Nachrichten

Aachen: Mann mit Dolch bedrohte Fahrgäste in Bus – Nach zwei Stunden war er wieder auf freiem Fuß

Foto: Shutterstock

Mit einem dolchähnlichen Messer hat ein Mann am Mittwochabend in Aachen in einem Linienbus in Richtung Hansemannplatz Fahrgäste bedroht. Die alarmierte Polizei nahm den 36-Jährigen fest. Da die zuständige Haftrichterin entschied, dass von dem Mann keine Gefahr ausgehe, war er bereits zwei Stunden danach wieder auf freiem Fuß.

Wie die Aachener Zeitung berichtete, meldeten am Mittwochabend gleich mehrere Anrufer der Polizei, dass im Linienbus 46 in Richtung Hansemannplatz ein Mann sitze, der ein langes Messer zeige und drohe, andere Leute abzustechen.

Mit mehreren Streifenwagen rückten die Ordnungshüter an. Als sie eintrafen, stieg der 36 Jahre alte Mann aus Aachen mit einem großen, dolchähnlichen Messer in der Hand aus dem Bus.

Die Beamten zückten ihre Waffen und forderten den Mann unmissverständlich auf, das Messer auf den Boden zu legen und die Hände über den Kopf zu halten. Dem kam er nur zögerlich nach. Die Polizisten legten ihm Handschellen an und nahmen ihn fest.

Der 36-Jährige ist den Behörden bereits bestens bekannt. Gegen ihn wurde in den letzten Jahren unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Urkundenfälschung, Widerstandes gegen Polizeibeamte, Hausfriedensbruches und Bedrohung ermittelt.

Da laut Polizeibericht nicht ausgeschlossen werden könne, dass der Mann weiter eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellt, kam eine mögliche Einweisung in eine psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses in Betracht. Die Notärztin sah jedoch keine psychisch bedingte Gefahr, die von dem Mann ausgehe.

Um ihn zumindest zur Gefahrenabwehr bis zum Morgen des nächsten Tages festhalten zu können, benötigten die Beamten eine richterliche Entscheidung.

Nach einem Gespräch mit dem 36-Jährigen entschied die zuständige Richterin ebenfalls, das von dem Mann keine Gefahr ausgehe, weshalb er bereits zwei Stunden nach der Tat wieder nach Hause gehen konnte. Wegen Störung des öffentlichen Friedens und Waffenbesitzes erwartet den Aachener nun ein Verfahren. (az)

27 Antworten auf “Aachen: Mann mit Dolch bedrohte Fahrgäste in Bus – Nach zwei Stunden war er wieder auf freiem Fuß”

  1. Populist

    Da bin ich aber voll beruhigt. Die Notärtztin sieht keine psychisch bedingte Gefahr und die Richterin hat nach einem, wenn auch scheinbar recht kurzen, Gespräch festgestellt, dass es wohl doch ein ganz, ein Lieber ist. Letztlich, wer von uns hat nicht auch schonmal mit einem Messer im Bus gesessen und so´n bisschen rumgedroht? Jeder Besoffski kommt doch wenigstens mal für ein paar Stunden in eine Ausnüchterungszelle. Beruhigend zu wissen, dass das in Belgien nicht so gehandhabt wird.

  2. schlechtmensch

    Der wollte sicher nur schonmal die Kartoffeln schälen. Vielleicht ist er aber auch von der Gesellschaft schlecht bahandelt worden und somit eher Opfer als Täter. Sicherlich ist jemand der im Bus Leute mit einem Messer bedroht keine Gefahr. Ich vertraue da der Richterin. Ich glaube auch daran dass der Osterhase die Eier bringt….

  3. An solchen Richter*innen sieht man wie den links/grünen der Marsch durch die Institutionen gelungen ist, und sie jetzt den verhassten Staat von Innen aushöhlen. Ein polizeibekannter Gewalttäter sitzt mit dem Messer in der Hand im Bus und die Justiz lässt ihn unbehelligt! Wir schaffen das…

  4. Politikus

    Ich könnte mir vorstellen, dass diese „Richterin“ durchaus aus der links-extremistischen Szene stammen könnte. Da ehemalige Straftäter, wie beispielsweise Joschka Fischer, Daniel Cohn-Bandit u.a. es aus der autonomen Szene heraus auch geschafft haben in Amt und Würden aufzusteigen und das zu Lasten des Steuerzahlers, können aus diesem Milieu ebenfalls“ Richter“ auf die Menschheit losgelassen werden. ….
    .

  5. „Die Beamten zückten ihre Waffen und forderten den Mann unmissverständlich auf, das Messer auf den Boden zu legen und die Hände über den Kopf zu halten.“
    Ein Wunder, das diese „Staatskasper“ das geschafft haben!
    Eine dumme Richterin lässt in anschliessend laufen!
    Alles gut in Deutschland!

      • Justiziar

        Sie verbreiten( mal wieder Blödsinn) durch Ihren „Äther“, Radio Euro.
        Auch in Deutschland kann man im Knast landen, wenn man eine Geldstrafe (für „Knöllchen“ oder sonstige Vergehen) nicht bezahlt, wenn auch über verschiedene „Etappen“, um es lapidar auszudrücken. Siehe Nachstehendes

        Ersatzfreiheitsstrafe

        Verläuft die Pfändung erfolglos, wird die/der Verurteilte zum Strafantritt zur Verbüßung der Ersatzfreiheitsstrafe geladen. Ein Tag Ersatzfreiheitsstrafe entspricht einem Tagessatz der Geldstrafe. Die/Der Verurteilte hat aber noch immer die Möglichkeit, die Verbüßung der Ersatzfreiheitsstrafe durch Zahlung der Geldstrafe abzuwenden.

        Stellt sich die/der Verurteilte auf die Ladung nicht freiwillig, ergeht Haftbefehl. Die zuständige Polizei wird beauftragt, die/den Verurteilte/-n zu verhaften und in die nächstgelegene Justizvollzugsanstalt einzuliefern. Die Abwendung der Vollstreckung des Haftbefehls ist noch immer durch Zahlung der Geldstrafe in Höhe der bestehenden Forderung möglich.

        • Radio Euro

          Eben. Nach x weiteren Eskalationsstufen durch den Täter. Aber. Wegen 1 nicht bezahltem Knöllchen wandert NIEMAND in den Knast. Das ist ein Märchen, ebenso wie dass Leute in den Knast gehen, weil sie 1 mal schwarz mit dem Bus fahren. Da folgen x weitere Zwischenstufen. Und die Strafe _am Ende_ ist genau so richtig wie die Strafe, die jemand _am Ende_ kriegt, der mit einer Holzlatte auf einen Polizisten los geht. Die Strafen folgen nur halt nicht sofort. Das dauert. Und bis die ausgesprochen und umgesetzt werden, hat „man“ die Sache längst wieder vergessen und hetzt der nächsten Sau durchs Dorf nach.

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern