Leute von heute

Am Tag der DG ist diesmal nicht die AS Eupen, sondern Juncker der Star

Vorstellung der Veranstaltungen zum diesjährigen Tag der DG am Dienstag am Sitz des Ministerpräsidenten in der Gospertstraße in Eupen. Foto: Gerd Comouth

Der Ministerpräsident der DG, Oliver Paasch (ProDG), und PDG-Präsident Alexander Miesen (PFF) haben am Dienstag in Eupen das Programm zum diesjährigen Tag der DG vorgestellt. Höhepunkt ist in diesem Jahr der „Bürgerdialog“ mit Jean-Claude Juncker, dem Präsidenten der EU-Kommission, in St. Vith.

Jahrelang waren die Politiker und die Angestellten der DG am Festtag der Gemeinschaft unter sich. Mit Ausnahme eines Empfangs in Brüssel am Tag selbst und eines weiteren Empfangs in der DG am Freitag vorher oder nachher tat sich nichts.Daran änderte auch die Kritik in der biesigen Presse nichts.

Erst mit dem Wechsel von Karl-Heinz Lambertz (SP) zu Oliver Paasch (ProDG) erfuhr der Festtag eine Aufwertung. Höhepunkt war 2014 und 2015 jeweils ein Heimspiel der AS Eupen, dem mehr als 4.600 bzw. 4.500 Zuschauer beiwohnten. Dabei handelte es sich größtenteils um ehrenamtliche Mitglieder von Vereinen und Verdinigungen.

Dabei machte es sich gut, dass der ranghöchste Fußballclub Ostbelgiens jedes Mal just am Tag der DG ein Heimspiel hatte.

Das lässt sich diesmal nicht so einfach bewerkstelligen, denn in diesem Jahr ist die AS Eupen am Wochenende vor dem Tag der DG spielfrei (Länderspielpause) und am Wochenende danach auswärts im Einsatz (am Samstag, 19. November, in Genk).

Folglich kommt es erst am 26. November 2016 beim Heimspiel zu der Aktion der DG, die an diesem Tag insgesamt 1.511 Eintrittskarten kostenlos zur Verfügung stellt.

PDG-Präsident Alexander Miesen (links) und Ministerpräsident Oliver Paasch. Foto: Gerd Comouth

PDG-Präsident Alexander Miesen (links) und Ministerpräsident Oliver Paasch. Foto: Gerd Comouth

Der Star am 15. November, dem eigentlichen Tag der DG, ist diesmal also nicht die AS, sondern der Vorsitzende der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, der sich um 19 Uhr im Triangel in St. Vith zusammen mit DG-Ministerpräsident Paasch den Fragen von Bürgern stellt (siehe Artikel an anderer Stelle).

Eine weitere Veranstaltung im Rahmen des Tags der DG ist eine „Matinée“ im Plenarsaal des DG-Parlaments am 20. November 2016 um 10.30 Uhr zum Thema „Opfer und Täter in Auschwitz“.

Selbstverständlich gibt es am Tag der DG auch noch die beiden Empfänge für geladene Gäste in der DG-Vertretung in Brüssel (Walking Lunch am Dienstag, dem 15. November 2016) und am Freitag, dem 18. November 2016 (Festakt im Kloster Heidberg), für die sich allerdings nur die Politiker und vielleicht noch die Medien interessieren, sonst aber kaum jemand.

Auch in diesem Jahr sollen die Veranstaltungen zum Tag der DG von einer „Hashtag“-Kampagne begleitet werden. Jeder Bürger ist dazu eingeladen, unter dem Hashtag „#MeinTagderDG“ seine persönlichen Erlebnisse in den sozialen Netzwerken zu teilen. (cre)

Siehe auch Artikel „Juncker stellt sich mit Paasch in St. Vith den Fragen von Bürgern“

  1. Selbstinszenierung pur!

    Was fûr eine Show!? Und dann noch die Leute links und rechts? Kriegen die beiden in der Mitte das nicht alleine hin? Ist ja fast sowas wie die BAMBI Verleihung! Der Bürger kann bezahlen, das ist dem sein einziges Vergnügen! Was für eine lächerliche Kommödie? Sollten sich schämen.

    • und nicht vergessen, nächstes Jahr diese Persönlichkeiten zum Küschespektakel (11/11/17) in Kelmis einzuladen, da geben sie wenigstens vom ihrem guten Gehalt einen kleinen Beitrag zu sozialen Zwecken…..

  2. Das wird doch wieder eine Lügenshow vom Feinsten, wie sie unsere Politiker gerne inszenieren. Blabla von vorn bis hinten und dafür noch gut bezahlt.Wer dahin läuft hat doch einen an der Klatsche und glaubt noch an den Weihnachtsmann. Hohoho

  3. Frankenbernd

    So viel Trouble um nichts! Interessiert sich eigentlich der ‚gemeine‘ Ostbelgier fuer den ‚Tag der DG‘?
    Wozu brauchen wir den, um mit Wallonen und Flamen gleichzuziehen, im ‚Belgien zu Viert‘?
    Verschwendungs- und profilierungssucht, die einem langsam ganz schoen auf die Ei.. geht. Und das bei 75000 Einwohnern. Kein deutscher Landkreis mit 2-3 mal so viel Einwohnern macht so einen Zirkus.
    Vielleicht braeuchte die DG auch mal einen kleinen ‚Trump‘?! LOL

    • Alemannia4ever

      In dieser Logik würde die DG, neudeutsch „Ostbelgien“, am besten gar nicht zu Belgien gehören. Dann hätte man besser beim großen Nachbarn bleiben sollen. Aber das durfte ja aufgrund der ominösen Baltia-Umfrage nicht der Fall sein nach dem 2. WK.
      Wenn man damals und auch schon aufgrund des Versailler Vertrages zu Belgien gehören sollte, dann auch bitteschön mit den gleichen Rechten wie die großen Flamen und Wallonen und die großen Brüsseler Hauptstädter. Alles andere ist halbherzig und Duckmäuserei.

    • Schoppener

      Sie haben Recht, Frankenbernd. Die uns regierenden werden langsam aber sicher Grössenwahnsinnig. Als wenn Politik nur aus Selbstdarstellung, Selbstinszenierung, Selbstverherrlichung, und Festen und Empfängen und Reisen bestände!? Wenn die Darsteller alles oder grossteils selber bezahlen müssten?
      Es ufert aus, das ganze. Wo endet das noch alles?!

  4. Europa und DG?

    Und wozu haben wir einen Europaabgeordneten in der DG? Sollte er nicht auch eingeladen sein?
    Oder hat Paasch wieder persönliche Minderwertigkeitskomplexe bekommen und hat Angst, dass ihm nicht die komplette Aufmerksamkeit gegeben wird?

      • Alemannia4ever

        Herr Arimont scheint sich dauwohl zu fühlen im fernen Brussel und Straßburg. Da kann man so schön gegen die DG-Mehrheit opponieren. Bei der EU kriegt’s kaum einer mit und in der Heimat kann man einen auf dicke Hose machen.

    • Réalité

      Sehr richtiger Kommentar! Beweist zum wiederholten male die Selbstverherrlichung unseres Viel Babblers in Eupen! Was für ein Pomp und Gloria!? Sind wir hier die Weltachse, oder sind wir den Turm zu Babel am bauen!? Abgehobene Politikwelt sondergleichen. Schafft endlich den Prunk ab und kommt auf den Boden zurück!

  5. Wetten, dass die Antworten bzw. Lügen auf eventuell kritisch gestellten Fragen alle gut vorbereitet sind? Der ganze DG Zirkus ist eine einzig beschämende Lachnummer. Hoffentlich stößt der Juncker mal ordentlich daruf an.

    • @ Ach Mischutka ; Das Publikum wird Spalier stehen am Dienstagabend wenn der Paasch mit seinem Milchbubi dort in Erscheinung tritt . Meinst Du nicht , das diese überzogene Show dieser Weserhelden ein direkter Faustschlag ins Gesicht des einfachen Arbeiter ist ? Nach dieser Triangel Windschneiderei , wird wieder um Milliarden gebettelt , weil das Haushaltsloch aus allen Fugen geraten ist . Alle Vorhersagen prognostizieren , das diese Aufgeblähten Windschneider von der Weser sich um ihr Dasein bangen müssen .

