umso wichtiger ist es deshalb, dass alle Fraktionen im Parlament geschlossen auftreten.“ (cre)

  1. R.A. Punzel

    Da das belgische Gesundheitssytem vor dem Bankrott steht, werden die belgischen Kranken „totgepflegt“. Zum Verständnis: Ein belgischer Professor für Kardiologie bat meinen Nachbarn in etwa 10-12 Monaten wieder mal „vorbeizuschauen“. Der Patient entschied sich für eine Untersuchung in Aachen, und siehe da: Kurz vor dem „Abknipsen“ wurde er operiert. Er lebt immer noch und kostet der belgischen Rentenkasse jeden Monat (noch) ein Stängelchen Kohle.

    Chacun à son gôut.. ;-))) Hony soit, qui mal y pense…………………………

  2. ein IZOM 2.0 ist schon längst ausgehandelt, und zwar eins, das den Missbrauch nicht mehr ermöglicht, den eine Krankenkasse, die der CSP nahe steht, initiiert und gefördert hat.

  3. Ostbelgien Direkt

    AKTUALISIERUNG

    Antoniadis übt Kritik an der CSP

    Gesundheitsminister Antonios Antoniadis (SP) zeigte sich enttäuscht über die Vorgehensweise der CSP in Sachen IZOM. Diese diene der Selbstdarstellung der CSP, aber nicht der Sache selbst, so seine Kritik.

    Nach Einschätzung des Ministers plädieren alle Fraktionen im Parlament einschließlich der Regierung für eine Nachfolgeregelung. Außerdem werde dank der Krankenkassen und der DG seit Dezember 2016 an einem neuen System gearbeitet.

    In der Frage der Nachfolgeregelung für das IZOM-Abkommen werde das Parlament am Montag eine Resolution verabschieden, die von allen Fraktionen gemeinsam erstellt wurde, betonte Antoniadis am Freitag in einer Pressemitteilung.

    „Die Deutschsprachige Gemeinschaft sollte mit einer Stimme sprechen und sich für eine grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung einsetzen“, ist der Gesundheitsminister überzeugt: „Für mich persönlich wäre eine einstimmig verabschiedete Resolution des Parlamentes ein klares Signal nach Brüssel und eine Rückendeckung für die Arbeit der Krankenkassen und der ostbelgischen Regierung. Daher können wir es uns nicht erlauben, dass einzelne Fraktionen aus Gründen der Effekthascherei Alleingänge machen“, so der Minister, der sich über die Vorgehensweise der CSP enttäuscht zeigt.

    Im zuständigen Ausschuss habe sich die Mehrheit für die Verabschiedung einer gemeinsamen Resolution stark gemacht und gemeinsam mit der Opposition eine Lösung gesucht, hieß es in der Pressemitteilung des DG-Ministers.

    Antoniadis: „Schließlich war die Resolution der CSP zum IZOM unbrauchbar. Sie plädierte für die Weiterführung des IZOM, obschon zum Zeitpunkt der Hinterlegung bereits klar war, dass das IZOM nicht weitergeführt wird. Erst durch das Engagement der regionalen Krankenkassen und der DG wird seit Dezember 2016 überhaupt an einer Nachfolgeregelung gearbeitet. Mitte Mai wird diese Nachfolgeregelung verabschiedet. Die Regierung ist nur beratend dabei, da sie nicht zuständig ist. Umso wichtiger ist es deshalb, dass alle Fraktionen im Parlament geschlossen auftreten.“

  4. Friedrich

    Wie kann es nur sein, dass die CSP sich auf dem Pfad des Populismus sich begeben hat? Uns verkauft zu haben, dass das Izom Abkommen weitergeführt werden soll, wenn das Ende dieses schon bekannt war??? Eine Petition ins Leben hierzu gerufen hat, obschon dies klar war?? Nun können zahlreiche Bürger nur enttäuscht sein! Es stellt sich mir die Frage der realen Absichten des Vorgangs dieser Partei… meine Stimme haben diese nun endgültig verloren!

    • Typisch C-Mafia: erst den Missbrauch einer guten Sache (IZOM) fördern, dann scheinheilig aus allen Wolken fallen, wenn Inami und deutsche Krankenkassen nicht mehr mitmachen. Wenn dann ein Izom 2.0 nach Verhandlungen unter Beteiligung der Krankenkassen und der DG zustande kommt, dieses nicht zur Kenntnis nehmen, auch nicht daran mit arbeiten, stattdessen eine populistische Petition und eine ebensolche Resolution durch die Welt jagen, um Effekthascherei zu betreiben. Hinterfotziger Populismus.

      • Bahnhofsvorsteher

        Sehr geehrter Herr Oberschlau, Petitionen sind immer populistisch, hier unterschreibt ja das Volk. Aber um die Sorgen des einfachen Bürgers kümmert sich die Politik nicht mehr und der Möchte-aber-kann-es-nicht Gesundheitsminister überhaupt nicht.

        • Friedrich

          Herr Bahnhofsvorsteher, kann nun wirklich nicht Ihre Aussage nachvollziehen. Sie unterschreiben also den Vorgang der CSP falsche Informationen unter der Bevölkerung zu vermitteln und mit den Ängsten dieser zu spielen?? Wie viele Personen die von Medikation in D abhängig sind hat die CSP auf populistischer Art und Weise heisse Luft verkauft? Und was hat der sogenannte „Möchte-aber-kann-es-nicht Gesundheitsminister“ im Gegenzug gemacht? Habe mir nochmal die Parlamentssitzungen angehört… Von Vornerein teilte er mit, dass das IZOM nicht weitergeführt werden würde, er sich aber für eine Zukunft einsetzen würde. Das hat er in meinen Augen dann auch gemacht, wenn es stimmt, das eine neue Lösung im Mai verabschiedet werden wird. Er ist somit mehr auf dem Bedarf der Bürger eingegangen, als die besagten Herrschaften der CSP! Realpolitik statt populistisch-politisch geprägte Absichten sind mir da viel lieber… und jedem neutralem Bürger auch!

  5. senseless

    Es sind nicht die paar Ostbelgier mit einem Izom-Schein, die das belgische Krankenversicherungssystem untergraben sondern Ärzte und Verantwortliche von Krankenhäusern die Jahrzehnte lang auf Teufel komm raus Krankmeldungen verfassten, unsinnige Untersuchungen anordneten und überflüssige OP s durchführten um ihre Taschen zu füllen und Gerätschaften zu amortisieren. Der ostbelgische Patient zahlt nun die Zeche. Aber einen Termin bei einem Kardiologen, Orthopäden oder Dermatologen bekommt man nur nach wochenlanger Wartefrist. Jetzt können unsere Politiker zeigen, was sie für die ostbelgische Bevölkerung leisten. Das sind Themen, die die , Bürger‘ bewegen und zwar mehr als die Bewerbung einer , Marke‘.
    Terminanfrage bei einem Facharzt am St. Nikolaus-Hospital: Ach, es ist dringend? Dann müssen Sie es über die Notaufnahme versuchen. Wäre allerdings gut, wenn Sie da etwas Geduld hätten und auch etwas Französisch verstehen. Und radiologische Befunde gibt es in der Regel nur in Französisch. Wenn Sie diese in deutscher Sprache wünschen, müssen Sie das vor der Untersuchung anfragen…

    • Réalité

      Guter Kommentar, von senseless, oder wer auch immer!
      Wofür haben wir die ganze Minister Überzahl denn hier rum laufen!?
      Um Reisen zu veranstalten!?
      Unser MP ist doch sowas von aktiv!
      Wenn etwas nicht rund läuft, ist er schnell da vor den Kameras und Micros.
      Aber genützt hat das bis heute nicht viel;
      Dabei hätte wahrscheinlich der simple „Oberstaatssekretär“ eventuell mehr, oder mindestens ebenso viel erreicht?
      Schafft den Laden ab! Und setzt uns die richtigen Leute vor die Nase.
      Nur ein paar Wenige, aber bessere!
      An vielem und allem wird eingespart, nur nicht bei den Ministern und Referenten!?
      Komische Ansichten und Handhabungen!? Unverständlich dazu!