      • Alemannia4ever

        Boah, dieses Kirchturmdenken mit Windschneiderei an der Weser geht einem gehörig auf die Ei… Ja, und wenn man sich im schönen Süden freut, dass man sich im Norden getreten fühlt, dann kann man sich da getrost ein Ei drauf backen.
        Schon mal was von Miteinander statt gegeneinander gehört? Aber lieber drauf hauen … und damit den „eigenen Leuten“ eins mitgeben: 4 der 5 Fulltime-Politiker sind doch aus dem Süden.

            • Miteinander?

              Die sind zu Fünfen viel zu teuer, Alemannia. Haben auch keine Fulltime Arbeit für unsere kleine Region. Seh es doch ein. Die Gesetze soll die grosse Regierung in Brüssel machen und sonst keine. Vollkommen genug.

              • Alemannia4ever

                Aha, alles aus Brüssel regieren? Dann müssen Sie die Zeit zurückdrehen, Miteinander? In den 60er Jahren war das noch drin. Da interessierte sich aber auch keiner für die Ostkantonen. Es dürfte uns allen besser gehen als damals.

                • Was für ein Mist bringst Du hier im Forum . In den 1960 ziger Jahren erging es jedem hier in Ostbelgien SEHR GUT , zu dieser Zeit hatte noch keiner was von Hypothekendarlehen gehört und die Banken diktierten einem nicht wie man sich denen gegenüber zu verhalten hat . Was hat der ganze Umschwung gebracht ?????? Heut ist jeder zweite Haushalt total überschuldet , ja viele von diesen müssen von Schuldnerberatungen dirigiert werden um nicht Haus und Hof zu verlieren . Bevor Du solchen Keu erzählst , das all diese Regierungen uns nur nützlich sind , kann man nur erahnen , das Du von dieser Seuche in Eupen abhängig bist .

  6. Ein St Vither

    Werter Herr Pasch,
    es hätte Ihnen sehr gut zugestanden wenn Sie den EU Abgeordneten der DG dazu eingeladen hätten!
    Gerade jetzt und heute, in dieser Zeit.
    Da Sie aber alleine den Hauptakteur sein wollen, wird gewiss nicht dazu beitragen das Klima der Politik zu verbessern!
    Pech gehabt mein Lieber. Man wird sich dran zu erinnern wissen!

    • Alemannia4ever

      Was soll denn ein Abgeordneter bei einer Regierungsveranstaltung in vorderster Reihe? Die Einladung ging doch auch an alle Bürger der DG. Und wenn unser EU-Abgeordneter ne eigene Veranstaltung möchte, dann kann er ja eine organisieren.

      • Ein St Vither

        Ich kann mich dem von hiervor nur anschliessen, Alemannia! Indem Sie sehr oft „Nur Keu“ schreiben! Dem ist nichts hin zu fügen!

        Anscheinend hat meine mail von hiervor doch was bewirkt. Der MP hat scheinbar ein gesehen und Herr Arimont ist auch dabei. War eigentlich das natürlichste und logisch dabei! Gut so!

        • Alemannia4ever

          Der war gut: MP liest Kommentar von einem Städter in diesem Medium hier und lädt daraufhin einen zusätzlichen Mann ein. Also Blauäugigkeit ist hier noch untertrieben. Das ist wahrlich echter „Keu“, den Sie hier verbreiten.

  7. Nun ja, die Schlagwörter: „Change“, bzw „yes we can“ von Noch-Präsident Obama sind der Hillary
    gewissermaßen als Rohrkrepierer um die Ohren geflogen. Diejenigen die Tramp gewählt haben, haben ihn bestimmt nicht wegen seiner Persönlichkeit gewählt sondern als Symbol ihrer Unzufriedenheit gegen das sog.“ politische Establishment“, dessen leibhaftige Vertreterin für sie Frau Clinton ist. Es war eher eine Anti-Clinton-Wahl als eine Pro- Tramp-Wahl. Das Volk reagiert eben manchmal anders, als es die politische Klasse und gewisse Medien sich wünschen. Übrigens, wie sagt man doch gleich: was in den USA so vorkommt, überträgt sich nach etwa 10 Jahren auch nach Europa. Was das Wahlverhalten
    angeht, wird diese Zeit wahrscheinlich unterboten.Wenn man die Kommentare einiger deutscher Politiker und/oder Medienvertreter so anhört, kommt man zu dem Schluss: sie haben noch immer nicht(s) verstanden.

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