  6. der lustige Unterstädter

    Sagen wir mal wir haben ein grosses Problem.
    1. Gute ärzte kosten dem Krankenhaus Geld welches kleineren fehlt.
    2. Das Sprachproblem, zb Eupener Krankenhaus, dort gibt es ärzte die kein deutsch sprechen.
    3. Viele Patienten bitten im Notfall ins Aachner Klinikum gefahren zu werden-Zuerst muss aber Eupen angefahren werden und nur wenn es die Lage unbedingt erfordert darf nach Aachen.
    Und jetzt mal im Ernst , ärzte sind Menschen und tun ihren Job.
    Verständlich dass niemand lange warten will und wenn sich alternativen über die Grenze anbietet so nutzen wir es halt.
    Das Problem liegt viel eher in ein veraltetes System und zuviele Patienten auf einen Arzt.
    Ach und nur so zum Hinweis auch in Germanien gibt es Probleme guckst du mal hier
    http://www1.wdr.de/verbraucher/gesundheit/arzt-termin-wartezeit-100.html

    • Marsupilami

      Sehr gute Auflistung der Punkte.
      Ich war vor Jahren mit meiner Frau im Eupener Krankenhaus. Dieses Erlebnis hat uns tief „negativ“ beeindruckt.
      Ich würde alles dafür tun bei einem Notfall bei mir oder meiner Familie nach Aachen zu kommen. Wenn wir in ein Krankenhaus müssen, gehen wir immer nach Aachen zum Luisenhospital. Auch wenn wir was zuzahlen müssen. Dermatologen und Zahnarzt machen wir als Familie auch komplett in Aachen, die Zuzahlungen sind es uns Wert. Als unsere Kinder zur Welt kamen, sind wir für die Geburten auch nach Aachen da bei dem Ersten absehbar war das es Komplikationen geben könnte. Wir sind dann bei einem belgischen (!) Arzt für die pränatalen Untersuchungen gewesen der sich in Aachen niedergelassen hatte. Das Risiko in einem echten Notfall mit einem Arzt konfrontiert zu sein der nicht versteht was ich (oder meine Frau oder meine Kinder) ihm auf Deutsch sagen ist mir schlicht zu groß.

      Ich gehe allerdings regelmäßig zu meinem Eupener Hausarzt mit dem ich sehr zufrieden bin.

  7. Mischutka

    So Freunde, jetzt habe ich (wie immer) alle Kommentare gelesen. Alles sehr richtig und der Wahrheit entsprechend geschrieben. Wenn alle Menschen, denen es wie manchen ergangen ist (hier oben) schreiben würden, dann erlebte OBdirekt einen absoluten Rekord !
    Nur ein paar Beispiele : ein Patient wurde bei einem „Facharzt“ gewogen. Auf einer uralten Waage. Und zwar in voller (!!!) Bekleidung : mit schweren Schuhen an den Füßen, Hose, Winterpulli, und (!) mit Mantel an ! Und einer kleinen Handtasche auf dem Rücken ! Er wog 87 Kg. Zu Hause hat er sich dann nackt gewogen : 74 Kg ! Bei einem Anruf bei dem „Facharzt“ hat dieser dann erklärt, er habe sich gefälligst nicht selbst zu wiegen, diese „Digitalwaagen“ würden nichts taugen, NUR seine ……usw.
    Eine ältere Dame (aus der Familie)hatte vor Jahren Sehprobleme. Natürlich war eine OP „dringend“ erforderlich. Und nach dieser „OP“ …. war das Augenlicht auf dem operierten Auge ganz weg. Dann ist sie nach Aachen zu einem anderen Arzt gefahren : Die OP war total überflüssig. Ja sogar zwecklos. Mit Augentropfen/salbe wäre sie geheilt. (Die Dame ist leider inzwischen verstorben und der „Herr Doktor“ nicht mehr „da“. Und noch eins : ein anderer hatte sich am rechten (das ist ja da wo RECHTS) ist (☺) Knie gestoßen was etwas schmerzte. Obschon er den „Arzt“ mehrfach informiert hat und auf die Stelle gezeigt hat : Der Herr „Doktor“ hat mit höchster Begeisterung das linke (!) Knie untersucht und allerhand darauf gemalt…. weil er das (linke – also gesunde) Knie unbedingt operieren müsse – nur so würden die Schmerzen im rechten Knie verschwinden….. (Der hat sich übrigens seine Kleidung geschnappt und ist abgehauen während der „Arzt“ allerhand Formulare ausfüllte). Zum Schluss noch was von einem anderen „Arzt“ : Ein Mann trug JAHRLANG (seit der Schulzeit) eine Brille. Er ging jedes Jahr zum „Spezialisten“ um seine Augen prüfen zu lassen. Diese Brille hatte er während der Untersuchung natürlich abgelegt, genau vor sich. Resultat des „Arztes“ : Er sei der Meinung ….. der Patient müsse es mal mit einer Brille versuchen….. Als der Mann den Arzt auf seine Brille hinweisen wollte, wurde ihm diese Sehhilfe abgenommen und in einen Korb geworfen mit den Worten „DAS soll eine Brille sein ???“ – Der hat dann nur geantwortet „Nein du A***loch, das ist mein Fahrrad“. Der Patient ist dann vor die Ärztekammer (in Verviers) gezogen. Für den Arzt hatte dies unangenehme Folgen, denn der Patient hatte alles mit einem Diktiergerät aufgezeichnet (für sich persönlich)……. Den Arzt gibt es auch nicht mehr („arbeitet“ wohl sehr weit weg von hier herum)…..
    Kurz : es gibt nur noch sehr sehr wenige Ärzte die sich wirklich bemühen. Leider leben die nicht ewig.
    MfG.

    • Mischutka

      ZUSATZ :
      Falls ein Leser meint, ich hätte in meinem Kommentar meine „Fantasie“ spielen lassen : 2 der o.a. Fälle sind ….. meine eigenen (!) Erlebnisse und 2 aus der „näheren Familie“ …..
      An alle ein schönes W-E (bei bester Gesundheit).

  8. Typisch ostbelgisch!

    Ja, wenn’s mal richtig ernst wird, geht man doch nur zu gerne zu den „Besserwissern im Nachbarland“. Da hält selbst den letzten ostbelgischen Hetzer nichts auf, keine deutsche Maut und keine ostbelgischen Holperpisten…
    Schon jetzt gute Besserung in Deutschland für alle, die es heute oder morgen trifft!

    • Tja, und dazu:

      Mit dem Dissuasivblitzer vor Eupen (Ortsausgang Richtung Merkelland) machen die die Leute bange, der blitzt nämlich, wenn er grad mal wieder Lust hat, sogar deutlich unter 50.

      Ist mir prompt passiert, ich fahre da sonst nie her, nur Autobahn, an Eupen vorbei. Ich hab‘ mich so aufgeregt, bin gleich beim Kommissariat vorbeigefahren (Dauerbaustelle, Schlamm gefühlte 50 cm hoch). Haben mich ausgelacht, sagt die Dame: Macht der öfter!

      Muss man wissen! Nur nicht von der Einkaufs- und Versorgungsfahrt nach Aachen abhalten lassen, denn das wollen die ja nur erreichen, solange die Grenzen noch offen sind! ;-)

  9. Juste une autre des innombrables blagues belges

    Bitte nachfolgende Fassung veröffentlichen, habe einige Tippfehler ausgemerzt, und insbesondere „die doofen Deutschen“ war und ist keineswegs meine Meinung, daher jetzt in Anführungsstrichen!:

    Aus politischen Gründen, d.h. um die Gesundheitsministerin, die sich einen weiteren Sieg auf die Fahnen schreiben wollte (und weil die Krankenhäuser Eupen und St. Vith gern anbauen und einstellen möchten, dann verdienen wohl auch die Direktoren (noch) mehr), wurde hier eine Win-Win-Win-Situation für alle anderen Beteiligten zu Grabe getragen. Ich erkläre dazu nachfolgend einmal die bisherige IZOM-Situation beim D- (deutschen) Arzt (nicht Krankenhaus).
    D-Ärzte haben für sog. „Kassenpatienten“ ein Quartals-„Budget“, zusätzliche Krankenschein-Patienten bringen daher nicht mehr Geld, ausser für IZOM, das „läuft extra“ (daher waren die belgischen Patienten hochwillkommen), aber zum D-„Kassen“-Satz, heisst, pro Quartal bekommt ein Dermatologe ca. 14 und ein Augenarzt ca. 18 euro für den Patienten (Internisten allerdings um 40 euro); bei allen drei sitzen Sie pro Quartal daher nur ca. 5 Min. in der Praxis (was beim Internisten eine Unverschämtheit, bei den anderen aber relativ verständlich ist), denn kämen Sie mehrfach pro Quartal, wird’s auch nicht mehr. Sie zahlen dem Arzt nichts extra und sind eh zum Einkaufen in Aachen (Win), der kriegt extra Geld für Sie (Win), und die belgische KK (Krankenkasse) zahlt, Monate später übers IZOM-Verfahren, dann eben die 14, 18 oder auch mal 40 euro, aber fürs ganze Quartal (Win), statt Ihnen z.B. bei 2-3 Facharztbesuchen pro Quartal in Belgien dann auch zwei-oder dreimal pro Quartal (!) jeweils ca. 3/4 von 30, 40 oder über 50 euro (Neurologen) (nämlich der belgischen Sätze) erstatten zu müssen, bei BIM, also für Geringverdiener, wird’s für die belgische KK noch extremer mit der IZOM-Ersparnis; Medikamente sind für die KK weitgehend kostenneutral, denn immer mehr davon werden auch in D (also über IZOM) nicht mehr erstattet.
    Die D-Ärzte hatten also ein (meist bescheidenes) Zusatzeinkommen, die B-Patienten sparten Geld, und die B-KK sparten massenhaft Geld. Dennoch bekamen Sie von Ihrer KK zu hören, wie viel die an IZOM zahlten: Ist klar, die bombastischen Ersparnisse auf B-Seite werden nicht gegengerechnet, und bei 5.000 Behandlungsscheinen im Quartal ist der Erstattungsbetrag dann optisch natürlich heftig, auch wenn in B vielleicht, aber in tausenden Kleckerbeträgen, 50 % mehr anfielen.
    Bei diesen Ersparnissen waren die B-KK (und die INAMI) aber nicht bereit, den D-KK ihren erheblichen Verwaltungsaufwand zu vergüten, sondern meinten, die erledigten das dauerhaft gratis für sie – jahrelang hielten die „doofen Deutschen“ ja auch still. Die MC hat versucht, den Verwaltungsaufwand, auch auf B-Seite, radikal zu vereinfachen, durch die Ausgabe von (in D üblichen) Versichertenkärtchen mit elektr. Abrechnung, statt einzelnen IZOM-Scheinen von KK zu KK und von dort zum Arzt, aber statt diese naheliegende Idee bei den anderen B-KK generell zu übernehmen, hat man der MC ihren Alleingang schnell wieder verboten.
    Das war der Anfang vom Ende vom IZOM. Jetzt zahlt Ihnen die B-KK wohl bis 200 euro 75% der deutschen PRIVAT-Rechnung, und ab 200 euro ca. 75 % des Honorars, das in B angefallen wäre., d.h. jetzt haben wir Lose-Lose-Lose statt Win-Win-Win, denn Privatrechnungen liegen, ausser beim obengenannten Internisten, durch die Bank beim Dreifachen des bisher erstatteten Kassensatzes, und das natürlich für jeden Besuch, für jede einzelne Leistung – und weil das ganze dermassen teuer kommt, verlieren auch die Aachener Ärzte, denn zum „Privatpatienten“-Tarif werden die B-Patienten bald ausbleiben.
    Das ist natürlich erwünscht, B-Geld soll in Belgien bleiben – das gibt nur niemand zu.
    Gefährlich wird’s für Sie dann, wenn Ihnen das Aachener Klinikum verwehrt wird und Sie auf B-Seite dann u.U. schneller sterben – allfällige tatsächliche Einsparungen auf B-Seiten liessen sich aber in der Tat nur durch Frühableben (Renteneinsparungen) erreichen, aber da die Fachärzte auf B-Seite in ausreichender Zahl gar nicht vorhanden sind und nur wenige von ihnen zukünftig nachts durcharbeiten wollen werden, könnten durch um sich greifenden Versorgungsmangel tatsächlich Einsparungen bei KK und Rentenkasse Einsparungen erreicht werden – KK-Funktionäre liessen sich natürlich lieber totschlagen, als zuzugeben, dass das politischerseits gewünscht sein könnte.
    Ich gehöre zu den ca. 10 Leuten, die aus dem Raum Verviers-Lüttich nach Aachen zum Arzt fuhren, uns hat man den Hahn jetzt komplett zugedreht; Ihnen in Ostbelgien rate ich, sich mit dem Aachener Arzt auf überschaubare „Privat“-Rechnungen zu verständigen und die dann zeitnah (unter 200 euro) zur 3/4-Erstattung einzureichen, das Rezept muss Ihnen die B-KK wohl per „Annex 30“ zum B-Satz erstatten; D-„Privat“-Rechnungen ohne vorherige Mässigungsabsprachen aber und dann erstattet nicht zu 3/4, sondern (ab 200 euro) zum 3/4 des B-Satzes könnten Sie und Ihre Familie ggf. arm machen, und mich wunderte, würde irgendwas davon aufs jährliche Fakturierungsmaximum angerechnet.
    So, ich hoffe jetzt, dass Ostbelgien Direkt meinen Beitrag trotz seiner Länge aber in Anbetracht seines allgemeinen Interesses veröffentlicht und ich nicht für der Zeitung Papierkorb geschrieben habe. Machen Sie’s gut!

  10. Muss mich jährlich einer spezifischen medizinischen Untersuchung unterziehen, das schon mehrere Jahre. Hier meine Beurteilung nach inzwischen regelmäßigen Untersuchungen in derselben Häufigkeit wie Ostbelgien (Eupen ).Nehme diese Untersuchung nun sehr gerne „bei uns“ wahr. Ärzte spitze, liebenswertes Team, Material auf den neuesten Stand, Betreuung bisher kostenlos! Was will man noch mehr !
    Ostbelgien: Arzt , freundlich, nett, höflich, kein weiteres Personal in seiner Nähe, diesbezüglich steht lediglich die Angestellte zur Verfügung, die Termine vergibt und kassiert.
    Bei uns stehen für genau diese Betreuung, mehrere Räume zur Verfügung, mehr Personal (und trotzdem erweckt das nicht den Eindruck, überflüssig zu sei. Irgendwie vermittelt man „bei uns“ man nimmt dich ernst. Das soll nicht heißen, dass dem in Ostbelgien nicht so wäre, doch sehr wohl intensiver seriöser, drüben

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